Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 14 (1850)
- Issue
- Heft 49 (2.12.1850)
- Date
- 1850-12-02
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XIV, Jahrgang No. 49. Allgemeine Zeitung -es AudcnthumS. unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Dr. Ludwig Philipps»«, Ra bbine« zu Magdeburg. Verlag von Baumgartners Buchhandlung zu Leipzig. Leipzig, den 2. Dezember 1850. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Wels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit leS Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Nzr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22*/2 Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buil^andlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sachf. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikelr Dir für ein Hospital in Jerusalem gesammelten Gelder btdr-csfend. Beiträge für Schleswig- Holstein. — Zum G) a inlckafeste. Zeitungsnachrichten? Deutschland: Berlin, Berlin, Berlin, Breslau, Magdeburg, Steele. O e st e r r e i ch i sch e r Kaiserstaat: Wie«, Prag. Polen: Warschau. Türkei: Konstantinopel. Literarische Nachrichten r Magdeburg (Schluß). Belletristisches: Briefe und Spaziergänge eines jüdischen Studenten. (Fortsetzung.) Leitende Artikel. Magdeburg, 25. November. Die für ein Hospital in Jerusalem gesammelten Gelder liegen noch unter der Nbhut der Herren Ae (testen in Braunschweig in Im dortigen Leihamtskasse. Wir haben heute die nöthiz m Papiere nach dort gesandt, um die gerichtliche Proklanivmng zu erwirken, damit nunmehr diejenigen Gelder zurüützezahlt werden, welche von den Gebern zurückverlangt worden sind, die uns zu Unterstützung jüdischer Kassel, in deutschen Badern verwilligten zu diesem Zwecke verwendet werden. Dies zur Nachricht für die Betreffenden. Die Schuld der Verzögerung liegt allerdings an uns, da mr von überhäuften Arbeiten uns abhalten ließen, die nichigen Papiere zu schreiben. Die Redaktion. Für die verunglückten Israeliten in Friedrichsstadt (Schleswig-Holstein) sind ferner eingelaufcn aus Fulda: Herr H. Epstein 3 Fl. 30. Frau Wittwe Löser 3 Fl. 30. Herr N. N. 2 Fl. B. I. H. 8 Fl. S. B. H. 2 Fl. Louis Meyer 1 Fl. Rothschild 1 Fl. D. Epstein 3 Fl. 30. S. E. 1 Fl. M. W. W. 1 Fl. 12. N. N. 1 Fl. 12. R. 1 Fl. 45. F. Wallach 2 Fl. S. Oppenheim 3 Fl. 30. Js. Löwcnthal 1 Fl. 12. Von einer guten Frau 1 Fl. 30. I. W. 24 Kr. F. F. 3 Fl. 30. F. M. 3 Fl. 33. M. K. in Mackenzell 1 Fl. 45. M. W.inHünfeld 12 Kr. Zusammen 47 Fl. 15, das ist 27 Thlr. Pc. Krt. Ferner von der Gemeinde in Heinrichs bei Suhl: 2 Thlr. — Zusammen mit den früheren 14 Thlrn. 43 Thlr. Wir lassen für die, welche unsere Bitte in No. 44 vielleichl übersahen, den Haupttheil derselben hier nochmals folgen: „Jedermann kennt das Unglück, das über Friedrichsstadt in Schleswig-Holstein gekommen. Von den 507 Häusern der Stadt sind durch das Bombardement nur 2 unbeschädigt geblieben, 137 sind völlig zerstört. Viele Einwohner sind verwundet, 10 getödtet worden; unter den Ersteren befindet sich, auch eine jüdische Frau, der beide Beine abgeschossen und ihr Kind neben ihr getödtet wurden. Das Spielen der glühenden Kugeln und das Bombardement sing an, ehe ein Mensch sich dessen versah. Friedrichsstadl ist eine der wenigen Städte in Schles-