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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1850-08-05 · Heft 32 (5.8.1850) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
14 (1850)
Issue
Heft 32 (5.8.1850)
Date
1850-08-05
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XIV. Jahrgang No. Allgemeine Zeitung des Au-cnthumS. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Vertag von Dr. Ludwig Philippfon, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. zu Leipzig. Leipzig, den 5. August 1850. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 9 6 Bogen in Quart inkl. des Rötels, Registers u. s. w. umfassen. Ln Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der PrniS äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22 V2 Ngr. (18 gGö.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspert itron für beide Letztere hat sich die königl. sächs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Harfenklänger Israel, der Held. Von Gustav Gottheit. leitender Artikel: Erstes Sendschreiben an die ungarischen Israeliten. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Weimar, aus Baiern. OesterreichischerKaiserstaat: Krakau,Wien, Wien, aus Ungarn, aus Mähren. Großbritanien: London, London. Rußland: Warschau. Abhandlungen verschiedenen Inhalts: Die jüdische Schule, von Eduard Wol ffberg. — Neber die jüdischen Elementarschulen des Großherzogthums Posen, von Gustav Gottheit. — lieber die massoretische Punktation von nrr und n-r, von vr. Hochstädter. Literarische Nachrichten: Magdeburg (Fortsetzung). Harfenklänge. Israel, der Held. Von Gustav Gottheit. Kennt Ihr den altersgrauen Helden, Der Euch von mancher heißen Schlacht, Von manchem Siege Euch kann melden, Die er mit ewigem Muth vollbracht? Kennt Ihr das Haupt nicht, das ergraute, Mit dem zernarbten Angesicht, Das oft dem Tod in's Auge schaute Im Kampfe für der Wahrheit Licht? Der Held ist alt, wie die Geschichte, Jahrhunderte nur zählet er! Was Euch nur lebet im Gedichte Sah dieser alte Wanderer. Den Staub der Vorwelt auf deri -Füßen, Zog er zum Kampf von Land zu Land, Und heute noch seht Ihr den Rü sen Dicht an des Zeitenflusses Strand. Fragt nur Egyptens Mausoleen, Die die Tyrannen einst erbaut: Den Helden haben sie gesehen. Den jungen Helden, heut' ergraut! O, könnten tausend Steine reden, Ihr hortet auf dem ganzen Rund Von seinen Kämpfen, seinen Fehdm Ein groß' Gedicht aus ihrem Mv«d. In Wüstensand hat er gezogen Die Spur, die noch kein Wind vnivehtz Sein Fuß schritt durch den Dranz der Wogen, Wo trotzend noch sein Denkmal stecht. In Felsen grub er seine Schritte, Auf Bergen pflanzt' er sein Panim, Es hallten donnernd seine Tritte Auf höchster Berge Luftrevier! Er hat der Feinde viel bezwungen^ Die heut' ein Name kaum noch iusmt; Er hat sich muthig durchgerungen Durch Feinde, die Ihr jetzt noch imnt:

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