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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1850-10-07 · Heft 41 (7.10.1850) · p. Seite 576

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
14 (1850)
Issue
Heft 41 (7.10.1850)
Date
1850-10-07
Page
Seite 576 (sequence 12)
Language
German
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576 Kollektkrens, welches unter allen Umstanden höchst mißlich ist, immer geringer werden und nach Haindorfs, so Gott will recht spatem Ableben zuletzt noch mehr abnehmen müsse, daß also der angegebene Weg zur Fondirung des seit einer solchen Reihe von Jahren, in den Augen einer ganzen Generation bewährten gemeinnützigen Instituts das einzige Rettungsmittel sei, darüber wird wol Niemand die leisesten Zweifel hegen, der unsere Zustande nur einigermaßen mit unbefangenem Blicke überschaut. Keiner ist zu gering und unvermögend, um hier nicht irgendwie mithelfen zu können. Und sollte denn wirklich unter uns schon jeder Funke jener frommen Hingebung unserer Altvordern verglimmt sein, die, wo nur ein „eine fromme Stiftung" gegründet werden sollte, mit Allem schnell und willig bereit waren, was sie vermochten i Wir glauben es nicht. Uno wenn auch in Einzelnen; in der Gesammtheit, in den Gemeinden Israels gewiß nicht. Diese, vorzugsweise die westphalischen, sind im Stande, selbst auch ohne Jene, den Fortbestand unsers für sie so wichtigen Seminars zu sichern, wenn sie nur, was nicht entfernt drückend werden kann, nach Verhaltniß jede eine jährliche Quote für dasselbe in den Gemeindeausgaben aussetzen wollen. Versteht sich, daß von allen ihren Wohlthatenempfängern unsere Lehrer, schon aus Erkenntlichkeit gegen eine Anstalt, der sie ihre Ausbildung und ihre Existenz verdanken, sahen auch nicht gerade sie das Bedürfniß einer Wiedergeburt derselben am Besten ein, zumeist dazu beitragen können und werden. Gilt es doch ein großes und edles Werk, und die nachwachsenden Geschlechter werden sie dafür segnen. Möchte darum diese herzlich wohlgemeinte Aufforderung nicht spurlos verhallen! Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen l1/* Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Vertagshandlung. Zu Neujahr 1851. wird in der hiesigen israelitischen Gemeinde die Stelle eines Religionslehrers, Vorbeters und Schächters, verbunden mit einem fixen Gehalt von 100 Thlr. Pr. Krt. nebst freier Beköstigung, vakant. Bewerber wollen ihre Zeugnisse baldmöglichst portofrei einsenden an den Vorsteher M. Riesenthal in Hagenow in Mecklenburg. Zum bevorstehenden pt sucht die jüdische Gemeinde zu Drossen einen Lehrer, Vorbeter und Schächter. Das Nähere ist auf portofreie Briefe zu erfragen beim Vorsteher S. Guthmann. In einer großen Stadt Süddeutschlands wird unter günstigen Bedingungen für einige israelitische Familien ein Hauslehrer gesucht, welcher mehrere Kinder außer der Schulzeit beschäftige und einige derselben — drei Knaben — für das Gymnasium vorbereiten helfe. — Ein Kandidat der jüdischen Theologie würde den Vorzug erhalten. — Das Nähere auf frankirte Zuschriften bei der Redaktion d. Bl. Ein lunger unverheiratheter Mann, mir den besten Qualifikationsuno Moralitätszeugnissen versehen, sucht eine Lebrer-, Kanror- und Preoigerstelle, am Liebsten bei einer Reformgenofsemchaft; derselbe könnte gleich eintteten. Offerten (franko) unter Lit. ß. B. besorgt die Baumgarrner'sche Buchhandlung in Leipzig. In meinem Geschäft kann sofort ein Lehrling rechtlicher Eltern engagirt werden. Betgard, den 24. September 1850. Israel Jaeoby. Literarische Anzeige. Im Verlage von W. Blum, Keißnersche Hofbuchhandlung in Meiningen erscheint und ist in allen Buchhandlungen und Postämtern zu bestellen: Liturgische Zeitschrift zur Veredelung des Synagogengesanges mit Berücksichtigung des ganzen Synagogenwesens herausgegeben in Gemeinschaft mit vielen israelitischen Gelehrten, Kantoren und Schullehrern von H. Ehrlich in Berkach bei Meiningen. Diese Zeitschrift, die sowol den logischen als praktischen Theil der jüdischen Liturgie enthalten soll, erscheint in fortgesetzten Heften, wovon das Heft nur 7*/2 Ngr. für baldige Subskriptionen kostet. Durch dieses Organ soll sowol eine Gleichheit und Einförmigkeit des überall so sehr verschiedenen Gottesdienstes durch Gesang und Gebet erstrebt, als zugleich der Mangel an zeitgemäßen passenden und billigen Synagogengesängen abgeholfen werden. An allgemeinem Interesse dafür wird es gewiß nicht fehlen, besonders da alle dahin einschlagenden Artikel und Gesänge ganz kostenfrei ausgenommen, und ein solcher Preis für Notendruck nur billig zu nennen ist. Druck von I. B. Hirfchseld in Leipzig.

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