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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-12-20 · Heft 52 (20.12.1847) · p. Seite 761

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 52 (20.12.1847)
Date
1847-12-20
Page
Seite 761 (sequence 9)
Language
German
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761 Ansicht, die selbst in unseren literarischen Kreisen über die Judenfrage herrscht, dürste folgende Anekdote sein: Der Redakteur eines liberalen Blattes, dem man jüngst einige Artikel unter dem Titel: „Nit kivän a’ magyar zsidö“ (was verlangt der ungarische Jude?) übergab, bat den Verfasser den Titel zu ändern, weil es dem Juden nicht erlaubt sei küvetelöleg (fordernd) aufzutreteu. Ein Freund, ein achtenswerther und freisinniger Mann, der diesen Artikel auf seinem Redaktionspulte gesehen, habe sie, nachdem er den Titel gelesen, ärgerlich weggelegt mit dem Ausruf: „bat a' zsidok mar kivannak is valamit?“ (Also die Juden fordern sogar schon Etwas?) ... Das ist die Frucht unsrer Feigheit, weil wir bisher stets nur als bettelnd und bittend, an das Erbarmen, an die Menschlichkeit u. s. w. appellirend, nie aber unser wohlbegründetes Natur- und Menschenrecht fordernd, aufgetreten sind.... Wir sind sehr neugierig was dieser Landtag, der heute (7. November) eröffnet wird, uns bringt. Von einer gewissen Seite her verspricht man sich sehr viel, da die Juden während der letzten Jahre durch bedeutende Opfer (Tilgung der Toleranzschuld) sich bestrebten, die Gunst der oberen Mächte zu erkaufen. So viel bisher auf Privatwegen von den dem Landtag vorzulegenden königl. Präpositionen verlautet, ist die Judenfrage ganz und gar nicht erwähnt. Unter den den Deputirten mitgegebenen Komitatsinstruktionen gedenken nur auch sehr wenige des Juden. Wenn also weder die Regierung noch die Stände die Judenfrage anregen, woher soll denn unser Heil kommen??! J. Ehn. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen iViNgr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Z-ile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Konkurs. Durch Abdankung des Herrn Dr. S. M. Schiller ist die Predigerstelle bei unsrer Gemeinde vakant. Wir wünschen einen Rabbiner und Prediger in einer Person anzustellen. Die Stelle trägt fix 200 Fl. und 100 Fl. für den Religionsunterricht, außer den gewöhnlichen Rabbinatsemolumenten. Wir ersuchen die darauf reflektirenden Herren, die sich zur Führung der vereinten Funktionen befähigt fühlen, sich in portofreien Briefen längstens bis Ostern 1848 an das Unterzeichnete Vertreterkollegium zu wenden. Unerläßlich ist eine authentische anerkannte ST-inn nfcfnft. Dem Eingebornen, der Landessprache Kundigen, wollen wir gern den Vorzug gönnen. Eperies, den 15. November 1847. Leo Holländer, Vertreter. Adalbert Fritsch. Zu Ostern 1848 ist hier die Stelle eines Religkonslehrers, Schächters und Vorbeters zu besetzen. Reflektirende wollen sich mit portofreier Einsendung ihrer Zeugnisse melden. Gehalt 130 Thlr. Pr. Krt. und Schachtgeld, so wie freie Wohnung und Heizung, Mittag- und Abendtisch. Röbel in Mecklenburg, im November 1847. Der Vorstand. B. Engel. Vakanz. Zu Ostern 1848 ist die Stelle des Religionslehrers und Predigers, verbunden mit der Funktion des Vorbeters, in hiesiger Gemeinde vakant. Die hierauf Reflektirenden wollen sich zur nähern Verständigung, bei portofreier Einsendung ihrer Zeugnisse, wenden an den Vorstand der israelitischen Gemeinde zu Güstrow in Mecklenburg-Schwerin. Bei der portugiesisch-jüdischen Gemeinde in Altona soll vom nächsten Monat Nissan an ein Rabbiner angestellt werden. Diejenigen, welche auf dieses Amt reflektiren, wollen ihre von den gehörigen Zeugnissen begleitete Anmeldungen an den Unterzeichneten Vorstand baldigst gelangen lassen. A den 1. Tebet 5598. °na' den 8. Dezember 1847. Der Vorstand der portngiesisch-jüdischen Gemeinde. Vakanz. €5^ Die erste Kantorstelle an dem hiesigen neuen israelitischen Bethause ist erledigt. Bewerber um dieselbe haben sich in portofreien Briefen an den Vorstand zu wenden, von dem über die Bedingnisse die gehörige Auskunft ertheilt wird. Prag, im Dezember 1847. Der Vorstand des neuen israel. Vethanses. Ein geprüfter, theoretisch-praktisch gebildeter Lehrer, der schon eine Reihe von Zähren zur größtmöglichsten Zufriedenheit seiner Gemeinde eine Stelle bekleidet, und

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