Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 14 (1850)
- Issue
- Heft 33 (12.8.1850)
- Date
- 1850-08-12
- Page
- Seite 464 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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464 würden. Die Mittel zur Errichtung und Erhaltung derselben, die beispielsweise in Mahren für dieses Kronland durch den Landesmassefonds bereits vorbereitet sind, sollten entweder auf die vorangedeutete Weise einzubringen und zu befreiten sein, oder was noch besser wäre, ein Fonds zu dessen Erhaltung gesammelt und bestimmt werden. Man kann wol nicht anders, als dis auf den Punkt der allgemeinen Volksschule sich mir diesen Vorschlägen übereinstimmend erklären. Was wir für die Gegenwart in Ungarn Betreffs der Volksschule für nöthig anerkennen, haben wir in den in diesen Bl. gegebenen „Sendschreiben" schon ausgesprochen. Möchte aber bald das Wort zur That werden! möchte die Zeit, die günstig ist, nicht unbenutzt vorübergehen! möchten Männer von Geist und Herz, wie derVerf. unleugbar ist,Hand an's Werk legen, sonst ist auch ihr Wort — eine Stimme in der Wüste! Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1J/4 Ngr. gGr.) Gebühren für die gespaltene Seile aus Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. (C^T" In derSamsonschen Freischule sollbaldmöglichst wieder ein verheiratheter Lehrer Mittlern Alters angestellt werden, dem das Amt eines Hausvaters übertragen werden kann. Derselbe muß, gleich seiner Frau, in ökonomischen Angelegenheiten erfahren und fähig sein, in den für eine gute Bürgerschule nöthigcn Lehrfächern, so wie im Hebräischen und dem Gesänge gründlichen Unterricht zu ertheilen. Der Hausvater und die Hausmutter müssen insbesondere diejenigen Eigenschaften besitzen, welche man bei gebildeten Eltern einer großen Familie zu fordern berechtigt ist. Dafür wird ihnen ein anständiges Auskommen zugesichert. Indem nun der Unterzeichnete, Namens der Administration des Samsonschen Legatenfonds, die befähigten Kandidaten zur Meldung auffordert und sich zu jeder weitern Auskunft bereit erklärt, bitter er, zur Vereinfachung der Korrespondenzen, 1) daß den Anmeldungen gleich ein genauer Lebensabriß und die Zeugnisse in möglichster Vollständigkeit beigefügt werden, und 2) daß die Kandidaten es dem Unterzeichneten und den mannigfach zu beachtenden Rücksichten zu Gute halten mögen, wenn die Antworten auf die eingefandten Zuschriften nicht vor dem Monate Oktober erfolgen sollten. Wolfenbüttel am 4. August 1850. Direktor Ph. Ehrenberg. Ein 18jahriges, gesundes und wohlgebildetes Mädchen, israelitischen Glaubens, wünscht zu Michaelis als Verkaussmamsel in ein Weißwaaren- und Posamentirgeschäst, um es zu erlernen, wenn auch die beiden ersten Jahre ohne Gehalt, gegen freie Station, oder unter angemessenen Bedingungen in eine Wirthschast bei Glaubensgenossen einzutreten. Anträge erbittet man sich unter Chiffre M. H. durch die verehrt. Redaktion. Zur Beachtung. Der noch in Wirksamkeit stehenden fcühecn Judenordnung zufolge wird in der LembergerZeitung, nachdem das Triennium seit der Besetzung des samborec Kreisrabbinats durch Herrn S. D. aus Böhmen bereits abgelaufen, ein neuer Konkurs zur Wiederbesetzung dieser Stelle von Seiten des k. k. Kreisamtes zu Sambor ausgeschrieben. Der würdige Rabbine kann kaum gewillt sein sich von seinem, wenn auch dürftig nährenden Posten, verdrängen zu lassen, so lange ihm nicht eine anderweitige Berufung einen seinen eminenten Fähigkeiten angemessenen Wirkungskreis eröffnet. Von der Ehrenhaftigkeit gebildeter Rabbinatskandidaten (sie muffen mit philosophischen und pädagogischen Zeugnissen versehen sein, um zur Konkurrenz zugelassen zu werden) steht es zu erwarten, daß sie sich jeder Mitbewerbung enthalten werden, um sich durch ein derlei nsorr kein Dementi I zu geben. Uebrigens stehen den Kandidaten in den noch I vakanten Kreisrabbinate zu Stry, Tarnopol, Bochnia > u. s. w. die Kongruenz auf ein Märtyrerthum offen, ohne! erst genöthigt zu sein, eine Familie brodlos zu machen.! Brody, am 18. Juli 1850.! Ein Freund der Unterdrückten. Zu den bevorstehenden Festen! können wir zu erbaulichem Lesen, oder zum Vorlesen in! Synagogen, die keinen Redner haben, empfehlen: i Philippsons Siloah. . Erste mit» zweite Sammlung von Predigten. l Jede Sammlung 1 Thlr. 10 Ngr., durch jede Buch-! Handlung zu beziehen. > Leipzig. Baumgartners Buchhandlung. i Im Verlage der H. NeiSuer'schen Buchhandlung in Glogru ist erschienen, und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Vollständiges Gebetbuch der Israeliten,! übersetzt und mit Anmerkungen versehen von H. AvN-! heim. Preis für 31 Bogen Text und Uebersetzung 1.5 Sgr. In unfetm Publikum haben wir eine bedeutende Klaffe, welche nur des jüdischen Lesens kundig ist. Daher empfehlen wir der geehrten Geschäftswelt, : welche mit unftrm Lesepublikum direkt oder indirekt verkehrt, hiermit unser Journal zu Privatanzeigen. Der Raum einer Petitzeile wird mit 3 kr. Konv.- Münze berechnet. Die Expedition der jüdischen Post in Lemberg. Berichtigung. In dem „ersten Sendschreiben an die ungarischen Israeliten" No. 32. S. 43V. Sp. 1. Z. 1. muß es 1 heißen „Unbildung", nicht „Umbildung". Redaktion. Druck von I. B. Hirschfeld in Leipzig.