Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 14 (1850)
- Issue
- Heft 13 (25.3.1850)
- Date
- 1850-03-25
- Page
- Seite 179 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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179 schm Erziehungsanstalten zu Sydney zu beaufsichtigen haben, und muß nötigenfalls die Gebete an Sonnabenden und Festtagen vortragen können. Das jährliche Salär betragt 300 Pf. St. (2000 Thlr.), das von der Ankunft des Beamten in Sydney beginnt; die Kosten der Ueberfahrt werden von der dortigen Gemeinde bestritten. — Männer, die die Anstellung nachsuchen und sich in Betreff ihrer Qualifikation einer Prüfung vor einem eingesetzten Komittee unterziehen wollen, werden ersucht, sich in portofreien Briefen unter Einsendung ihrer Zeugnisse an den „Rev. Dr. N. M. Adler, Chief Rabbi — Crosby Square, London" innerhalb dreier Monate vom heutigen Datum zu wenden. Es hat sich in unserer Gemeinde das Bedürfniß nach einer Lehranstalt kund gegeben, welche, die Jugend vom ersten schulfähigen Alter aufnehmend, derselben eine gründliche Vorbildung nicht nur für den Eintritt in das bürgerliche und Geschäftsleben, sondern auch für eine weitere wissenschaftliche Laufbahn zu gewahren vermag. Wir haben uns dadurch veranlaßt gefunden, eine Anstalt dieser Art aus das Baldigste in's Leben zu rufen und fordern deshalb alle diejenigen auf, welche die entsprechende Befähigung zur Leitung einer solchen Anstalt Nachweisen können, bis zum 1. Mai e. ihre Bewerbung um diese Stelle dem Unterzeichneten Vorstande einzureichen und ihre Zeugnisse beizulegen. Berlin, den 17. März 1850. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. In einer kleinen Stadt meines Rabbinats wird ein junger Mann, der im Deutschen und Hebräischen recht tüchtig ist, so wie im Französischen und Englischen unterrichten kann, zum Hauslehrer gesucht; auch würde man einige Musikkenntniß gern sehen. Wer hierauf reflektirt, hat seine Zeugnisse frankirt einzusenden. Die Stelle würde freie Station und 80 bis 100 Thlr., auch Gelegenheit zur Ertheilung von anderweitigem Privatunterricht gewähren. Braunschweig. Dr. Herzfeld. Die Schächterstelle in Johannisburg ist Der Vorstand. Die bei der israelitischen Gemeinde zu Zerbst vakant gewesene Stelle ist besetzt. Erstand. Anzeige. Ein israelitischer, examinier er Lehrer, der durch das Medium der englischen Sprache, neben den gewöhnlichen Schulunterrichtsgegenständen, auch in der hebräischen, deutschen, französischen und lateinischen Sprache Unterricht zu ertheilen vermag, kann bei einem jährlichen Gehalte von fünfzig Pfund Sterling, gleich nach Ostern eine Hauslehrerstelle finden. Die Reisekosten werden zurückerstattet, und der Gehalt, nach einem Jahre, erhöhet. Hierauf Reflektirende wollen sich bald mit ihren Zeugnissen über Qualifikation und Charakter in frankirten Briefen wenden an Herrn SB. Lewis, Brigh ton, England. Pensionat für Töchter gebildeten Standes. Denjenigen israelitischen Ettern, die für ihre Töchter eine sorgfältige Erziehung und beziehentlich Vorbereitung für ihren künftigen Beruf wünschen, wird in einem Pensionat in Dresden die vollkommenste Gelegenheit hierzu geboten, da eine wissenschaftlich gebildete Dame, einem achtbaren Hause angehörend, der bereits einige Töchter der angesehensten Familien zur Ausbildung anvertraut sind, noch mehr junge Damen bei sich aufzunehmen wünscht. Auf desfallsige Anfragen sind die Herren Oberrabdiner Dr. Frankel, so wie S. G. Wallerstein in Dresden nähere Auskunft zu ertheilen gern erbötig. Direkte Anfragen bittet man an die Adresse Fräul. Minna Meyev in Dre.sden zu richten. Hierdurch rathe ich jedem Mitgliede einer jüdischen Gemeinde, welches in die Lage kommen sollte, in zeremonieller Beziehung eines Rabbiners zu bedürfen, sich ja nicht an den Oberrabbiner Herrn Eg er in Posen zu wenden, insbesondere nicht, wenn er dieserhalb eine große Reise zu unternehmen hat. Der Rabbiner Herr Eger versteht es nicht allein, unvorhergesehene Schwierigkeiten zu machen, sondern auch ein Versprechen zu verdrehen, daß ec nach vieler Mühe gegeben hat. Der Herr Rabbiner Eger scheint nur fromm zu sein, wenn es seiner Laune oder seinem Interesse zusagt, sonst würde er nicht gegen Jemand, der, eben um eine fromme Handlung wie Chaliza zu üben, eine Reise von circa 40 Meilen macht, so launenhaft und störend gehandelt haben, daß ich nach langer Verzögerung und Verlust von Zeit, dennoch genöthigt war, meine Zuflucht zu einem Rabbiner einer andern Stadt zu nehmen. * 8. G. Literarische Anzeigen Soeben ist erschienen: Eikan, M.. Leitfaden beim Unterricht in der Geschichte der Israeliten von den frühesten Zeiten bis auf unsere Tage, nebst einem kurzen Abriß der Geographie Palästina's für israelitische Schulen. 3te verbesserte und vermehrte Auflage. lOSgr. F. Eßmann in Minden.