Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 11 (1847)
- Issue
- Heft 27 (28.6.1847)
- Date
- 1847-06-28
- Page
- Seite 415 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3224737-3225497-3225525--08683-3239508- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
415 Die Untersuchung rechtfertigte dieses Vertrauen, denn sie verschaffte dem Fürsten die unwiderlegbarsten Beweise, daß diese nicht die einzigen strafbaren Thaten seines Günstlings gewesen. (Schluß folgt.) Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen iViNgr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Seile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. G e s rr ch e. Für die hiesige Gemeinde wird zu Johanni oder spätestens zu Michaelis OpiDn HS) ein Religionslehrer, Vorbetec und Schächter gesucht; selbiger bekömmt jährlich 80 Thlr. Pr. Krt. nebst Wohnung und Beköstigung so wie auch das Schachtgeld. Hierauf Reflektirende haben sich in portofreien Briefen zu melden bei dem Vorstand zu Neukalden in Mecklenburg- Schwerin. Unter vortheilhaften Bedingungen soll zu Michaelis d. I. in der Samsonschen Freischule ein junger, unverheiratheter Lehrer angestellt werden, dem der Unterricht in den gewöhnlichen Schulgegenständen und die Beaufsichtigung der Zöglinge anvertcaut werden kann. Bewerber, welche zugleich der französischen Sprache mächtig sind, werden vorgezogen. Die Anmeldungen geschehen in portofreien Briefen oder persönlich bei dem Unterzeichneten, der Näheres mitzutheilen gern bereit ist. Wolfenbüttel im Juni 1847. Dr. PH. Ehrenberg, Direktor. Konkurs. Die israelitische Gemeinde zu Rechnitz, eisenburger Komitat in Ungarn, hat die Errichtung einer Elementarschule auf Grundlage des österreichischen Schulplanes mit Hinzufügung jedoch des Bibelunterrichtes in der Ursprache und der ungarischen Sprache beschlossen. Diese Anstalt soll mit dem Beginne des nächsten Schuljahres in's Leben treten. Zu diesem Behufe wird von Seite des Vorstandes ein Konkurs für drei anzustellende, an einer k. k. Normalhauptschule geprüfte Lehrer nach folgenden Kategorien eröffnet. 1) Ein Oberlehrer mit einem Jahresgehalte von 450 Ft. M., dem die Leitung der ganzen Anstalt obliegen soll, hat den Unterricht in den deutschen Fächern der obern Klasse und den Religionsunterricht in allen Klassen zu ertheilen. Derselbe hat sich nebst seinem Zeugnisse als befugter Hauptschullehrer auch über anderweitige wissenschaftliche Bildung, namentlich über Kenntniß der hebräischen Sprache und Bibel und über bisheriges moralisches Verhalten mit Zeugnissen auszuweisen. Zu bevorzugen für diese Stelle sind Rabbinatskandidaten. 2) Der zweite Lehrer mit einem Gehalte von 300 Fl. K. M. hat den Unterricht in den deutschen Lehrfächern der zweiten Klasse und in der ungarischen Sprache oder Schönschreiben für alle Klassen zu übernehmen. 3) Ein Unterlehrer mit einem Gehalte von 250 Fl. K. M., welchem der Unterricht in der untern Klasse nebst dem in der ungarischen Sprache oder Schönschreiben für alle Klassen übertragen werden soll. Die Bewerber um die genannten drei Stellen wollen ihre Gesuche sammt Beilagen und eigenen Adressen portofrei längstens bis 15. August l. I. an die Unterfertigten einsenden. Rechnitz, am 1. Juni 1847. Sigmund Pick, Dr. Moritz Hoffner, Schulinspektoren. Anzeige. Ein junger unverheiratheter Mann kann als Bassist an der hiesigen Konsistorial-Synagoge eine Stelle finden. Der Gehalt besteht aus 400 Franken fix, nebst einigen Nebenverdiensten. Da dieser Gehalt nicht ausreicht, die nöthigen Lebensbedürfnisse zu bestreiten, so müßte in Folge dessen ein nach diesem Platze aspirirendes Individuum nebenbei eine Kunst oder ein Gewerbe auszuüben verstehen. Die weiteren Anforderungen, die gemacht werden, bestehen, in einer guten, kräftigen Baßstimme, nebst nöthigen musikalischen Kenntnissen. Man bittet bis spätestens Ende Augusts in frankirten Briefen sich wenden zu wollen an 8. Wanmblirg^ ministrc offlciant (Kantor) au temple israelite de Paris, rue Ncuf- St.-Laurent. Durchdrungen von den innigsten Gefühlen der Dankbarkeit können wir es uns nicht versagen, demselben einige Worte zu leihen, und diese im Interesse unserer auswärtigen Glaubensgenossen (nachdem wir vergebens bisher gewartet haben, daß es offiziell von Seiten des löbl. Vorstandes der hiesigen Gemeinde geschehen werde) öffentlich auszusprechen. Es gilt dem Herrn Kandidaten der Theologie, Herrn L. Lazarus, gegenwärtig in Berlin, welcher am 1. und 7. Tag N2O 8ru. 's raitf unserm Gottesdienste durch seine Vorträge die wahre Festesweihe verliehen hat. Reichthum und Fülle des Inhalts und schöne, lichtvolle Darstellung charakterisirten seine Predigt, in welcher die Gedanken tief und dennoch klar, die Empfindung glaubenswarm und innig, das Gefühl erhaben und lauter und der Ausdruck bei aller nöthigen