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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-03-22 · Heft 13 (22.3.1847) · p. Seite 199

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 13 (22.3.1847)
Date
1847-03-22
Page
Seite 199 (sequence 15)
Language
German
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199 erhält jährlich 80 Thlr. Pr. Kct., nebst freier Wohnung und Beköstigung, so wie auch den Ertrag des Schachlens, auch ist der Gehalt durch den Unterricht im Deutschen noch bedeutend zu erhöhen. Hierauf Reflektirende haben sich in portofreien Briefen zu melden bei dem Vorstand der Israel. Gemeinde zu Neukaldeu in Mecklenburg-Schwerin. Die hiesige Gemeinde bedarf eines Vorsängers und Schächters. Das Fixum als Vorsänger ist 250 Fl., die ntrma trägt ebenfalls 250 Fl. Insbesondere gewünscht wird ein Mann von musikalischer Bildung. Wenn derselbe nicht zugleich ümib ist oder sein will, so kann er durch Musikunterricht bedeutenden Nebenverdienst sich erwerben. Zu wenden an den Vorstand der Israelitengemeinde zu Edenkoben (baier. Pfalz). Cif* Der hiesige israelitische Brüderverein beabsichtigt einen Kantor mit einem fixen Jahrgehalte von 250 bis 300 Thlr. anzustellen. Es wird ein sittlich-religiöser Lebenswandel, gründliche musikalische Bildung und genaue Bekanntschaft mit dem Rituale des jüdischen Gottesdienstes angesprochen. Geeignete Bewerber haben ihre Anmeldungen mit Beifügung der Qualifikationsatteste portofrei zu richten an Das Konnte des Brudervereins. Posen, den 8. März 1847. Nach kurzem Krankenlager endete am 2. d. M. zu Seesen der Dr. phil. Immanuel Wohlwill sein chatkräftiges segensreiches Leben. Noch in der vollsten Strebekraft des Mannesalters und in der reichsten Blüte seiner amtlichen Wirksamkeit erreichte ihn unerwartet schnell der Tod. Mit der ausgezeichnetsten Pflichttreue, Umsicht und Befähigung stand der treffliche Mann seit dem Jahre 1838 der von unserm hochverehrten Vater im Jahre 1801 gestifteten und seit seinem Tode unter unsrer Kuratel stehenden Erziehungsanstalt zu Seesen als Direktor vor. Seiner unermüdlichen, redlichen Mitwirkung, welche von Dankbarkeit und kindlicher Verehrung für den Stifter, inniger Freundschaft zu uns und treuer Anhänglichkeit an der Anstalt, der Pflegerin seiner ersten hülflosen Jugend, beseelt war, verdanken wir das befriedigende Ergebniß unserer eigenen Bestrebungen. Ohne einen solchen Mitarbeiter hatten wir dasselbe nicht erreichen können. — Wie tief und schmerzlich muß uns daher sein Verlust treffen!! — Daß dadurch im Fortgang der Anstatt keine Hemmung und Störung eintrate, war unsre erste Sorge. Dies zur Beruhigung der Eltern und Vormünder, welche der Anstalt ihre Kinder und Pflegebefohlenen anvertrauet haben. — Die Wiederbesetzung der Stelle wird unser nächstes Ziel sein. Wiewot die Anstalt im Geist des verehrten Stifters und nach Inhalt der von uns errichteten Statuten allen Religionsparteien ohne irgend eine Ausschließung offen steht, und dieser obenanstehende Grundsatz auch mit dem glücklichsten Erfolg bei Anstellung von Lehrern, Aufnahme von Freizöglingen, zahlenden Pensionären und Schülern stets in Ausführung gebracht worden ist, wie denn auch die Anstalt jetzt eine Zahl von ungefähr 140 Knaben der verschiedensten Mischung nach Stand und Religion der Eltern umfaßt, so ist es doch zur Zeit und in Gemäßheit der besonderen dieser Stiftung zu Grunde liegenden Tendenz erforderlich, daß der Direktor den jüdischen Glaubensgenoffen zugehöre; denn die Absicht des Stifters war zunächst darauf gerichtet, eine Erziehungsanstalt für unbemittelte Knaben mosaischer Religion zu gründen, ohne jedoch durch diese besondere Bestimmung eine seiner echten und tief begründeten Menschenliebe feindliche und mit seinem weit reichenden Weltblick unvereinbare Ausschließung und Abgrenzung aufstellen zu wollen. — Da der Direktor nun auch zugleich den jüdischen Knaben ihren besondern Religionsunterricht ertheilt, während die christlichen Knaben verschiedener Konfessionen diesen von ihren betreffenden Geistlichen erhalten, so ist die für ihn ausgestellte Bedingung um so unerläßlicher. Wir fordern demnach moralisch bewährte Männer jüdischen Glaubens, welche ihre philologischen und philosophischen Studien beendet haben, sich durch bereits bestandene Lehrerprüfungen als geeignet ausweisen können, und im Erziehungs- und Lehrfach schon geübt sind, zu schriftlichen Anmeldungen bei uns auf, welche bei dem Mitunterzeichneten Dr. H. Jakobson (Französische Straße, No. 35) einzureichen sind. Berlin, den 9. März 1847. Die Kuratoren der Iakobsonsschule zn Seesen M. Jakobson. H. Jakobson. Zur gefälligen Beachtung. Lehr- und Erziehungs-Anstalt fiir israelitische Knaben (Handels-Institut) von Louis SimOü in Hamburg. Der erste Jahresbericht wird auf Verlangen frei zugesandt. Eine gute Köchin, welche eben so gut in der Haushaltung fertig werden kann, auch die Damenfrisur sehr gut versteht, wünscht mit Herrschaften, welche zu Frühjahr oder in den nächst darauf folgenden Monaten nach Amerika zu reisen beabsichtigen, unter billigen Bedingungen mitzureisen. Reflektirende wollen sich gefälligst unter der Adresse E. N. an die Buchhandlung des Herrn B. S. Berendsohn inHamburg melden, welche das Nähere mittheilm wird.

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