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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1851-03-03 · Heft 10 (3.3.1851) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
15 (1851)
Issue
Heft 10 (3.3.1851)
Date
1851-03-03
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XV. Jahrgang. No. IO. Allgemeine Zeitung des Zu-enthmns. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur l>r. Ludwig Philipps««, Ra bbin er zu Magdeburg. Leipzig, Verlag von Baumgärtners Buchhandlung zu Leipzig. den 3. März 1851. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jahrli h 78 Bogen in Quart inN. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr, (L Thlr. 12 g(Ar.) für söhs Monate — 22 ‘/2 Ngr. (18 gGr.) fh das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter u»H Seitungs-Expeditionen n chmen Bestellungen an; der Hauptspeditio-ir für beide Letztere hat sich die könig'l. sachs. Zeitungs-Expedit, s« allhier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Beiträge für die verunglücktmi Israeliten in Friedrichsstadt. — Vorlesungen über die Geschichte des Mischen Kultus. Dritte Vorlesung (Schluß). Zeitungsnachrichten: Deutschland: Berlin, Krefeld, Aachen, Frankfurt, Leipzig, Dresden. Oestemeichischer Kaiserstaat: Wien, Ezernowitz, Prag, Prag, Preßburg, Preßbnrg. Großbritanien: London, Loii«on. Rußland. Literarische Nachrichten: Leipzig, Neuenkirhen, aus dem Naffauischen, Frankfurt a. N. Korrespondenzen: Schullehrerkonferenzen. Leitende Artikel. Magdeburg, 23. Februar. Für die verunglückten Israeliten in Friedrichssiadt sind ferner eingegangen: aus Speyer durchHerrn Max Hildesheimer 7 Thlr., aus Hamm a. d> Lippe durch den Vorstand, die Herren S. Cahn und Stern, 16 Thlr.; zusammen: 219 Thlr. 27 Sgr. Die Red aktion. Vorlesungen über die Geschichte des jüd. Kultus. Dritte B o r l e s u n g: Die Geschichte des jüdischen Gebetkmltus. (Schluß.) Im 5ten B. Mos. wird vorgeschrieben, am Landhüttenfeste jedes Erlaßjahres, d. i. je des sitLenttn Jahres, dem versammelten Volke das Gesetz vorzulesen. Hieran knipste sich während des zweiten Tempels die Sitte, jeden Sabbat ein Stück der Tora vorMlesen, welche Einrichtung dem Esra zugeschrieben wird, und in der Lhat tm diese Ln der makkabaischen Zeit, also zwei Jahrhundert« vor der Zerstörung Jerusalems, schon langst feststehend, Wie viel Ln jener Zeit vorgelestrr wurde, steht weniger fest. Doch besagt der Talmud, daß in Palästina die gesi.mmte Tora innerhalb dreier Jahre, nach einer andern Meinung innerhalb drei und eln halb Jahre vollendet wurde; der erstem Annahme entbrechen die 153 Sedarinl. der Masiora, der zweiten die 175 Parascha's des jeruf. Talmuds. Jedenfalls ist aus diesem Talmud sicher, Laß die jetzige Ordnung nicht bestand. Vielmehr scheint-diese, welche die Tora Ln 54 Abschnitte zerlegt, und jedm Sabbat einen, manchmal zwei vorlesen läßt, um innerhalb eines Jahres die ganze Toira zu vollenden, in Babylonien entstanden zu sein. Feststehend begegnen wir ihr -erst in der ersten Halste des 8tm Jahrhunderts, aber a»ch noch zu Maimonides' Zeit (11.50) gab es Gemeinden^ die den dreijährigen Zyklus beobachteten. Zu diesen Vorlesungen aus der Tora geselltem sich aber schon frühzeitig eben Solche aus den Propheten, die man Hapht-ra's, Schlußvortrage, nannte. Ihren Ursprung schreibt man den syrischen Verfolgungen zu, jedenfalls fanden sie in den makkabaischen Zeiten schon statt. Allein welche Stücke der Propheten gelesen werden sollen, unterlag vielen Schwankungen; noch im dritten Jahrhundert stmtiden sie nicht fest; erst spatere Ja h rhundette voll-

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