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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1850-06-17 · Heft 25 (17.6.1850) · p. Seite 352

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
14 (1850)
Issue
Heft 25 (17.6.1850)
Date
1850-06-17
Page
Seite 352 (sequence 16)
Language
German
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3SS seiner Verheißung gemäß erhalten und immer wieder aufrichten; es beruhet aber auf Treue gegen Gott, auf Wahrheit und Recht (selbst Ps. 45). Jehuda allein ist würdig an der Spitze Jisraels zu stehen, da Ephrajim nur strafbar gewirkt hat. Aijon als Gottesstatte ist über alle Vernichtung erhoben; zerstört, erhebt es sich glanzvoll wieder. An die inneren Kämpfe reihen sich die äußeren, gegen die großen und kleinen Völker, denen Jisrael seine Existenz abzukämpfen hatte. Die Kampfe und Siege Davids, die Niederlage der Assyrer unter Chiskija, der Fall Zerusch., das Exil, die Wiederherstellung der Streitigkeiten der jungen jüdischen Kolonie mit den feindlichen Nachbaren treten hier bestimmt herein. Aber Jisrael ist immer erneueter Erlösung gewiß; durch seine ewige Erlösungskcaft führte es Gott aus Egypten und ertheilte ihm das heilige Land, durch sie führte er es aus Babel und laßt es von Neuem erblühen. Die Schlußzeit der Sammlung konnte dieser Anschauung nur günstig sein. Aber Alles kömmt darauf an, ob Jisrael der Lehre und dem Gebote Gottes treu anhanget, mit dem Halten daran ist ihm der Sieg, mit dem Verlassen derselben schwere Niederlage gewiß. Auch hier geht dann der Ps. auch auf den allgemeinem Boden hinüber, indem er die Lehre Gottes als höchste, erleuchtendste, rettendste und beseli- - gendste, als lauterste Gabe Gottes und theuerstes Besitzthum des Menschen feiert (19. 119). An dieses Verhaltniß Gottes zu Jisrael schließt sich dann die Betrachtung des Verhältnisses Gottes zur Welt. Der Pf. schreitet hier auf das Gebiet der Objektivität zurück. Aus den einzelnen Sprüchen über die Herrlichkeit der Welt und die des Weltschöpsers tritt insonders die Beschreibung der Natur als einer unendlichen Einheit glanzvoll im 104 Ps. hervor. Neben dem Preise Gottes als Schöpfers und Erhalters wird aber die ewige Herrschaft Gottes über alle Kräfte und Geschöpfe der Natur erkannt und gefeiert. Uebecall aber wird dieser Gott des Weltalls als identisch mit dem Gotte der jisraelitischen Anbetung hervorgehoben, ja ganz besonders der Gott der Schöpfung und der Gott der Offenbarung als ein und derselbe bemerklich gemacht und verbunden (19). Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen l* 1/* Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Vakanz. An der hiesigen israelitischen Schule ist die Stelle eines zweiten Lehrers erledigt. Der Jahresgehalt beträgt 100 Thlr. Pr. Krt. bei völlig freier Station. Bewerber wollen sich innerhalb drei Wochen von heute an entweder persönlich hier prasentiren, oder ihre Zeugnisse über Religiosität und über ihre Fertigkeit im Unterrichten der hebräischen und deutschen Schulwissenschasten anher einsenden. Moisling bei Lübeck, den 12. Juni 1850. Der Schulvorstaud. In einem angesehenen Hause in der Provinz Preußen wird ein Hauslehrer für 6 Kinder vom 6ten bis 14ten Jahre gewünscht, der den, diesem Alter angemessenen Unterricht, insonders auch in Religion und Hebräischem ertheilen kann. Freie Station und 100—150 Thaler Gehalt, je nach den Befähigungen des Lehrers. Anmeldungen franko zu richten an die Redaktion d. Ztg. Magdeburg, den 4. Juni 1850. *** Ein geprüfter Religions- und Elementarlehrer l. Klasse, Vorbeter mit musikalischen Kenntnissen, und ümw, auch befähigt gottesdienstliche Vorträge zu halten, mit den besten Zeugnissen über seine religiös-moralische Führung so wie über seine Leistungen, von resp. Gemeinden und Behörden, versehen, wünscht zu Michaelis e. — yrEtTTD rh — einen seinen Fähigkeiten angemessenen Wirkungskreis in einer Gemeinde. Hierauf reflektirende Gemeinden belieben sich baldigst in portofreien Briefen unter der Chiffre L. 8. an die verehrt. Redaktion dieses Blattes zu wenden. Anzeige. Unterzeichneter beabsichtigt zu Johannis d. I. in hiesiger Stadt ein Pensionat zunächst für israelitische Knaben zu eröffnen. Eltern und Vormündern, welche für ihre Kinder und Pflegebefohlenen eine sorgfältige, sittlichreligiöse Erziehung und resp. genügende Vorbereitung für ihren künftigen Lebensberuf wünschen, wird bei den vielen vortrefflichen Unterrichtsanstalten hiefelbst, hiezu eine günstige Gelegenheit geboten. Für gute körperliche Pflege, gewissenhafte Beaufsichtigung und Ueberwachung des häuslichen Fleißes wird garantirt. Hildesheim, im Juni 1850. L. Beradt, Lehrer an der israel. Volksschule. Druck von I. B. Hirschfeld in Leipzig.

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