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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1850-06-17 · Heft 25 (17.6.1850) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
14 (1850)
Issue
Heft 25 (17.6.1850)
Date
1850-06-17
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XIV. Jahrgang. No. ss. Allgemeine Zeitung des Zudcuthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Dr. Ludwig Philipps»«, Ra bbi ner zrr Magdeburg. Verlag von Baumgartners Buchhandlung zu Leipzig. Leipzig, den 17. Juni 1850. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers t*. s. n», umfassen. Zn Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst nie dr tg: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22^2 Ngr. (18 gGr.) für das Viec-teljah-r angesetzt worden. Me Buchhandlungen, Postämter und Aeitungs-Erp editionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide letztere hat sich die königl. sachs. Aeitungs-Erpedition allhier unterzogen. Inhalt. Harfenklänge r Dichtung und Wahrheit. (Fortsetzung.) Leidender Artikelr Die Judenfresser an der Spree. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Frankfurt a. M., Nürnberg. Oesterreichisch er Kaiserstaat: Trebitsch, Wien, Wien, Pesth, aus einer böhmischen Gemeinde, Krakau. Frankreich: Paris. Groß-ritanien: London, London. Italien: Rom. Rußland: von der polnischen Grenze. Abhandlungen verschiedenen Inhalts: Einleitung zu den Psalmen. (Schluß.) Harsercklänge. Dichtung und Wahrheit. 7. Geboren bist Du in dem Land der Palmen, Und auf der Wandrung groß gesaugt; Als Knabe unter Pyramiden wohnend, Verschmähtest Du der Mumien Kunst; Der Jüngling zog gerüstet durch die Wüste, Zog durch die Wüste Lehrlingszeit; Da brach der Mann, sich Wohnsitz zu erobern, Zn seiner Kindheit Flur zurück, Und Kamps auf Kampf bestand er, mit der Fahne Des Glaubens in dem starken Arm. — — Warst Du ein Greis, als Dir der Stab des Pilgers Gedrückt ward in die wunde Hand? Wie weit vermöchte wol ein Greis zu ziehen, Daß todesmüd' er sänke in das Grab? Doch nein! Du sankst zur Gruft, als Deinem Tempel Jusammenstürzten Saul' und Dach, Als Deiner Städte hohe Mauern sanken, Und Dein Altar entheiligt brach) Du sankst zur Gruft, als Dir nach schwerem Kampfe Der Freiheit Hort der Feind zerschlug: Du wolltest nicht im Joch des Knechtes leben, Wo frei gebietend Du gelebt... * Sankst in Die Gruft-doch bald aus ihr erstände« Zu neuem Leben, neuem Kampf; Nicht mehr gebunden an die enge Grenze, Ziehst durch die Länder Du die Bahn, Trägst Deine Fahne kühn durch alle Zonen, Baust Deinen Altar aller Orts; Dir ist der Himmel Deines Wohnens Grenze, Und Dein Gebiet der Erde Saum. Noch einmal Knab' in Deines Feindes Marken, In seinem Hause wachst Du auf; Und um den Jüngling fällt die Welt in Trünunee, Und neue Welten bau'n sich auf, Volk rückt auf Volk, und sie erdrücken Völker, Doch Dich erdrücken nimmer sie; Es flieht der Geist, es fliehet die Gesittung — Nicht Deine Sitte, nicht Dein Geist! Da wird auch Dir die Kette umgeschmiedet. Und klirrend schleppt sie hinter Dir,

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