Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 11 (1847)
- Issue
- Heft 22 (24.5.1847)
- Date
- 1847-05-24
- Page
- Seite 339 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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339 mit guten Zeugnissen über ihre auf einem öffentlichen Institute erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten, so wie solche, welche hinlängliche musikalische Kenntnisse besitzen, um Synagogengesänge mit Chor vorzutragen, und über ihre religiöse und moralische Führung, so wie über ihre tüchtige Qualifikation zum Vorbeter und Lehrer mit guten Zeugnissen versehen sind, wollen sich baldigst zur Probeablegung hier einsinden, und uns zuvor ihre Atteste franko einsenden. Wir bemerken zugleich, daß obgleich das sixirte Gehalt eines Predigers 300 Thalec beträgt, wir einem solchen dennoch ein jährliches Einkommen von 500 Thalern; und daß obgleich das sixirte Gehalt eines Vorbeters und Lehrers nur 100 Thater betragt, wir einem solchen dennoch ein jährliches Einkommen von 300 Thalern zusichern können. Reisekosten werden nicht vergütet. Graudenz, den 5. Mai 1847. Der Vorstand der hiesigen jüd. Gemeinde. Mendelsohn. W. Lewinsohn. Gesuche. Die israel. Kultusgemeinde in München beabsichtigt die Aufnahme eines Vorsängers. Zur Bewerbung um diese Stelle, mit welcher ein fixer jährlicher Gehalt von 500 Fl. und nicht unbedeutende Emolumente — für welche jedoch nicht garantirt wird — verbunden sind, ist der durch entsprechende Zeugnisse zu liefernde Nachweis, über den Besitz einer kräftigen und wohlklingenden Stimme, gründlicherKenntniß derMust'k und derhebräischenSprache, so wie eines guten Rufes und religiösen Lebenswandels erforderlich und sich desfalls so wie um die näheren Bedingungen in frankirten Schreiben zu wenden an die Administration der israelitischen Knltnsgemeinde in München. Die israelitische Gemeinde Hieselbst sucht zum lO. Oktober d. I. einen Religionslehrer, der zugleich als Schächter und Vorbeter sungiren muß. Bewerber um dieses Engagement müssen mit einer guten Stimme zum Vorbeten versehen sein und mindestens so viel musikalische Kenntnisse besitzen, um bei dem Gottesdienste den Choralgesang leiten zu können. Der Ertrag dieser Stelle wird sich, außer freier Wohnung und Beköstigung, auf circa 140 Thlr. Pr. Krt. belaufen. Dargun in Mecklenburg-Schwerin, im Mai 1847. Der Vorstand. Offene Stelle! Ein jüdischer Religionstehrer, welcher zugleich die Fähigkeit eines Küsters uns Schächters besitzt, und hierüber mit guten Zeugnissen versehen ist, findet hierorts unter annehmbaren Bedingungen vom 1. Juli d. I. eine Anstellung. Hierauf Reflektirende belieben sich entweder persönlich, oder in portofreien Briefen bei Unterzeichnetem zu melden. Patschkau, den 9. Mai 1847. Der Vorstand. Konkurs. Für die raab-szigether israelitische Normalschule werden zum nächstkommenden Winterkurse zwei Lehrer aufzunehmen gesucht. Die Erfordernisse zur Erlangung einer dieser Stellen sind: gründliche Kenntniß der hebräischen und deutschen Sprache, Zeugnisse über Pädagogik und praktische Leistungen im Lehrfache so wie über moralisch religiösen Lebenswandel. Diejenigen, welche auch noch im Ungarischen gründlichen Unterricht zu ertheilen fähig sind, bereits an öffentlichen Lehranstalten angestellt waren, und unverheiratet sind, erhalten den Vorzug.— Der Gehalt ist für den Lehrer der 3ten Klasse 350 Ft. K. M. und für den der 2ten Klasse 300 Ft. K. M. jährlich. Die gehörig belegten Anträge sind längstens bis medio August d. I. an den raab-szigether israelitischen Schulvorstand portofrei einzusenden. Raab, im Mai 1847. Ein unverheirateter israel. Lehrer und Kantor, der auch deutsche gottesdienstliche Vorträge zu halten sich anheischig macht und mit den besten Moralitats- und Prüfungszeugnissen versehen ist, sucht eine Stelle auf Michaelis a. c. Portofreie Anfragen unter der Chiffre L. R. poste restante Hessen-Oldendorf. Annonce. Ein konzessionirter Religions- und Elementarlehrec (preuß. Staatsbürger), Kantor und Schächter, welcher im geforderten Falle einen Chor zu leiten versteht, auch in französischer Sprache Unterricht ertheilt, der seit mehreren Jahren in einer großen Gemeinde fungirt und wegen seiner Fähigkeiten sowol, als auch seines moralischen Betragens die besten Zeugnisse vorlegen kann, sucht zu '»inn riH dieses oder riH k. I. eine andere angemessene Stelle anzunehmen. Restektirende Gemeinden können unter Chiffre 8. AI. Nro. 4. bei der Redaktion dieses Blattes Auskunft erhalten. keusiouvat israelite ä Strasbourg. Der Unterzeichnete hat die Ehre anzuzeigen, daß er die Direktion der straßburger israelitischen Privatschule übernommen und zugleich ein Penstonnat gegründet hat. Eine zehnjährige Erfahrung im Unterrichtswesen, während welcher Zeit er den ersten Schulen des Elsasses vor-