Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 15 (1851)
- Issue
- Heft 5 (27.1.1851)
- Date
- 1851-01-27
- Page
- Seite 60 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Verarmung und Ketten und Kerker sind Folge solchen Unglücks. Wenn nicht eine ausdauernde Hilfe von den jüdischen Bewohnern Europa's veranstaltet wird — ich ahne es voraus — so drohen der Gemeinde in Zerusalem, die sich nicht mit Unrecht die Zentralgemeinde des ganzen Zudenthums nennt, fürchterliche Stürme. Ich darf Sie zum Schlüsse auf ein „Sendschreiben an die deulschsprechenden Glaubensbrüder in Europa" aufmerksam machen, das ich in deutscher Uebersetzung dem Rabbi Lazarus Bergmann, der von Jerusalem als Gesandter bevollmächtigt ist, mitgab. — Nächstens erfahren sie mehr. Leben Sie wohl. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1 lj* Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Bei der Gemeinde in Leobschütz (Schlesien) findet zum 1. April oder spätestens 1. Juli e. ein unverheircttheter Kantor und Lehrer eine Anstellung, der einen Gottesdienst mit Leitung eines Chors abhalten und Unterricht in deutschen und hebräischen Elementargegenständen ertheilen kann. Das Gehalt ist 200 — 250 Thlr. jährlich. Bewerber haben ihre Gesuche portofrei einzusenden und sich persönlich vorzustellen. Für die zun, 1. Mai e. vakant werdende Stelle eines Lehrers und Kantors in der hiesigen Gemeinde, welche bei freier Dienstwohnung ein Fixum von 200 Thlr. und außerdem viele Nebenemotumente ausbringt, wird ein befähigter Mann gesucht, der des Elementar- und Gesangunterrichts vollständig mächtig ist. Bewerbungen, unter abschriftlicher Beifügung der Atteste, werden in portofreien Briefen entgegengenommen, und hat der Meldende, sofern er verheirathet ist, dieses anzuzeigen. Marburg in preuß. Westphalen, den 22. Jan. 1851. Der jüdische Vorsteher S. ZNosheim. Einem tüchtigen Elementarlehrer kann ich eine sehr empfehlenswerthe Hauslehrerstelle Nachweisen. Wiltebadessen bei Paderborn, im Januar 1851. Eduard Wolffberg. Ein Lehrer, welcher — tüchtig im Elementar- und Realsache — auch die französische und lateinische Sprache zu lehren versteht, findet zu Ostern, k. I. bei einem Gehalte von 80 Thlr. und freier Station bei mir eine Hauslehrerstellt. Wenn derselbe den Klavierunterricht übernehmen könnte, so wäre es mir besonders lieb. PH. Schönewald. Wiltebadessen bei Paderborn. Qin israelitischer Lehrer, der über seine Leistungen in den gewöhnlichen hebräischen und deutschen Etementargegerrstäuden, so wie als Kantor und Prediger die besten Zeugnisse besitzt, wünscht mit Juni e. oder spater eine angemessene Stelle zu übernehmen, und würde er einer größer» Gemeinde, welche einen geregelten Gottesdienst im Sinne gemäßigter Reform besitzt, resp. einzurichten wünscht, den Vorzug geben. — Derselbe ist im Stande, einen großem Chor einzuüben und zu leiten, so wie auch Unterricht in der Musik und der französischen Sprache zu ertheilen. Gef. Offerten beliebe man bald unter Chiffre j8. 8. franko zu richten an die I. C. Kriegerische Buchhandlung in Kassel. In einer der bedeutenderen Modewaarenhandlungen Braunschweigs kann sogleich ein Lehrling placirt werden. Nachricht ertheilt auf frankirte Briefe Herr H. Goldberg in Braunschweig. C5T* In meinem Manufakturwaarengeschaft kann ein befähigter Lehrling von guter Herkunft, bei freier Kost und Logis und sonst sehr annehmbaren Bedingungen, sofort placirt werden. S. Mosheim in Marburg. (Handtungslehrling.) Ein Sohn anständiger Eltern, der die Handlung zu erlernen wünscht, und hinreichende Schulkenntnisse besitzt, kann zum 1. Mai c. in meinem Tuch-Manufaktur- und Eisenwaarengeschaft, welches am Sonnabend geschlossen bleibt, unter annehmbaren Bedingungen placirt werden. Egeln bei Magdeburg. M. I. Blrrrnenthal. Ein Lehrling, mosaischen Glaubens, von ordentlichen Eltern und mit den erforderlichen Schulkernrtniffen versehen, kann in einer Manufaktirrwaarenhandlung sofort oder zu Ostern placirt werden. Hierauf Reflektirende wollen sich in selbst geschriebenen frankirten Briefen unter Z. No. 12 an die Expedition d. Bl. wenden. Druck von I. B. Hirschfeld in Leipzig.