Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 13 (1849)
- Issue
- Heft 31 (30.7.1849)
- Date
- 1849-07-30
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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N°. 31. XI». Jahrgang. Allgemeine Zeitung des Zudenthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Verlag von Dr. Ludwig Philippfon, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. Leipzig. Leipzig, den 30. Juli 1849. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registersu. s.w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22.V Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für Leide Letztere hat sich die königl. sachs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Harfenklänge r Israelis Verband. — Der dritte Tempel. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Posen, Berlin,aus Westpreußen, Hamburg, Meisenheim (Schluß). Oesterreichischer Kaiserstaat: Prag. Italien: Ankona. Großbrilanien: London. Türkei und Egypten: Damaskus, Beirut. Rußland: aus Litthauen. Abhandlungen verschiedenen Inhalts: Synagogengesang, von H. Ehrlich. — Kultusreform (Fortsetzung). Harfenktänge. Israels Verband. Das Joch von unsren Schultern sank, Zu unsren Füßen liegt's in Stücken: Da wird man's lange noch erblicken, Eh' es verwittert in der Zeiten Gang. Das Joch, es hatt' uns auch geschaart In gleichem Drucke und Bedrängniß, Daß wir gemeinsam dem Gefangniß Abrangen, was des Lebens Kraft bewahrt. Doch war's das Joch, des Joches Schmach Allein, was immer uns umwunden. Daß wir uns stets zusammenfunden Wol unter Eines Geistes sichrem Dach? Der ewig frische Kranz verwesen, Die uns umflochten einst der treue Hirt. Es war der Geist, der starke Geist, Der allzeit uns vereint gehalten, Und was der Raum die Zeit gespalten, Er bindet's wieder, daß es nie zerreißt. Und fiel das Joch, so steh'n wir frei Nur fester in des Herrn Geständniß, Den Zeiten rufend das Bekenntniß: Dem Gott des Weltalls — einig und getreu! Der dritte Tempel. Einst saßen wir an Babels Bachen Und weinten — „Wann wirst du enden unsre Leiden? Wann uns an unserm Dränger rächen?" Die Harfen hingen an den Weiden. Da ließ der Herr den Ruf erschallen, Wir eilten — Zurück in's heil'ge Land der Vater, Den Tempel aufzubau'n dem Beter — Die Harfen klangen durch die Hallen. Das Joch, es brach: doch nimmer wird Das dreimal starke Band sich lösen, Dann saßen wir an allen Bachen Und weinten —