Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 14 (1850)
- Issue
- Heft 34 (19.8.1850)
- Date
- 1850-08-19
- Page
- Seite 480 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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480 unsere Mannfaktur- und Modewaarenhandlung alS Lehrling rintreten, und «erden wir auf frankirte bezügliche Anfragen die näheren Bedingungen mitthrilen. Noch bemerken wir, daß an den Sabbat- und Festtagen unser Geschäflstokül geschlossen bleibt. Nordhausen, den 15. August 1850. Bach <& Herzfeld. Literarische Anzeigen Zu den bevorstehenden Festen können wir zu erbaulichem Lesen, oder zum Vorlesen in Synagogen, die keinen Redner haben, empfehlen: Phttippson s Siloah. Erste und zweite Sammlung von Predigten. Jede Sammlung 1 Thlr. 10 Ngr., durch jede Buchhandlung zu beziehen. Leipzig. Baumgärtners Buchhandlung. PleHner, Festvorbereitungsreden f. Israeliten, statt 2 Thlr. für 24 Ngr. Dessen Trauungsreden, statt 22*/2 Ngr. für 10 Ngr. zu beziehen durch jede Buchhandlung von Ernanuel Mai in Berlin. Bei Geortz Franz in München ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Geographisch-geometrische Ideen von Benedict Henke. Mit 1 Kupfertafel und 1 Lithographie. München 1850. 52 Seiten in 8. Preis 48 kr. oder 14 Sgr. Die mannigfaltigen in diesem kleinen aber inbaltreichen Werke kurz, klar und faßlich vorgetragenen Ideen verdienen der Aufmerksamkeit des Publikums besonders empfohlen zu werden, weil sie nicht nur neu und interessant, sondern auch gut und richtig sind. Der Verfasser hat durch ihre gründliche Behandlung und nützliche Anwendung dem Studium der mathematischen Geographie, welches wegen feiner Trockenheit und schweren Anschaulichkeit auch von den gebildetsten Männern vernachlässigt oder wieder vergessen zu werden pflegt, eine sehr anziehende Seite abgewonnen, deren Behandlung künftighin gewiß auch ihren Weg in die geographischen Lehrbücher finden wird. — Für welchen weit größern Kreis von Lesern aber dieses Buch nützlich, lehrreich und unterhaltend sein wird, ergiebt sich aus der hier folgenden Uebersicht. Einleitung. Grundstoff dieser Ideen. I. Die polytopische Uhr. Die gestellte und die ausgeschriebene Aufgabe' Verfehlte Lösung durch komplizirte Kunstuhren, vollständige durch geographische Prinzipien. Neuheit, Einfachheit und Leistungen der polyt. Uhr: bezüglich-aller ihrer Orte, für den jedesmal beliebigen Hauptort, im Wand- oder im Taschenformat. Irrige Vergleichung mit einer astronomischen Uhr vom Jahre 17 in Freiburg. II. Die Geisterstunde. Ist sie von 11 bis 12 oder von 12 bis 1 Uhr? Die Gespensterfurcht und der Beweis ihrer Grundlosigkeit mittelst der polyt. Uhr. Der Herenball auf dem Blocksberg. Zauberer und Heren, welche ihn auch bei schnellster Luftfahrt verfehlen müßten. Die elektro-magnetischen Telegraphen. Geisterstunden bei hellem Tage. Eine ganze Geisterstunde sammt Geistern zuviel oder zuwenig. Unmöglichkeit der Geisterstunde. NI. Die Tageswende. Entstehung dieser Idee durch gelöste Räthsel auf der Polyt. Uhr. Was die Tageswende ist. Reisen über dieselbe und Verwandlung der Tage: Samstag und Sonntag zugleich am nämlichen Tage und Orte; jüdischer Sabbat am Sonntag , christlicher Samstag, christlicher am Montag, jüdischer am Freitag. Weitere Veränderungen und anomale Erscheinungen. IV. Der erste Tag. Wie dieser hier ru verstehen. Zweierlei Anfang und mehrerlei Dauer desselben. Bildliche Darstellung. Standpunkt der biblischen Schöpfungsgeschichte auf der Erde. Warum sie den ersten Schöpfungstag nicht den „ersten" Tag nennt. Wie die biblische Chronologie und die Zeitrechnung „von Erschaffung der Welt" zu verstehen. Das geologisch bewiesene weit höhere Alter der Erde nicht in Widerspruch mit der heil. Schrift. Die Tag- und Nachtgleiche. Die jüdische und die französisch-republikanische Zeitrechnung. Theoretische Ableitung der Tageswende vom „ersten Tag" und vom Orte der Erschaffung Adams. V. Oer europäische und der asiatische Tag. Geschichtliche Entstehung und geographische Richtung der wirklichen Tageswende. Nützlichkeit ihrer Einzeichnung auf den Karten. Vorschlag und Quellen hiezu. VI. Die Weltumsegler. Warum sie durch ihre Reise einen ganzen Tag — aber keine einzige Minute — mehr oder weniger erleben als andere Leute? vil.^ Jüdischer Sabbat am Sonntag. Stetes Festhalten am siebenten Tag. Verwandlung des Samstags in den Sonntag durch Reisen. Abgekürzte Wege, Zeit und Kosten. Zulässigkeit in religiöser, und Nützlichkeit in religiöser wie in bürgerlicher Beziehung. Zeitverschiedenheiten zwischen den Sabbaten verschiedener One, zwischen ihnen und dem von Moses gefeierten, zwischen diesem und dem von Gott selbst gehaltenen Sabbat. Abweichungen in der Periodizität bei allen jüdischen Festen, besonders bei dem Versöhnungs- und bei dem Neujahrsfeste. Gegenseitige Beziehungen der den Sonntag und der den Samstag feiernden Juden. Beilage zu I., II., UI. und VII. Abbildung der polytopischen Uhr. In Baumgärtners Buchhandlung zu Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Geschichte dev Juden von der Zerstörung Jerusalems an bis auf die gegenwärtigen Zeiten. Von HannaAdamsin Boston in Nordamerika. 2 Thle. gr. 8. 3 Thlr. In unserm Publikum haben wir eine bedeutende Klasse, welche nur des jüdischen Lesens kundig ist. Daher empfehlen wir der geehrten Geschäftswelt, welche mit unserm Lesepublikum direkt oder indirekt verkehrt, hiermit unser Journal zu Privatanzeigen. Der Raum einer Petilzeile wird mit 3 kr. Konv.- Münze berechnet. Die Expedition der jüdischen Post in Lemberg. Druck von I. B. Hirschfeld in Leipzig.