Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 11 (1847)
- Issue
- Heft 38 (13.9.1847)
- Date
- 1847-09-13
- Page
- Seite 579 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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679 belieben sich an Herrn Kaufmann Julius Lasch in Schub: n zu wenden, um das Nähere zu erfahre». Für einen Sohn rechtlicher Eltern, 14 •/* Jahr alt, Hannoveraner, mit gehörigen Schulkenntnissen versehen, der in jeder Hinsicht auf Verlangen die besten Zeugnisse zu produziren im Stande ist, wird eine Lehrlingstelle in einer Manufaktur- und Modewaarenhandlung (ohne Lehrgeld) gesucht. Derartige Handlungen in einer Stadt, welche einen Lehrling zu haben wünschen, können in frankirten Briefen von der Baumgärtnerschen Buchhandlung in Leipzig die Adresse erfahren. Lehrlingsgesuch. Gesucht wird ein Lehrling israelitischen Glaubens zur Erlernung der Schlachterei. Reflektirende werden ersucht, sich in portofreien Briefen an M. S« Silbermann in NeuhauS an der Elbe zu wenden. C^r" Für Lehrlinge mosaischer Religion, welche die dritte Klasse mit gutem Erfolg geleistet haben, ist zur Erlernung der gemischten Waarenhandlung ein Platz vakant. Nähere Auskunft ertheilt bei portofreien Anfragen Abraham Hirsch Sohn inAuscha in Böhmen. Penfionsanstalt. Unterzeichneter eröffnet zum I. Oktober d. I. eine Pensionsanstalt und können Zöglinge, welche das hiesige Gymnasium oder die Handlungsschule besuchen wollen, darin ausgenommen werden. Für eine religiöse und sittliche Erziehung, für geistige und körperliche Ausbildung, so wie für liebevolle Pflege ist neben dem ausgedehntesten Unterricht in kaufmännischen Wissenschaften, namentlich im Rechnen und im Französischen aufs Beste gesorgt. Die Zöglinge sind stets sowol während ihrer Arbeitsstunden als in den Stunden der Muße von mir überwacht und geleitet. Näheres auf gefällige Anfrage bei dem Lehrer A. Arnheim, Neuen-Weg No. 16 in Magdeburg. Pensionsanftalt. Mit dem 1. April kommenden Jahres beabsichtige id, eine Pensionsanstalt für israelitische Knaben zu eröffnen. Es wird mir eine heilige Pflicht sein, der mir anvertrauten Jugend liebevolle Pflege, sorgfältige Aufsicht, freundliche Leitung zu widmen, deren geistige Interessen wahrzunehmen, um ihre wissenschaftliche und religiös-sittliche Bildung zu ihrem Wohle zu fördern; außerdem erbiete ich mich, den Zöglingen eine methodische Unterstützung und Forthilf« in den Schulaufgaben, und auf besonder« Wunsch Privatunterricht in den neueren Sprachen, in den Handlungswissenschaften, in den hebräischen Lehrgegenständen, in Musik re. theils selbst zu geben, theils von anerkannt tüchtigen Lehrem «rtheilen zu lassen. Bei den hiesigen für die Vorbildung jeglichen Berufs vortrefflichen Lehranstalten, wozu namentlich für die klassischen Studien: daS Gymnasium, für die Handlung und Industrie: die höhere Bürger- und die Gewerbeschule, für das Lehrfach: das Schullehrerseminar, für die hebräischen Wissenschaften und das Talmudstudium: die israelitische Schule und die Behrend Lehmansche Stiftung gehören, dürfte meine Anstalt um so beachtenswerther sein. Eine langjährige Wirksamkeit als Privatlehrer, Erzieher, öffentlicher Schul- und Religionslehrer steht mir wohlrathend zur Seite, und gestützt auf die überzeugendsten Testimonien hochgestellter Männer empfehle ich mein Unternehmen der Beachtung des Publikums, und ersuche diejenigen resp. Eltern und Vormünder, welche mir die Erziehung ihrer Kinder und Pflegebefohlenen anvertrauen wollen, mir ihre Zuschriften gefälligst baldigst franko zukommen zu lassen. Halberstadt, September 1847. Samuel I. Baer, öffentlicher Schullehrer und Syndikatssekretar der hiesigen jüdischen Gemeinde. Literarische Anzeigen. In Baumgartner» Buchhandlung zu Leipzig ist so eben erschienen nnd durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Der /ruchtgeivinn beim Obstbau über das Doppelte erhöht. Eine Anweisung zur Erreichung dieses Zweckes durch geeignete, mit pomologisch-wissenschaftlicher Kenntniß eingerichtete Anpflanzungen der schmackhaftesten und tragbarsten Obstsorten. Bei der Anlegung neuer Obstplantagen und Gärten. — Bei schon mit alten Obstbaumen bestandenen Gärten durch Einschiebung der vorzüglichsten Sorten, ohne Ausrodung und großen Verlust der Früchte des schon tragbaren Bestandes. — Bei der Besetzung der Chausseen, Landstraßen und Kommunikationswege. Nebst einem Verzeichnisse der jedem Obstliebhaber empfehlenswerthesten Sorten und einer Warnung vor den namhaft gemachten schlechter«. Von Leorx 6ar! Ludwig Hempel, Pastor in Zedlitz, Direktor des pomolog. Inst, das., Assessor d. Direct, d. Altenb. pomolog. Gesellschaft, der Nortioultural Society in London, d. Vereins zur Beförd. d. Gartenb. i. d. königl. preuß. Staaten, des pomolog. Vereins f. d. Königreich Böhmen, d. naturforschenden Gesellsch. d. Osterl., d. Dresdener u. Leipziger ökonorn. Societaten korrespond. Mitglieds. 8. brosch. 18 V» Bogen. Preis 18 Ngr.