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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1850-02-11 · Heft 7 (11.2.1850) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
14 (1850)
Issue
Heft 7 (11.2.1850)
Date
1850-02-11
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XIV. Jahrgang. No. V. Allgemeine Zeitung -es Zn-enthnms. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Dr. Ludwig Philippfon, Rabbiner zu Magdeburg. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung zu Leipzig. Leipzig, den 11. Februar 1850. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 90 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22 V* Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sachs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Harfenklänge: Das älteste Monument, von M. N o r d m a n n. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Berlin, Potsdam, aus dem Posenschen, München, Frankfurt am Main. Oesterreichischer Kaiserstaat: Prag, Wien. Frankreich: Paris. Die Schweiz: Bern. Dänemark: Kopenhagen. Polen: Warschau. Abhandlungen verschiedenen Inhalts: Kultuswesen (Schluß). Korrespondenz: Ueber die Zustände der Gemeinde. Belletristisches: Erzählungeneines Großonkels. (Fortsetzung.) Harfenklänge. Das älteste Monument *). Auf erhab'nem steilen Felsenberge Hoch gen Himmel steigt ein Monument, Riesenförmig find des Baues Werke, In der Erde tief das Fundament. Unerschütterlich auf festem Grunde Giebas von frühster, ältster Zeit uns Kunde. Tausend Stürme, tausende von Jahren, Tausend Ungewitter jeder Art Ueber das Gebäude find gefahren, Tausend Feinde sich um es geschaart. *) Die A. Z. d. Jud. wird ersucht, dies im Jntelligenzblatt der St. Basel abgedruckte Gedicht ihren Lesern ju geben. Korresp. Nichts vermochten Feinde noch Gefahren, Nichts der Zahn der Tausende von Jahren. Zwischen finstre Berge, wilde Klüfte Steht das altersgraue Monument. Nebeldampf, gewitterschwang're Lüste, Schwarze Wolkenmaffe ohne End', Machen rings umher die Atmosphäre Oft zum finstern dichten Nebelmeere. Aber von des Baues hohen Zinnen Ein weit strahlendes Leuchtfeuer glänzt. Eine treue Priesterschaar von innen Stets das Feuer nähret und ergänzt. Unermüdlich seit den' frühsten Zeiten Das Beleuchtungswerk sie stets dort leiten. Wanderer, die Ihr vorbei dort gehet, Sagt, was denkt Ihr von dem Monument? Von den alten Priestern, die Ihr sehet, Und von dem Leuchtfeuer, das dort brennt. Vor dem allsten Werk der Erd' Ihr stehet/ Weckt in Euch nicht Ehrfurcht, was Ihr sehet? Jene altergrauen, festen Mauern, Die seit viel Jahrtausend schon bestehn, Tausend Stürme konnten überdauern, Und die immer unverletzt wir sehn; Jene Priesterschaar, die unermüdet. Immer stets das heil'ge Feuer hütet-

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