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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1849-02-12 · Heft 7 (12.2.1849) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
13 (1849)
Issue
Heft 7 (12.2.1849)
Date
1849-02-12
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XIII. Zahrgang. No. v. Äll-emeine Zeitung -es Zu-enthmns. Eiu unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Verlag von Dr. Ludwig Philippfon, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. zuLeipjig. Leipzig, den 12. Februar 1849. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22-*- Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspcdition für beide Letztere hat sich die königl. fächs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitender Artikel r Aus- und Ansichten. Zeitungsnachricktenr Deutschland: Berlin, Berlin, Posen, Posen, Posen, München, München, München, Hamburg, Lübeck, Wien, Wien, Kremsier. Großbritanien: London. Abhandlungen verschiedenen Inhalts: II. Die Rabbiner in ihrem gegenwärtigen Verhältnisse zu d'en Gemeinden. Von vr. Rothschild. (Fortsetzung.) Leitender Artikel. Magdeburg, 8. Februar. Aus- und Ansichten. Eine Kirchhofsstille hat sich über das Gebiet des Judenthums gelagert. Kein Ruf durchbricht sie, keine Stimme weckt das Leben. So ein Geräusch sich wahrnehmbar macht, ist es wie der Schritt eines einsamen Wanderers, der flüchtigen Fußes in der Mitternacht vor den Mälern der Vorzeit vorübereilt, und die welken Blätter rauschen macht, die den Boden bedecken. Er ist vorüber, die Blätter haben sich wieder zur Ruhe gesenkt, und die Todtenstille ist wieder hergestellt. Du findest das Bild zu grell, das ich eben vor Dir aufgerollt. Run, es gilt eine Umschau. Sieh, prüf' und antworte mir. Alle Bewegung stockt. Wo ist jener freudige Jünglingsmuth geblieben, der die Reform des Judenthums als ein Ideal sich vorgesteckt, ha, wie er kräftig in der Brust schlug, Kampf nicht scheute, Verjüngung und Wiedergeburt erträumte, und eine neue Grundlage für Jahrhunderte. Es ist dahin. Was man auf Jahrhunderte bauen wollte, hat sich kein Jahrzehend lebenskräftig erwiesen. Nicht Kultusverbeflerung, nicht Kritik hat den Funken des Lebens zur Flamme angefacht. Es war eine Beschäftigung müssiger Leute, bis sie eine andere fanden, an die sie sich schließen konnten. Freilich, ihre Widersacher haben nicht darüber zu höhnen, denn was jenen verloren ging, ging auch ihnen verloren, und sie verlieren alle Tage. Die jüdischen Gemeinden in der Auflösung. Ueberall die ganz rohe äußerliche Existenzfrage, fürwahr! eine Frage um das Ende oder den Anfang. Aber unsere Zeit ist nicht angethan. Etwas anzufangen. So sich Etwas auflöst, was hatte da unsere Zeit dafür an die Stelle gebracht? Es ist schon genug, wenn der Weg zurück wieder gefunden werden konnte. Die jüdische Literatur in den letzten Zügen. An selbstständige Werke, größere Arbeiten kein Gedanke; selbst die jüdische Journalistik nur vegetirend; nirgends ein Eifer, ein Trieb, eine Lust. Und so durch alle Lande hindurch. Spricht man in Deutschland ein Wort der Hoffnung, antwortet Frankreich: „Es wäre unserer Seits verwegen das Vertrauen unsers Kollegen zu stören, indem wir ihn auf den Anblick der französischen Synagoge Hinweisen nach einem halben Jahrhundert der Gleichstellung: er würde zu uns sagen, nicht ohne Grund: bei Euch ist Unwissenheit einer

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