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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-11-08 · Heft 46 (8.11.1847) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 46 (8.11.1847)
Date
1847-11-08
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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No. 46. XI. Jahrgang. Allgemeine Zeitung des Zudenthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Dr. Ludwig Philippson, Rabbiner zu Magdeburg. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung zu Leipzig. (Mit königl. sächsischer allergnadigster Konzession.) Leipzig, den 8. November 1847. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u.s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Tblr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22| Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitender Artikel: Einige Literaturbriefe. (Fortsetzung.) Zeitungsnachrichtenr Frankreich: Air, Marseille, Paris. Italien: Rom. Großbritanien: London. Deutschland: Karlsruhe, Hvym. Oldenburg. Moisling, Mainz. Preußen: Breslau, Königsberg, Berlin, Magdeburg, Berlin. Oesterreich: aus Mahren, Preßburg. Korrespondenzen: Russisch-jüdische Skizzen. Von Dr. Lilien thal. (Fortsetzung.) — Württembergs Gesetzgebung über Juden im 16. und 17. Jahrhundert, verglichen mit dessen neuester Gesetzgebung. Von Rabbiner Güldenst ein in Buchau. Leitender Artikel. Magdeburg, 1. November. Einige Literaturbriefe. H. (Fortsetzung aus No. 39. 41.) Um meinen Ausspruch über das Werk Salvador's nur in Etwas zu erweisen, und Dir, der das Werk nicht vor sich hat, einsichtlich zu machen, mögen wir nur zwei Stellen anführen. Die erste gleich aus der Einleitung. „Die Römer waren das erste Volk der Welt in Bezug auf Angriff, Eroberung und Unterjochung; die Juden dagegen das erste Volk als Symbol moralischer Kraft und Hartnäckigkeit im Widerstande. Rom ging darauf aus, alle Bewohner des bekannten Erdkreises mit Hilfe seines Schwertes zu unterwerfen und unter seiner unmittelbaren Autorität, in seinem alleinigen Interesse dieselben zu einem und demselben Weltreiche zu vereinigen. Die Idee Jerusalems, der wesentliche Geist seiner Vertheidigungs- oder, wenn man will, Absperrungstheorie ging gleichfalls darauf hin, zu einer Einheit der Welt zu kommen, ein einziges Reich zu bilden, einen einzigen Baum, einen einzigen Körper aus all den getheilten Zweigen der universellen Familie Adams, aber nur durch die Energie des Prinzipes, vermöge der Schriften, der Herrschaft des Gedankens, des Wortes, durch die Vernunft und das Gesetz." Fügen wir dem hinzu, was der Verf. S. 37 sagt: „Die Stadt (Jerusalem), welche von Anfang an und systematisch begründet worden war, um die Vermittlerin, der Altar der Vereinigung und das allgemeine Stelldichein des Orients und Okzidents zu sein, diente dem Einen wie dem Andern abwechselnd zum Vertheidiger und zum Opfer. In dem ersten Kampfe, welcher die berühmte babylonische Gefangenschaft herbeiführte und die Zerstreuung der Juden im Schooße von Asien, war Jerusalem der Kampfer des Okzidents und siel vor der größten orientalischen Eroberungsmacht, die man bis dahin gekannt hatte. Bei der Belagerung durch die Römer und Titus stützte diese Stadt die entgegengesetzte Sache. Nach Tacitus eigenen Worten arbeitete Jerusalem aus allen Kräften, um dem Orient das Uebergewicht zu verschaffen. Sie hielt mit ihrem Schwerte der größten Jnvasi'onsmacht Stand, welche aus den Gegenden des Okzidents kommen konnte." — Salvador hatte bemerken können, daß in diesem Geiste gerade diejenige asiatische Macht Jerusalem wieder erbauen und die Juden aus der babylonischen Macht zu-

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