Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 11 (1847)
- Issue
- Heft 20 (10.5.1847)
- Date
- 1847-05-10
- Page
- Seite 307 (sequence 15)
- Language
- German
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307 punkte prangt die Bundeslade mit dem Buch der Bücher, das dem Lichte den Sieg errang über die Finsterniß. Die an derselben betenden Cherubim bedeuten die höchste Verehrung vor dem göttlichen Gesetze, der goldene Kranz von Granatäpfeln ist das Sinnbild der Gnade und Fülle, deren sich Noah und seine drei Söhne, so wie Abraham, Isaak und Jakob, deren Brustbilder diesen Pokal zieren, in der Güte ihres großen Gottes sich zu erfreuen hatten. Die Schaar der Engel singt das Lob und die Ehre Gottes und die gewappneten Häupter bedeuten die Tapferkeit unserer für den Glauben kampfenden Brüder. Dieser sinnigen Deutung, welche der ehrenwerthe Herr vr. Dreifuß unmittelbar nach der Enthüllung so schön und meisterhaft gegeben, paßte der Redner zum Schlüsse seiner Anrede noch folgende Worte an: „Lastet uns ebenfalls gerüstet sein, mit den Waffen des Glaubens und der Liebe, um das begonnene Werk muthig zu vollenden. Der Sieg wird folgen. Eine Tugend, zu allen Zeiten heilig in Israel, die treue Anhänglichkeit an König und Vaterland, weiß sich immer mehr Geltung zu verschaffen. Unsre wohlwollende Regierung überzeugt sich, daß mit Entfernung des Druckes, welcher so lange unsere edelsten Kräfte lähmte, wahre Bürgertugenden immer heimischer werden unter uns. Darum muthig vorangeschritten. Eine liebliche Morgenröthe verkündigt das Nahen einer bessern Zukunft. Halten wir nur fest zusammen wie ein Herz und ein Sinn. Und Du, gefeierter Kämpfer (an Herrn Assessor vr. Weil sich wendend), leuchte uns ferner voran als würdiges Vorbild." (Schluß folgt.) Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen l'/s Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. (Erledigte Stellen.) Die Stelle eines Lehrers, Kantors und Schächters bei der israelitischen Gemeinde in Oldenburg ist bis Michaeli d. I. zu besetzen. Einkommen circa 225 Thlr. Kourant nebst frei Logis und Beheizung. Einige musikalische Kenntnisse werden verlangt. Die Bewerber haben sich einer Prüfung in den Elementar- und Religionsgegenständen zu unterziehen. Ferner ist erledigt und sofort oder im Herbste zu besetzen die Stelle eines Lehrers, Kantors und Schächters bei der israelitischen Gemeinde in Vechta. Einkommen circa 90—100 Thaler Kourant nebst völlig freier Station. Das Andere wie oben. Portofreie Anmeldungen sind mit den nöthigen Zeugnissen bald möglichst einzusenden an Landrabbiner Wechsler in. Olden bürg. Vakanz. Bei der hiesigen israelitischen Gemeinde ist die Stelle eines Predigers, der zugleich Vorbeter und musikalisch gebildet sein muß, um einen schon seit lange bestehenden gut eingeübten Chor zu leiten, auch als Lehrer einige Stunden täglich zu unterrichten hat, vakant. Der fixe Gehalt ist 250 — 275 Thlr. ohne die sonstigen Einkünfte. Darauf Reflektirende wollen die Zeugnisse ihrer Befähigung sowol, als ihrer moralischen Führung an den Unterzeichneten recht bald franko einsenden, und kann die Stelle sofort angetreten werden. Aachen, den 12. April 1847. Der Vorstand. Ein anständiges Mädchen, welche mit Führung der Wirthschaft vertraut ist, findet zur Unterstützung der Hausfrau ein sofortiges Unterkommen beim Destillateur C. Noah in Landsberg a. W. Pensionnat israelite ä Strasbourg. Der Unterzeichnete hat die Ehre anzuzeigen, daß er die Direktion der straßburger israelitischen Privatschule übernommen und zugleich ein Pensionnat gegründet hat. Eine zehnjährige Erfahrung im Unterrichtswesen, wahrend welcher Zeit er den ersten Schulen des Elsasses vorgestanden hat, bürgt für einen guten Unterricht, sowol in religiöser Beziehung als in anderen Lehrgegenstanden. Nähere Auskunft, auf gefällige portofreie Anfragen, wird mit Vergnügen ertheilt von Benoit Lev?7, Direcleur d’une Institution primaire ä Strasbourg (France) (marche neuf No. 8.) Literarische Anzeigen. Die verehrlichen Käufer des I) t b r ii t f cl) c it Cr sc b u ch s von Dr. M. A. Levy, welche den dazu gehörigen Anhang Nehsi T8ör« terbuch noch nicht gratis nachgeliefert erhalten haben, belieben solchen balvigst in der betreffenden Buchhandlung nachzuverlangen, auch werden alle von jetzt ab in