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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1850-05-13 · Heft 20 (13.5.1850) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
14 (1850)
Issue
Heft 20 (13.5.1850)
Date
1850-05-13
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XIV. Jahrgang. No. SO. Allgemeine Zeitung des Zn-cnthnms. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Verlag von irr. Ludwig Philippson» Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. zu Leipzig. Leipzig, den 13. Mai 1850. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. ib Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22'/r Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzl worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sächs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Die Unlerftützungskaffe für Wittwen und Waisen israelitischer Geistlichen und Lehrer. — Der unsterbliche Judenhaß in Deutschland. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Hannover, Berlin, von der preußisch-polnischen Grenze, Mainz. Oesterreichischer Kaiser st aat: Wien, Wien. Die Schweiz: Walkringen. Großbritanien: London. Italien: Tuj rin. Frankreich: Paris. Literarische Nachrichten: Magdeburg (Schluß). Leitende Artikel. Magdeburg, 6. Mai. Die Unterstützun /.Skaffe für Wittwen und Waisen israelitischer Geistlichen und Lehrer. Wir haben in No. 18, nachdem wir den neuen Aufruf des Herrn vr. Formstecher mitgetheilt, versprochen, den Stand der Dinge, bis wie weit er 1848, als die revolutionäre Bewegung diese Angelegenheit abbrach, zu skizziren. Es war so. Zn No. 1 1848 war der Aufruf erfolgt—bis zum 16 März hatten bereits 44 Rabbinen und Prediger ihren Beitritt gemeldet. In No. 5 machten wir folgende Vorschläge: „Die Idee, die diesem Institute zu Grunde liegen muß, kann nicht sein, die Hinterlaffenen eines jüdischen Geistlichen über alle Noch und alles Bedürfniß hinauszuheben. Dazu würden die Kräfte nicht ausreichen. Auch werden die Gemeinden immer gehalten sein, ein Mögliches für die Wittwe und Waisen ihres Religionslehrers zu thun. Eine solche Kaffe kann nur die Bestimmung haben, durch eine bestimmte, bedeutende, jährliche Gabe das Dringendste zu befriedigen, und vor gänzlichem Untergange jedenfalls zu sichern. Von diesem Standpunkt aus würde unsre Ansicht dahin gehen, daß die sich zu dieser Kaffe vereinigenden Rabvinen und Prediger einen bestimmten jährlichen Beitrag zahlen, und dann aus diesen Beiträgen, nachdem zuvor durch 5 Jahre hindurch ein eiserner Fonds gesammelt worden, eine bestimmte Summe jährlich an jede ihrer Wittwen und Waisen gezahlt werde, so jedoch, daß, wenn der Bedarf für eine angewachsene Zahl der Bedürftigen größer als die Summe der Beitrage geworden, der Beitrag um das Benöthigste erhöht wird. Wir wollen dies durch Zahlen sofort deutlich machen. Ich nehme an, die am Institute Theilnehmenden belaufen sich auf 50. Der Beitrag ist jährlich 10 Thlr. Die Summe also jährlich 50V Thlr. Zn den ersten 5 Jahren findet keine Auszahlung statt. Macht einen eisernen Fonds von 2500 Thlr., der einen jährlichen Zins von 10V Thlr. trägt, und von da ab durch einen Einkaufspreis der Neuhinzutcetenden vermehrt wird. Vom 6ten Jahre an stehen also mindestens 600 Thlr. jährlich zu Gebote. Jede Wittwe erhält jährlich 100 Thlr., jede Waise bis zu ihrem löten Jahre 50 Thlr. Es können also schon 3 Wittwen und 6 Waisen ihre Un-

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