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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1849-04-30 · Heft 18 (30.4.1849) · p. Seite 248

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
13 (1849)
Issue
Heft 18 (30.4.1849)
Date
1849-04-30
Page
Seite 248 (sequence 16)
Language
German
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248 den, durch welchen wir Alle geschaffen sind in Gottes Ebenbilde, wir Alle berufen zur Unsterblichkeit, zu ungetrübter himmlischer Glückseligkeit." Nachdem die Leiche im yn» nach hiesigem jüdischen Gebrauche von D'Tim zurechtgelegt und der yna vernagelt war, geschah die Einsenkung in'S Grab durch die christlichen Träger, worauf die ganze Kompagnie folgende Verse sang: Wie sie so sanft ruhen, alle die Seligen, die tapfer kämpften den großen Lebenskampf, Wie sie so sanft ruhen, in den Gräbern, bis sie zum Lohne erweckt werden. O, wenn doch wir ruhen, wie all' die Seligen und hier bestehen den schweren Lebenskampf, Dann wirst Ewiger Du uns rufen aus unsern Gräbern zum großen Lohne. Wir enthalten uns aller fernem Beleuchtung; nur wünschen wir, daß sich überall die christliche Bevölkerung so human gegen Juden bezeugen möchte als in unserm Orte. Dann wird unsere Emanzipation eine volle Wahrheit, und wir deutsche Juden werden „Erlöste des Herrn" genannt werden! Viele Mitglieder der hiesigen israelitischen Gemeinde. Anzeiger. Zn demselben werden Annoncen aller Art gegen 1V« Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zelle aus Petitschrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Bei der hiesigen jüdischen Gemeinde wird vom 1. Juli a. c. die Stelle eines Kantors und Schächters vakant. Beide Funktionen werden einer Person übergeben und nur Kandidaten berücksichtigt, die musikalische Bildung zur Leitung eines Chors so wie überhaupt gute Atteste Nachweisen können. Die näheren Bedingungen sind auf portofreie schriftliche Anfragen bei dem Unterzeichneten Vorstand zu erfahren. Pleß, den 17. April 1849. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. Fedor Muhr. F. S. Kohn. L. Horrwitz. Ein tüchtiger Lehrer, der mit einer angenehmen Stimme so viel musikalische Bildung verbindet, daß er im Stande ist, als Vorbeter einen Choc zu leiten, kann in unserer Gemeinde mit einem guten Gehalte angestellt werden. Frankirte Anmeldungen und Zeugnisse sind an den Herrn Landrabbiner M. Landsberg hieselbst zu adressiren. Hildesheim, den 12. April 1849. Die Vorsteher der Synagogengenreiude. I. Meyerhof. PS. Dux. fcsT* In einer Färberei und Druckerei wird gegen annehmbare Bedingungen ein Lehrling mosaischen Glaubens gesucht. Näheres erfährt man gegen portofreie Anfragen bei S. Beyth in Bleicherode bei Nordhausen. Anzeige. Eine jüdische Lehr- und Erziehungsanstalt in einer der größten Städte Deutschlands, die von circa 100 Knaben aus den besseren Standen besucht wird, sich des günstigsten Rufes erfreuet und in bester Aufnahme steht, soll aus Gesundheitsrücksichten mir allen Utensilien für 2—3000 Thlr. mit einer Anzahlung von 1000—1500 Thlr. verkauft werden. Der Reinertrag beträgt circa 1000 Thlr. jährlich. Eine junge, rüstige Kraft könnte denselben leicht erhöhen. Reflektirende wollen ihre Adresse gefälligst an Herrn Dr. Philippson in Magdeburg franko einsenden. Literarische Anzeigen. Bei W. Dieze in Anklam ist soeben erschienen: Gottesdienstlicher Bortrag über Psalm 85, 9—14 gehalten am Tage vor Eröffnung der Kammern am 25. Februar 1849 in der Synagoge zu Anklam von I. M. Wedelt, Lehrer u. Prediger daselbst. Preis 2 Sgr. In Baumgärtners Buchhandlung zu Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Kleiner Katechismus der Geschichte Israels (bis zu unsrer Zeit), der Bibelkunde, der Landeskunde des alten Palästina und der jüdischen Liturgik. Von vr. Ludwig Philip p so n, Rabbiner. In 8. roh 4 Ngr. (3 gGr.) ged. 5‘/2 Ngr. (4‘/2 gGr.) Druck von Z. B. Hirschfeld in Leipzig.

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