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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-07-26 · Heft 31 (26.7.1847) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 31 (26.7.1847)
Date
1847-07-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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No. 31. xi. Mrg-«g. Allgemeine Zeitung -es Zu-cnthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Verlag von Dr. Ludwig Philipps»», Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. zu Leipzig. (Mit königl. sächsischer allergnadigster Konzession.) Leipzig, den 26. Juli 1847. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u.s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Tblr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22£ Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzr worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitender Artikel: Geschichte der Judenfrage auf dem ersten vereinigten Landtage. Zeitungsnachrichten: Australien: Sydney. Italien: Rom. Großbritanien: London. Preußen: Magdeburg, Pleß, Magdeburg, Posen, Münster, Magdeburg, Magdeburg, Berlin, Krefeld, Stettin, Koblenz, Krefeld. Deutschland: auöHolstein. Oesterreich: Pesth, Papa, Rechnitz. Literarische Nachrichten: Magdeburg, Magdeburg, Leipzig. Leitender Artikel. Magdeburg, 17. Juli. Geschichte der Judenfrage auf dem ersten vereinigten Landtage. Unsere Leser muffen uns gestatten, noch einmal auf die Verhandlungen des preußischen Landtages zurückzukommen. Es ist nicht unsere Art, allzuviel um einen Gegenstand herumzurummeln, und ihn, so zu sagen, auszupressen. Allein, was nun auch über unfern Gegenstand geschrieben worden, ein deutliches, prägnantes Bild ist noch nicht gewonnen worden: und dies ist es, was wir dem Leser zu verschaffen suchen wollen. Außerdem: wjr haben unser Unheil bereits kurz und schlagend in den vorhergehenden Nummern dargelegt. Dieses Unheil hat an vielen Orten überrascht. Man hatte dem preußischen Landtage ein bedeutsam günstiges Votum nachgesagt. Wir das Gegentheil. So müssen wir unsere Ansicht naher motiviren. Endlich: Preußen ist der größte deutsche Staat (die deutschen Ecbstaaten Oesterreichs nehmen nur etwas über 3000 Q. M., Preußen über 5000 ein); Preußen ist vom größten politischen Einfluß auf alle deutschen Staaten, und die Richtung, die es einschlägt, ist so ziemlich maßgebend; durch Preußen wird die Reaktion mächtig, oder der Liberalismus macht, einen Lobpsalm anstimmend, einen Schritt vorwärts. Die Zudenfrage ist die einzige königliche Proposition, in welcher das Ministerium gesiegt hat; in welcher der Landtag dem Prinzip des Ministeriums beigetreten ist. Denn ob auch die schlimmsten Zacken abgeschnitten wurden, ob auch die Vota des Landtages diejenigen Bestimmungen, welche die bürgerliche Stellung des Juden geradezu gefährdeten, unmöglich gemacht: so geschah dies mehr aus Instinkt, als aus Konsequenz, da in den wesentlichsten Punkten der Verbesserung, in den prinzipiellen Theilen der Landtag sein Veto dem des Ministeriums vereinigt hat. Der Landtag hat das Prinzip vom christlichen Staate anerkannt. Dies that der Landtag gegenüber der neuesten Geschichte der christlichen Kirche in Preußen und Deutschland, gegenüber der neuesten Entwickelung und Anerkennung des Judenthums — und damit hat er gänzlich seinen bisdasigen Weg und Standpunkt aufgegeben. Der Landtag hat in der Judenfrage das Volk und dessen Meinung auch nicht im Geringsten repräsentirt. Das Volk kennet nur Zwiefaches: entweder es versagt dem Juden Alles aus seinem Vorurtheil heraus, und weil es den Juden noch immer für gemeinschädlich hält, oder es giebt ihm Alles, weil es nicht einsieht, wie

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