Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 15 (1851)
- Issue
- Heft 10 (3.3.1851)
- Date
- 1851-03-03
- Page
- Seite 119 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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119 regung zum Guten gegeben und das religiöse Leben in unserer Mitte gefördert und gchchen werden könne. Es ist keinem Zweifel unterworfen — und wir Israeliten haben hier anderen Religionsgemeinschaften noch gar Manches abzulernen und naclWcchmen — daß durch billige Druckschriften, die in §«oßer Anzahl unter das Volk gesäet werden, gar manches Saatkorn in dieses und jenes Herz gedeihlich fallt, woisius Religion und Fortschritt gleicherfreuliche Früchte gewinnen» Wie oft auch bin ich .schon von ReligionKLehrern in Landgemeinden um gedruckte Predigten angegangen worden, welche sie für ihre Synagogen^ nach dem Bedürfnisse ihrer Zuhörer, umarbeiten. Größere Predigtwerke anzuschaffen, fällt diesen strebsamen Männern, durch welche so viel Licht in noch verdunkelte Gebiete des Volkslebens gebracht werden kann, zu beschwerlich; ich wünsche deshalb durch mein Unternehmen ihnen eine kleine Hilfe, Manchem in manchen Gemeint, wo noch die Finsterniß die Oberhand hat, einen geistigen Anhaltspunkt und dadurch meiner Religion einen guten Dienst zu gewähr ren. Das wolle Gott! Leopold Stein. Korrespondenz. Schullehrerko»! Grenzen. Die Konferenz der israelitischen Lehrer wird am 30. April und 1. Mai d. I. an hiesigem Orte stattsinden, und da mir der Präsident der »vestphälischen Lehrerkonferenz, Herr Wolff zu Lübbecke^ in einem ausführlichen Schreiben zu erkennen gegeben, daß es für die von uns vertretene heilige Sache von Mberechenbacem Vortheile wäre, wenn die Kräfte beider Institute sich vereinigten; so komme ich diesem edeln Wil irfche hierdurch recht gern entgegen, und beehre mich, säni etliche israelitische Lehrer der Rheinprovinz und Wsstphalens zur beregten Versammlung mit dem Bemerken einzuladen, mir doch gefälligst ihre Theilnahme einig« Wochen früher crnzeigen zu wollen. . Möge die diesjährige Konf«enz, in welcher die wichtigsten Fragen über das israelitische Schulwesen im Bereiche der ganzen Monarchie zur Berathung kommen, sich eines recht zahlreichen Besuches zu erfreuen haben. Krefeld, den 36. Februar 1851. Der Konsistorial-Oberrabbiner, L. Bodenheimer. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen l1/* Ngr. sl gGr.) Gebühren für die gespaltene Seile aus Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Berlagshandlun g. Deutsch-israelitische Gemeinde in Hamburg. Nachdem durch Beschluß vom 22. Januar für den hier zu ernenirenden geistlichen Beamten statt des früher angenommenem Titels eines „More Zedek“ der eines „Öberrabbiners" festgestellt, und die Anstellungsbedingungen demgemäß umgeandert worden, so wird dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht und. der Anmeldungstermin für roch einzubringende Kandidaturen bis zum 12. März offen gehalten. Die nuniriehrigen Bedingungen sind wie bisher von dem Vorsteherkollegium dieser Gemeinde zu erfahren. Zumi 1. Mai d. I. ist bei der jüdischen Gemeinde zu Altstrelitz in Mecklenburg die Stelle eines Vorbeters urd Schächters zu besetzen. Unverheirathete Personen, die zu diesem Amte völlig befähigt und geneigt sind, Solches zu übernehmen, wollen ihre Zeugnisse bei dem unterzeichmeten Kollegium baldigst franko einreichen. Altstrelitzi, den 24. Februar 1851. Aelteste und Vorsteher. Unter ganz annehmlichen Bedingungen suchen wir an der Stelle des "V'» riS abgehenden, eine lange Reihe von Jahren bei uns fangirt habenden Relrgionslehrers, Vorbeters und Schächters zur angezeigten Zeit einen andern zu engaHiren, und ersuchen um baldige frankirte Meldung. Salzwedel (Altmark), den 6. Februar 1851. Der Vorstand. I. Dahlheim. Die hiesige jüdische Gemeinde sucht zu Ostern d. I. einen unverheiratheten Religionslehrer für circa 18 Kinder. Hieraus Reflektirende werden ersucht, ihre Qualifikation dem Unterzeichneten Vorstande portofrei bald möglichst Nachweisen zu wollen. Ellrich 6. Harz, den 16. Februar 1851. Der Vorstand. I. H. Harburg. Ein israelitischer Lehrer, Kantor und Prediger, der ein Schulleh»erseminar besucht hat, seit länger als zehn Jahren in diesen Aemtern fungirt, und dessen Zeugnisse über seine theoretischen und praktischen Leistungen den besten Beweis, geben, wünscht mit Juni d. I. oder spa-