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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-06-14 · Heft 25 (14.6.1847) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 25 (14.6.1847)
Date
1847-06-14
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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No. SS XI. Jahrgang. Allgemeine Zeitung des Zu-enthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Verlag von Dr. Ludwig Philippfo», Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. zu Leipzig. (Mit königl. sächsischer allergnadigster Konzession.) Leipzig, den 14. Juni 1847. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s.w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Tblr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22| Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Die Verhandlungen des preußischen vereinigten Landtags am 19. und 20. Mai. (Schluß.) — Die preußische Ministerialdenkschrift zu dem neuen Iudengesetz- Entwurf. (Fortsetzung.) Zeitungsnachrichten: Deutschland: aus Baden, Altona, Darmstadt, Hamburg (Fortsetzung), Dresden, Offenbach. Preußen: Berlin, Berlin, Königsberg, Linz am Rhein. Oesterreich: von der galizischen Grenze, von der schlesischen Grenze. Nordamerika: New»Uork. Literarische Nachrichten: Magdeburg, Magdeburg. Leitende Artikel. Magdeburg, 8. Juni. Die Verhandlungen des preußischen vereinigten Landtags am IS. und Sv. Mai. (Nach der Allg. Pr. Zeit.) (Schluß.) Die Sitzung vom 20. Mai eröffneten die Grafen von Gneisenau und Finkenstein, die sich gegen die Zulassung von Juden in die Stande ausfprachen. Der Erstere sagte: „so lange diese Versammlung berufen sein kann, über Gegenstände des Kultus und des Unterrichts zu berathschlagen, sie rein aus Bekennern der christlichen Religion zusammengesetzt sein müsse, mit Ausschluß aller der Elemente, welche, indem sie sich zu einer andern Religion bekennen, die warmen Gefühle für die christliche Religion nicht theiten." Der zweite wollte auch die Dissidenten nicht zugelassen wissen, und meinte, wenn die Gemeinschaft der Kirche weggenommen würde, Staat und ständische Verfassung in Trümmer fallen würden. Am Kräftigsten kämpfte für den Wegfall der Gtaubensbedingung der Abg. Hansemann. Nachdem er auf Frankreich, Holland und Belgien hingewiesen, sagte err Im Interesse des Staates, im Interesse der Wohlfahrt des Landes beschwöre er, den von dem Abgeordneten Krefelds vorgeschlagenen allgemeinen Grundsatz anzunehmen. Nicht die Konfession entscheide bei politischen und bürgerlichen Rechten! Durch Annahme dieses Grundsatzes werde man Wohlfahrt und Frieden in das Land, Frieden in die Gewissen bringen! „Ich möchte, schließt er, noch einige Punkte aus dem Vortrag des Herrn Ministers des Kultus hervorheben, mit welchen ich mich nicht einverstanden erklären kann. Es sind gerade nur solche, die sich auf die Praxis beziehen. Es ist von dem Herrn Minister bemerkt worden, daß, wenn der von einem Freunde vorgeschlagene Grundsatz angenommen würde, dies wesentlich die Einrichtungen wegen des Jugendunterrichtes erschweren würde. Ich kann diese Besorgniß nicht theklen, sind doch dermalen schon in den landständischen Versammlungen Männer von verschiedenen Konfessionen zusammen, die in ihren Glaubensansichten sehr weit von einander stehen. Dessenungeachtet hat dieser Unterschied keinen Nachtheil für die Anordnung des Schulunterrichts, so weit die Landstande dabei mitzuwirken haben, herbeigeführt. Es ist ferner von dem Herrn Minister hervorgehoben worden, jener Grundsatz sei Jndifferentismus oder werde ihn wenigstens erzeugen. Ich

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