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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-10-18 · Heft 43 (18.10.1847) · p. Seite 646

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 43 (18.10.1847)
Date
1847-10-18
Page
Seite 646 (sequence 14)
Language
German
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646 noch Keiner den wahrhaft historischen Standpunkt, welcher bei Erklärung dieser alten Gnomen und Aussprüche einzunehmen ist, berücksichtigt hat. Hartwig Wessely, besten Kommentar zu den Spr. d. V. für jüdische Dogmatik sehr fruchtbar ist, hatte von der historischen Auffassung derselben noch wenig Ahnung. Von dem neuesten Werke Salvador's, Histoire de la domination romaine en Judee, ist so eben in Bremen eine deutsche Uebersetzung erschienen. Es thut uns jedoch leid bemerken zu müssen, daß diese Uebersetzung ziemlich mangelhaft ist und man nach deren Durchlesung noch kein Bild vom Originale erhält. So sind mehrere Stellen z. B. sogleich in der Vorrede einseitig übertragen; das „resistance" des Originals wird in einen „h a r tnä ckigen Widerstand", den die Juden stets ihren Gegnern entgegenstellten, umgestempelt. Im Anfänge des zweiten Bandes ist eine ganze inhaltreiche Stelle über Charakteristik des Geschichtsschreibers Josephus weggelassen und so sind noch mehrere Ungenauigkeiten ersichtlich. Da der Preis der Uebersetzung übrigens dem des Originals nahe kömmt, so dürfte jedenfalls die Anschaffung des Letztem zu empfehlen sein. B. B. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1^4 Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Aeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Gesuche. Ein unverheiratheter Lehrer, welcher gründliche pädagogische Kenntnisse besitzt, in dem Hebräischen Unterricht und deutsche Borträge zu ertheilen vermag, kann sofort oder zu Ostern 1848 bei der hiesigen Gemeinde zu An kl am mit 200 Thlr. sixirtem Gehalt angestellt werden. Die Herren Lehrer, welche darauf reflektiren, werden ersucht, die erforderlichen Zeugnisse über die Befähigung und ihren religiös-moralischen Lebenswandel an den Vorstand der Gemeinde portofrei einzusenden. Anklam im September. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. C5T* Für 4—6 Kinder im Alter von 6—12 Jahren wird unter vortheilhaften Bedingungen ein unverheiratheter Hauslehrer mosaischer Religion gesucht. Derselbe muß sowol in den Elementarwisienschaften als auch in Sprachen Unterricht ertheilen können, namentlich im Hebräischen, Lateinischen und Französischen; auch wäre es zu wünschen, daß er Musikunterricht ertheilen könnte. Auf portofreie Anfragen unter Einreichung der Atteste ertheilt nähere Auskunft Lindenheim in Briefen in Preußen. Auch giebt hierüber nähere Auskunf der Cand. med. Herr I. Lazarus in Berlin, Schiffbauerdamm 31 parterre. Ein tüchtiger, geprüfter Elementar- und Religionslehrer, preußischer Staatsbürger, der zugleich tarni» ist, zwar gut vorbetet, aber keine musikalische Kenntnisse hat, wünscht eine angemessene Stelle zu erlangen. Offerten unter A. B. frankirt an die Redaktion. Ein geprüfter jüdischer Lehrer, der mit den erforderlichen Realwissenschasten auch gründliche grammatikalische Kenntnisse der hebräischen und französischen Sprache, so wie der kaufmännischen Korrespondenz und Buchführung verbindet, sucht unter bescheidenen Ansprüchen ein Engagement. Adressen unter 8. II. in B. an die Redaktion dieses Blattes. Ein musikalisch gebildeter junger Mann (preußischer Staatsbürger), welcher schon in einigen Gemeinden einen geregelten Gottesdienst mit Ehoralgesang zur völligen Zufriedenheit der ganzen Gemeinde acrangirt und geleitet hat, der auch bei seiner Funktion als die Aemter als Religionstehrer und Schächter vorgestanden, wünscht zu Ostern 1848 in einer ansehnlichen Gemeinde ptacirt zu werden. Es können hierzu sehr vortheilhafte Zeugnisse beigebracht werden. Hierauf reflektirende Gemeinden belieben sich Iraneo an die Expedition dieser Zeitung unter der Chiffre!£• zu wenden. Pensionsanstalt. Unterzeichneter eröffnet zum 1. Oktober d. I. eine Pensionsanstalt und können Zöglinge, welche das hiesige Gymnasium oder die Handlungsschule besuchen wollen, darin ausgenommen werden. Für eine religiöse und sittliche Erziehung, für geistige und körperliche Ausbildung, so wie für liebevolle Pflege ist neben dem ausgedehntesten Unterricht in kaufmännischen Wissenschaften, namentlich im Rechnen und im Französischen, auf's Beste gesorgt. Die Zöglinge sind stets, sowol während ihrer Arbeitsstunden als in den Stunden der Muße von mir überwacht und geleitet. Näheres auf gefällige Anfrage bei dem Lehrer A. Arnheim, Neuen-Weg No. 16 in Magdeburg.

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