Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 10 (1846)
- Issue
- Heft 46 (9.11.1846)
- Date
- 1846-11-09
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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tznsfichkvrn Itzubchenfchttr kaffe»^Srfchftht: i« d« GemeiNdeAichtS-i läßt man eS fichgefallmgeschieht Etwa-, läßtman eS. ßchiauch gefallewr.—undfür Beidewird Ihnen der-Norddeutsche treffliche Gründe «tgebM köNmnuL Rkcht so-: der.' RheiutändkL..!- So lang«: die Reform c im: Dunkeln, kappte/, mit vielen Lü»«m undnzeringep-Lhat pmhergmg,/Kfiel-siehier nicht, und man kümmerte sich nicht-,-Am sie.-, .'.Seit, dein sie zu Lhatsächlichem erstarkte, sich auf die Wirk» KMeft.svachsü-mrd) da zw «irthschaftenzcinßnM hat tzchn: sich; tnit,.Lust ihr zugewandt, und sie gewinnt täglrchkän Boden. --Man thud etwasfürfie., Hatte sich daheri am- Rheinlande selbst d« Nihilismus zu ßrgaoiflte» gesucht; und, dadieser-hierin feiner Na» tUr nach kein Glück machen konnte, sich, wenigstens de« Schein einer: Existenz zwgebengestrebtt.sa noch «nhL .die- Reform-;. und.eSwird nicht, lange dauern, daß de« Norddeutsche hierin von uns lernen wirbt Datum ist:eSauchersthied»itte Rabbinerverfamm, lhllK^geWesen-OvelcheAnklaüglbei.uns. gesunden, hat) undr auß diacResultat dieser-süßend.', kann .sich die »FottLdesxbestrtt:Empsangs.bei unS.grwärtigrrw,i rchja^»rchs;u;aS)ajk>/ 'n;vr:ir/t.1 '"35tf';Q'o>;8»ÖÄ r ü :r. .-.r Ina Stör >r::i,ttv. ,; . ...; Hl! 29. Oktober.! jPrivatmitth.): Durch Ät-GinfühtuNg ded dreijährigen, Zyklus den Tora- ÄrlestinM-hLde« wün ein Zwiefaches gewonnen;, die T tzadltrch.^ «möglich to Nährrbringung. des biblischen . InhjlltS)"ulld dioMkurzungdes Gottesdienstes. Obgterchdirsö; weit mehr rinezusällige; ein, sekundärer Sntzrmzd ««me» feim möchte, snist sie doch füo die Beförderung, und Fdsthültungde« Andacht I vo»; ««- ßmtlicher- Wichtigkeit.: Der Mensch, von der Schwer» kraft des Lebens zu dessen innersten Beziehungen, in «witze Wechselwirkung gebracht, vermag nur mit vieler^ Anstrengung seinennach den Erscheinungen der Außenwelt, mächtig hinstrebenden Sinn den Bedürs» Niffen seines Grmüthes zuzuwenden, und gelingt ihm dieS, dann kann er wiederum nicht aus längere Zeit, weil er sich »nwillkührlich nach der raschen Beweglichkeit drS wirksamen LebenS zurücksehnt, in diesem Zustande,der ruhige» Beschaulichkeit verharren. Ist uua. di« Synagoge der Ort, wo wir uns in unseren tiefsten,; geheimoißvollstrrr Temülhslagrn erkennen sollen, dann-muß die Zeit, ia der die Mittel zu die» f« Erkenotniß gegeben werden, keine zu große Dauer haben, weil,' wenn di« Spannkraft-der Andacht ««.' malt nachgelassen/ die Synagogeihrem - wichtigen Be. ‘ rufender». Menscher» iw feinenBrstrebttnAen nach dem Göttlichen zu-: unttrstützen; nicht chehr Nachkommen kaum --- Ei« bedeutsameres Moment ist jedoch das andre- -Iw unsier- Zeit, wo die verschiedenartigsten Extrem« .sich auf einmal in den Weg rennen, «ö pirtistische Schaustellungen und: verketzernde Meinungen mit feffellofer Aufklärungssucht und zerstörender Rrformwuth>iin diametraler Richtung entgegenlaufen j in. unsrer Zeitz die mit scharfen. Waffen -gegen das Bestehende, losziehk, - und mit zersetzender Macht die Aufschichtungende« Vergangenheit auseinander wirft oudfondirt/ba-thut es besonders Noch, dem in des Ungewißheit schwankenden-.Volke »inen sichern'Hakt zu geben; der im Stande seinkann, jedem von außen oder von, innen heranwogende« Sturme Motzzn bieten-Und dieser Halt ist. einzig inderBibelz» finden--..- Wenn die Ueberkommniffe der Zeiten iw di« Umwandlungen der Perioden; dir fl« durchzumachen hatten; ehe sie auf uns gelangten, sich fügen mußte») wenn. die klügelnden Deuteleien > die«- an - da Sr Wort der Schrift sich-knüpften, dem mannigfaltigsten Schickt sale sich zu> unterwerfen hatten, ps hat. das heiklg« Wort selbst durch-die-Jahrtausende seines Bestehens Nichts von seinem uralten Werth «ingebüßt, und gang so einfach, klar und deuttich wie sonst, spricht es noch heuterzu uns. Hat nun das Volk eine genaue Kennt» niß der Bibel sich gewonnen, hat «S ihren Inhalt' in sich ausgenommen,, dann - wird es von selbst die durch die Wissenschaft sch»»' rostig-, güvoröene- Kette vom menschlichen Zuthaten- und Formen durchbrechen undsich «tt klares Bild von der mosaischen Religion ' entwerfen. Herr. vr. Geiger hat sich darumdurch die Wiederherstellung der untergegangenerr Sitte; «inen Methurgeman dem Toravorleser an die Seit» zu geben, ein großes Recht auf die Dankbarkeit seiner Gemeinde erworben, und da er selbst dies Geschäft übernommen, so könne» wir uns der Gewißheit hingeben, daß seine Erklärungen der heiligen Schrift dieselbe feinen Zuhörern zum lebendigen Bewußtsein bringen werden, und so der Nutzen sich Herausstellen; den wir oben angegeben. - Königsberg, 23. Oktober. Di« städtischen Behörden haben unter den Anträgen an den nächsten Prorinziallandkag einstimmig als sechsten die bür-