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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-10-04 · Heft 41 (4.10.1847) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 41 (4.10.1847)
Date
1847-10-04
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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No. 41. XI. Jahrgang. Ätl g§MelN k Zkitimg des Iudcnthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Verlag von Dr. Ludwig Philippfon, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. zu Leipzig. (Mit königl. sächsischer allergnädigster Konzession.) Leipzig, den 4. Oktober 1847. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u.s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; 1 Tblr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22*- Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sächs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitender Artikel; Einige Literaturbriefe. (Fortsetzung.) Zeitungsnachrichten: Deutschland: Dresden, Mannheim, aus dem Rabbinatsbezirke Langenschwalbach im Herzogthum Nassau. Preußen: Jastrow, Minden, Berlin, Breslau, Breslau, Magdeburg. Tunis: Paris. Literarische Nachrichten: Leipzig. Miszellen. Korrespondenz: Russisch-jüdische Skizzen. Von vr. Lilienthal. (Fortsetzung.) Leitender Artikel. Magdeburg, 27. September. Einige Lileraturbriefe. (Fortsetzung aus No. 3!).) Nirgends aber kann dia politische Geschichte allein weniger befriedigen, als in der Geschichte Israels; hier, wo der Lehrinhalt zugleich die Geschichte bedingte, wo die politischen Verhältnisse des Stammes überall nur den äußern Rahmen bilden, in welchem die, Israel erfüllende Idee als das eigentliche Gemälde sich darstellt — müssen zuletzt Lehre und Geschichte in einer hohem Einigung sich verschmelzen, und die Geschichte der Juden heit nur ein untergeordneterTheil der Geschichte des Judenthums werden. Dann aber tritt die Lehre Israels aus den engen Grenzen dieses Stammes selbst heraus, und muß im Zusammenhänge mit allen religiösen Lehren, die im Menschengeschlechte erstanden, muß als der treibende Mittelpunkt aller religiösen Erscheinungen gefaßt werden. Daß dies wesentlich Gegenstand und Aufgabe meiner, auch veröffentlichten Vorlesungen über das Judenthum (oder die Entwickelung der religiösen Idee im Judenrhume, Ehristenthume und Islam) war, ist Dir bekannt. — Bemerkenswerth, daß auch hier die Anknüpfung der Literatur an das Leben nicht fehlte, denn anders stellen sich „Vorlesungen" nicht dar, die den Uebergang zu streng wissenschaftlicher Bearbeitung bilden. — Nicht unbemerkt will ich hier noch lassen, daß ich in diesen Vorlesungen das, von mir schon früher aufgegriffene Streben weiter verfolgte, zu zeigen, daß der Mosaismus durchaus nicht blos auf die Verkündigung der monotheistischen Lehre sich beschrankt, sondern wesentlich auch in sozialer Beziehung die Fundamente der Gesellschaft religiös gelegt hat. — Das frisch erwachte Streben, das geschichtliche Bewußtsein des Judenthums zu klären, brachte noch einige andere literarische Produkte hervor, welche mehr einzelne Gegenstände betreffen. Du weißt, daß das jüdische Recht zu den Antiquitäten gegenwärtig zu rechnen ist. Allein die Antiquitäten eines noch lebenden Stammes haben doch noch ein ganz anderes Interesse, als das eines längst untergegangenen Volkes. Mehr oder weniger spielen die Faden der Vergangenheit bei jenem noch immer in die Gegenwart hinein, und verenden mitten in dem lebendigen Jetzt. So auch mit dem jüdischen Recht. Hier und da kommen immer noch einige

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