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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1849-01-22 · Heft 4 (22.1.1849) · p. Seite 56

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
13 (1849)
Issue
Heft 4 (22.1.1849)
Date
1849-01-22
Page
Seite 56 (sequence 12)
Language
German
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56 Todesanzeige. Am 6. d. Abends 7^/2 Uhr entschlief nach achtmonatlichem Krankenlager unsre geliebte Mutter, Mariane geb. Levy, im 63sten Lebensjahre, nach schwerem, aber wohl vollbrachtem Tagewerke zu einem bessern Leben. Klötze und Magdeburg. Vr. Pböbus Philippson, prakt. Arzt. Dr. Ludwig Philippson, Rabbiner. Julius Philippfon, Fabrikant. Literarische Anzeigen Soeben ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Erstes Heft der Politischen u. sozialen Monatsschrift, unter Mitwirkung mehrerer Abgeordneten und Staatsmänner herausgegeben von ' Dr. Ludwig Philippfon. drosch, gr. 8. 9 Ngr. Inhalt des Januarheftes: Prospektus. — Die gegenwärtige Lage. — Die oktroyirte Charte Preußens. — Die Wahl emes französischen und deutschen ReichsoberhaupteS. — Das neue deutsche Wechselrecht. — Die deutsche Verfassung nach den beiden Lesungen. — Korrespondenzen: Frankfurt am Main: die österreichisch-deutsche Frage in ihrem letzten Stadium; Hamburg: die Konstituante. Altmark: Zustande. — Auszüge: eine englische Silhouette vom deutschen Parlament; statistische Notizen aus Irland; Wiens Proletariat; die französischen Verfassungen. — Chronik des Monats November und Dezember. . Leipzig. Baumgärtners Buchhandlung. In Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Die Religion der Gesellschaft und die Entwickelung -er Menschheit zu ihr, dargestellt in zehn Vorlesungen von Dr. Ludwig Philippson. gr. 8. drosch. Preis 24 Ngr. Einladung zur Subskription. Endesunterzeichnete erlaubt sich hiermit die geehrten Leser dieser vielgelesenen Zeitung auf die Herausgabe eines für die rabbinische Literatur sehr werthvollen und nützlichen Werkes aufmerksam zu machen. Es ist dieses ein Werk vom seligen Oberrabbiner Herrn Abraham Tiktin zu Breslau, dessen Ruhm, durch gründliche talmudische Kenntnisse, verbunden mit einem ausgezeichneten Scharfsinn, sehr verbreitet war, und der sich, durch sein bereits im Druck erschienenes Werk — matt ttns> — unter den jüdischen Gelehrten großes Ansehen erwarb.— Dieser berühmte Verfasser hinterließ uns noch ein Werk — matt mbs — enthaltend 130 maiiom mbwö auf alle 22^)8, die mit den zur Zeit des Verfassers lebenden y“iä gewechselt wurden. Mit vollem Recht kann man daher behaupten, daß diese ri'iiö einen bedeutend größern Werth vor allen Dttörrtt haben. Indem so dieses Werk den Freunden der rabbinischen Literatur sich von selbst empfiehlt, ist mit der Herausgabe desselben den Freunden der Wohlthätigkeit eine Gelegenheit gegeben, auf eine edle Weise einem guten Zwecke helfend entgegen zu kommen. Das Manuskript nämlich ist in den Händen einer Wittwe, welche durch die Veröffentlichung desselben einigen Nutzen zur erforderlichen Erziehung ihrer Waisen zu erreichen hofft. Es ist daher zu erwarten, daß zu dieser Einladung recht viele Teilnehmer sich finden werden, zumal der Preis für dieses voluminöse Werk nur auf 2 Thaler Pr. Krt., welche erst bei der Uebergabe desselben zu zahlen sind, gestellt ist. Mit dem Druck wird begonnen, so bald eine genügende Anzahl von Subskribenten sich gemeldet haben werden, und versteht es sich von selbst, daß der ganze Zweck nur dann erreicht werden kann, wenn sich recht Viele dabei betheitigen werden. Da es der Besitzerin des Manuskripts nicht möglich ist selbst dieses schwere Unternehmen auszuführen, so hat dieselbe dem Unterzeichneten die Leitung und Ausführung übergeben, der es sich zur heiligen Pflicht gemacht, für diese gute Sache mit allen Kräften zu wirken. Die wohllöbl. Redaktion des Zionswächters war so gütig eine Einladung zur Subskription durch ihr Blatt zu veröffentlichen und ist zu erwarten, daß ihr Aufruf nicht ohne Berücksichtigung bleiben wird. Es ergeht daher die ganz ergebene Bitte auch an die geehrten Leser dieser Zeitung diesen Aufruf nicht unberücksichtigt zu lassen und sich bei der guten Sache recht zahlreich zu betheiligen. Besonders aber werden die Herren Rabbiner, Prediger und Lehrer ergebenst ersucht, bei der Sammlung nach Kräften thätig zu sein und die gesammelten Unterschriften entweder an die wohllöbl. Redaktion dieser Zeitung oder direkt an den Unterzeichneten zuschicken zu wollen, twtftt ya ttrm ttwwtt biwi. Israel, das zu jeder guten Sache bereitwillig die Hand bietet, wird auch hier nicht zurückstehen, eingedenk des weisen Spruches: W “itse Lyck in Ostpreußen, den 25. Dezember 1848. L. Silbermann, Religionslehrer. Wir sind bereit, Subskriptionen, franko zugeschickt, entgegenzunehmen und weiter zu besorgen. Die Redaktion. Druck von I. B. Hirfchfeld in Leipzig.

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