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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-03-29 · Heft 14 (29.3.1847) · p. Seite 207

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 14 (29.3.1847)
Date
1847-03-29
Page
Seite 207 (sequence 7)
Language
German
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207 es dies soll, kann nur der Wunsch eines jeden edeln Menschenfreundes sein; so darf seine Existenz nicht, wie bisher, nur von zufälligen milden Gaben abhängcn; weil eines Theils solche Gaben nur schwankende unsichere Mittel, und daher unsichere Hülfe darbicten; andern Theils zu befürchten ist, daßdieTheilnahme, die bis jetzt, Dank dem Wohlthätigkeitssinne unserer Glaubensgenossen, im Zunehmen ist, sich durch die Länge der Zeit vermindern werde; und hier um so eher, als auswärtige Hülfe, die das Elend nicht vor Augen hat, zum Fortbestehen unsrer Stiftung unumgänglich nöthig ist. Nur wenn ein Kapital, dessen Zinsen die dringlichsten Bedürfnisse decken, zusammengebracht, und ein Hospital zur Aufnahme der armen Kranken hier erbaut werden kann; dann erst kann die Stiftung als gesichert erachtet werden, der Arme hier einer gewissen Hülfe gewärtig sein. Dies erhabene edle Ziel zu erreichen, erlauben wir uns an unsere mildthätigen Glaubensgenossen die eben so ergebene als dringende Bitte zu richten: Durch milde Beiträge dahin mit zu wirken, daß ein Kapital zur Erbauung eines Hospitals, und Gründung eines Fonds für arme jüdische Badegäste hier, zusammengebracht werde; damit dem armen kranken Glaubensgenossen, während seiner Kurzeit, hier ein dauerndes und fichereS Asyl bereitet werde. Erwägt, edle Glaubensgenossen, die Noth, der der Arme in der Fremde, von allen Mitteln entblößt, ausgesetzt ist; erwägt den Kamps, den er hier mit Krankheit und Hunger zu kämpfen hat; und Ihr, die Ihr jedes wahre Werk der Barmherzigkeit gern fördert, Ihr werdet gewiß nicht anstehn, einer so wohlthätigen Stiftung Eure Unterstützung angedeihen zu lassen; einer Stiftung, die nicht für die Armen eines Ortes bestimmt ist; die nicht von einer Gemeinde gegründet, nur den Armen derselben zu Gute kommt; sondern einer Stiftung, die es sich zur Ausgabe gestellt, alle armen, des hiesigen Bades bedürftigen Glaubensgenossen mit gleicher Liebe, gleicher Sorgfalt, nach Kräften zu unterstützen. Damit es aber jedem Menschenfreunde möglich sei, sein Scherflein, und sei es noch so klein, zur Gründung des edeln Werkes beitragen, auch sein Opfer auf dem Altar der Nächstenliebe darbringen zu können, sehen wir uns zu der ergebenen Bitte veranlaßt: daß sich einige renommirteMänner in jeder Gemeinde, durch den Vorstand derselben, oder aus eignem edeln Antriebe bewogen, der Sammlung vonBeitagen gütigst unterziehen möchten. Die Namen der Beitragenden und die Summa der Beiträge werden wir von Zeit zu Zeit durch die Allgemeine Zeitung des Judenthums veröffentlichen. Der Annahme von Beiträgen zur Gründung eines Fonds und Erbauung eines Hospitals hier hat sich das Bankierhaus Abraham Schlesinger in Hirschberg gütigst unterzogen, und verweisen wir alle Geldsendungen zu diesem Behufe nur allein an dasselbe, wo sie sofort in sicheren Fonds angelegt werden, und bis auf weitere Bestimmung des zu bildenden Komite's verbleiben sollen; jede nöthige Korrespondenz und Anfrage in dieser Angelegenheit aber, bitten wir an uns zu richten, worauf wir bereitwilligst antworten und Auskunft ertheilen werden. Sind die Sammlungen so weit gediehen, daß die dringlichsten Bedürfnisse fundirt sind, dann wird ein Verwaltungskomitv gebildet, die zu entwerfenden Statuten höhern Orts zur Genehmigung vorgelegt, und zum Baue des Hospitals sofort rüstig geschritten werden. Möchten unsere schlichten, aber gut gemeinten Worte in die Herzen edler Glaubensgenossen Eingang finden; möchte dies Unternehmen die Würdigung finden, und die Aufmerksamkeit erregen, welche ein solches Werk der Barmherzigkeit verdient; damit sein Ziel bald und vollkommen erreicht werde, und der arme Kranke hier sichres Obdach und Versorgung während seiner Kurzeit finde. Bis zur Verwirklichung unsres Unternehmens ersuchen wir alle wohllöblichen Vorstände jüdischer Gemeinden und edle Wohlthäter, die hiesige Badearmen-Kasse mit ihren Beiträgen unterstützen zu wollen, und dieselben vor Beginn der Badesaison an uns gelangen zu lassen. Warmbrunn, im Dezember 1846. Die Verwaltung der jüd. Badearmen-Kasse. Heimann Schneller. W. Fränkel. H. Schlesinger." Aus dem deutfch-kroner Kreis, 1. März. (Privatmitth.) Die Erleuchteten aller Konfessionen

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