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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1849-07-30 · Heft 31 (30.7.1849) · p. Seite 434

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
13 (1849)
Issue
Heft 31 (30.7.1849)
Date
1849-07-30
Page
Seite 434 (sequence 10)
Language
German
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434 Klassen in Entrüstung gesetzt hat. Der Prolegat, Monsignor Savelli, ließ einige Israeliten zu sich berufen und forderte von ihnen ein Darlehen von 12,000 Skudi. Da sie aus Mittellosigkeit diese Summe nicht herbeischaffen konnten, ließ er sie in ein Gesängniß einsperren. Ohne die Dazwischenkunft des Generals Wimpffen wäre es ihnen gewiß nicht gelungen, sobald in Freiheit gesetzt zu werden. Wohin werden dergleichen sträfliche Uebergriffe führen?" GroßbrLtanien. London, 17. Juli. Das Parlamentsmitglied Pattison ist gestorben. Er war ein Vertreter der City und unter den bereits aufgestellten Kandidaten wurde auch der bekannte jüdische Alderman Herr Salomons genannt. Türkei und Egypten. Aus Damaskus wird unterm 25. Juni gemeldet, daß in Folge eines aus Konstantinopcl angelangten Fermans alle nickt-islamiiischen Gemeinden aufgefvrdert worden seien, Vertrauensmänner aus ihrer Mitte zu wählen, welche von nun an mit im Divan (Gemeinderathe) sitzen werden. Mit dieser Wahl wurde natürlich nicht gezaudert und die erwählten Individuen erhielten mit Ausnahme eines einzigen aus der Gemeinde der nicht-uniirten Griechen sowol vom Pascha als von den türkischen Mitgliedern des Rathes die Bestätigung. Aus Beirut (28.) schreibt man unter Anderm: Amerikanische Missionäre sollen durch ihre zudringlichen Bekehrungsversuche einige Konfusion, namentlich unter den jüdischen Familien angerichtet haben. Doch hoffte man, daß diese Sache durch Herrn Montefiore, der eben aus Egypten angekommen war und nach Damaskus reist, werde beigelegt werden. Rußland. Aus Litthauen, im Juni. (Privatmitth.) Sie verlangen von mir eine richtige Schilderung unserer hiesigen Glaubensgenossen, in sozialer, literarischer und kommerzieller Beziehung, im letzten Jahrzehend des 19. Jahrhunderts, und wiewol sich noch nichts Bestimmtes davon sagen läßt, da in den letzten Jahren in manchen Orten Viele sich zum Ackerbau, Manche zu Handwerken k. begaben, und nach Anordnung der Regierung im künftigen Jahre eine besondere Eintheilung der im russischen Reiche wohnenden Juden in 4 Klaffen (rosriady) geschehen soll, wird es mir jedoch zum besondern Vergnügen gereichen, Ihnen eine Skizze derselben vorzuführen. Die Hoffnung, die wir ip'm p^rri rin von jeher hegten, daß dereinst auch die litthauer Juden für Bildung ihrer Kinder und Aufmunterung der Müßiggänger ihrer Glaubensgenossen zu Ackerbau und manchen anderen Arbeiten Sorge tragen werden, scheint uns zwar gegründet zu sein, werfen wir aber doch einen Blick auf die Hindernisse, welche oft noch leider den Gutgesinnten zuwiderlaufen. Es ist Ihnen schon längst bewußt, daß die litthauer Juden am Meisten ihre Frauen und Töchter immerwährend nur in die Buden versetzen, um dort als Krämer zu erscheinen und mit allerhand Waren zu schachern, ohne vorher weder Schreiben, Rechnen, noch richtiges Sprechen erlernt zu haben, und anstatt im Hause zu wirthschaften, befiehlt der Mann oder der Vater lieber des Morgens in die Bude zu gehen, wo sie beten, frühstücken und gleich darauf zu hausircn ansangen, oder als Schildwachen vor der Bude stehend die Käufer, Edelleute (ä'jms) mit den Händen in die Bude hineinziehen, mit den Schneidern, die sich bei den Käufern auch als Faktoren vorstellen, um den ihnen zukommenden Mäklerlohn (Dehaine) sich zanken, und wenn sie nachher erst am Abend nach Hause zurückkommen, die Wirthschast aber in größter Unordnung finden, ihren Zorn an den Männern und Hausmägden auslassen, während ff selbst durch ihre Abwesenheit diese Unordnung verursachten. Nun ist die Frage, wo war denn der Hausherr, der Wirth oder der Vater? Diese bringen ihre Tage im rvniNN nra zu, da sie meistentheils zu weltlichen Geschäften unfähig sind; das Wort des Talmuds arihb 'in ist bei ihnen in rechter Kraft, kaum hat der litthauer Jude des Morgens sein Bett verlassen, sehen wir ihn schon in's n'jariL laufen, ohne vorher sogar Getränk zu genießen, dort schlägt er sogleich das Gebetbuch auf, worin er auch für sein Bedürfnis (Nll-is) betet, d. h. daß seine Frau die Waren gut verkaufe und ihm nach Hause den fertigen Groschen bringe. Mit dieser Hoffnung lernt er nachher seinen W'« i ner Ker den, der für ihn seine K Chedar, Zeit in M e l a r Uebersel Schul mit Et auch E Schein dem S die Klc es sich chen ui ihrer K ben, r noch ei Reicher rung i! Allem leider armen z. B. R. zu und di jährlich Äusga . spendei : fchafte Minde zu verc Gefah fürchte der C bü nb kaufen barüb« Herrn nes g zuscha und e

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