Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 14 (1850)
- Issue
- Heft 29 (15.7.1850)
- Date
- 1850-07-15
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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XIV. Jahrgang. No. SS Allgemeine Zeitung -cs Zu-cuthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Dr. Ludwig Philippson, Rabbiner zu Magdeburg. L«erlag von Baumgärtmers Buchhandlung z» Leipzig. Leipzig, den 15. Juli 1850. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in £U<ut in fl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu gebsm, ist der Preis äußerst niedrtgr mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22 '^2 Ngr. (JS gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Erpeditionen nehmen Bestellungen il n; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sachs. Zeitungs-Expedition allhier unterzoge°>r. Inhalt. Harfenklänger Dichtung und Wahrheit. (Fortsetzung.) Leitender Artikel: Die Fundamente der religiösen Ueberzeugung. Zeitungsnachrichten: Deutschland: aus der Wetterau, Berlin, Krefeld, aus Niederschlesien, aus der Provinz Posen. Oesterreichisch er Kaiserstaat: Prag, aus Ungarn, Pesth, Wien. Donau fürstenthüm er: aus der Moldau, ans der Moldau. Frankreich: Paris. Amerika. Holland: Amsterdam. Abhandlungen verschiedenen Inhalts: Die Einleitung zu den Psalmen. (Schluß.) Harfenklänge. Dichtung und Wahrheit. 16. Du hast Dein Erdenrund mit ew'gem Tage, Mit ew'ger Nacht und ew'gem Morgenroth Zugleich geschmückt — Es zieht ringsum das Morgenroth voran, Und hinter'm Tage folgt die Dämmerung, Und ihre Schleier breitet dann die Nacht. So ziehet ewig in der Höh der Zug Und deckt mit Schatten und mit Licht die Tiefe. Und also ist es mit des Menschengeistes Geheimnißvollem Weben — Nie weicht die Nacht, nie fehlet ganz das Licht, Dort legt das Rosenroth der Phantasie sich um, Und hier der Schwermuth dunkler Dämmerungsschimmer. Nicht mit dem ew'gen Frühling kränztest Du Und mit des Herbstes Nehren kränze nicht Dein Erdenrund — Des Winters fleckenloses Leichentuch Macht Platz der holder Blüt-endecke, Und was des Sommers Glut gereift, Pflückt wonnereich des herbstes Hand. So schreitet stets dahin der Zag, Und alle kommen, alle Deichen wieder. Und also reichen in M Menschen Herzen Die Freud' und Trauer Lust und Weh Im Wechselreigen flüchtig sich die Hand. Hoch schwillt die Brust cin, Morgen von des Glückes Beschwingter Ahnung, Am Mittag rollt des Detters Ungethüm, Der Abend sinkt — Befried'gung nicht, doch Friede sinkt hernieder, Und Beide flieh'n, die Freude und der Schmerz. Leitender Artikel. Quedlinburg, 7. Juli. Die Fundamente! der religiösen Neberzepignng. Predigt, in ein« Filicil gemeinde gehalten. Wenn es dem Dien«« des Wortes nur selten gegönnt ist, vor die Gemeinde z« trete« und zu ihr zu sprechen)