Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 14 (1850)
- Issue
- Heft 37 (9.9.1850)
- Date
- 1850-09-09
- Page
- Seite 520 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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52V len Herrn Bezirkshauptmanns und dessen umsichtiger Leitung dieses konstitutionellen Aktes unfern Beifall und unsere Hochachtung zu zollen, um so mehr, als er sich durch seine Unparteilichkeit und Gcrechtigkeitsliebc bereits früher unsere Anhänglichkeit so wie die des ganzen Bezirks im hohen Grade zu erwerben gewußt hatte. Frankreich. Paris, im August. Am 11. li. fand die Wahl der Mitglieder der Konsistorien statt; auf 997 eingeschriebene Wähler in Paris und Umgegend haben 476, also nicht die Hälfte, ihre Stimmen abgegeben. Es wurden gewählt: Mitglied des Zentralkonsistoriums für Paris, Anspach mit 366 Stimmen; Mitglieder des Konsistoriums von Paris Dr. Cahen (sehr konservativ) mit 443, H. Bloch mit 387, Ad. Israel mit 298, Sciama mit 297, G.Halphen mit 270 und O. Dupont mit 252 Stimmen. Die Arch. isr. de Fr. sagen über diese Wahl: „So wie das Konsistorium zusammengesetzt ist, schließt es Elemente der Thätigkeit und guten Willens ein; wir wollen es nun bei der That erwarten. Das Konsistorium wird gut thun, nicht zu vergessen, daß es nicht mehr wie ehemals das Produkt einer privilegirten und sehr beschränkten Notabilität, sondern das des allgemeinen Stimmrechts ist, und wenn es ehrenvoll ist, die Stimmen einer großen Zahl erhalten zu haben, so legt diese Ehre auch Pflichten auf. Die frühere Verwaltung war nur der Staatsverwaltung gegenüber verantwortlich, und setzte sich mit seinen Verwalteten nicht genug in Verbindung. Das Konsistorium muß sich nicht blos durch Akte guter Verwaltung kenntlich machen, sondern auch von Zeit zu Zeit dem Bezirke Rechenschaft darüber ablegen, damit sie besser anerkannt werden." Das neue pariser Konsistorium hat große Aufgaben zu erfüllen: zuerst einen neuen Tempel zu bauen, und dann den Gottesdienst würdig herzustellen und ihm die Predigt einzuverleiben. —. Der neue Tempel zu Metz wird am 30. August cingeweiht. (Also am selben Tage, wo Sachs in Berlin und wir in Eisleben eine neue Synagoge weiheten. Redakt. d. A. Z. d. I.) —. In jüngster Zeit ist in der Schweiz wieder mehreren Franzosen, weil sie israelitischen Glaubens sind, der Aufenthalt verweigert worden. (Nach den Arch. isr. de Fr.*)] *) Unser Kollege sagt in einer Anmerkung: er bemerke einfür allemal, daß die Nachrichten aus Deutschland, Rußland und Polen (er müßie wol Ungarn, Galizien rc. hinzufügen) der Allg. Ztg. des Judenthums entnommen sind. Wir wünschen nicht, daß er dies wirklich ausfuhre. Es ist das Interesse der Presse, daß die Quellen genannt werden. Wir würden sonst ebenso mit den französischen Artikeln verfahren, wodurch dann nur die aus dem llniv. isr. entlehnten Artikel im Einzelnen benannt würden. Das können die Arebives nicht wünschen. Redakt. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen l'/i Ngr.(1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Mit dem 1. Oktober d. I. wird die Vorsänger- und Schächterstelle bei der hiesigen israelitischen Gemeinde besetzt. Die Bezüge berechnen sich jährlich auf einen Geldwerth von 350 Fl. Befähigte Bewerber haben ihre mit Zeugnissen belegten Gesuche längstens bis zum £0. September a. c. bei der unterfertigten Kultusverwaltnng portofrei einzureichen. Diejenigen Bewerber, deren Zeugnisse der Gemeinde Zusagen, werden sodann persönlich vorgeladen, und ihnen die nähern Bedingnisse bekannt gemacht. Feuchtwangen in Mittelfranken (K. Bakern), den 11. August 1850. Die israelitische Kultusverwaltung. Meier I. Holzinger, Vorstand. c^r Ein jüdischer Lehrer sucht eine Stelle. Adresse ist bei der Redaktion d. Blattes zu erfragen. In Baumgartners Buchhandlung zu Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Kleiner Katechismus der Geschichte Israels (bis zu nusrer Zeit), der Bibelkunde, der Landeskunde des alten Palästina und der jüdischen Liturgik. Von Dr. Ludwig Phitippson, Rabbiner. In 8. roh 4 Ngr. (3 gGr.) geb. 5*/2 Ngr. (4 */2 gGr.) Druck von I. B. Hirschfeld in Leipzig.