Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 10 (1846)
- Issue
- Heft 37 (7.9.1846)
- Date
- 1846-09-07
- Page
- Seite 547 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3224737-3225443-3225481--08004-3238796- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
547 ohne Jnventarium, zu verpachten, auch wäre er nicht abgeneigt das Gut an einen soliden Mann zu verkaufen. Hierauf Reflektirende belieben ihre Anfragen unter der Adresse M. L. franko an Baumgartners Buchhandlung zur weitern Beförderung einzufenden. Studirende Israeliten, welche im nächsten Schuljahr die Lehranstalten Wiens besuchen, finden bei einer gebildeten Familie unter sorgfältiger Pflege, aufmerksamer Behandlung und billigen Bedingnissen Aufnahme. Nähere Auskunft auf schriftliche Anfragen unter der Adresse H. L. in Wien, Stadt Nr. 478 im 3ten Stock, wird bereitwilligst ertheilt. Literarische Anzeigen. Bei L. Wehl öb Co. tu Berlin sind folgende nach der Natur von E. Krüger gezeichnete Bilder erschienen: Moses Montefiore'S Audienz bei Mehemed Ali und Nikolaus I. Preis 22*/2 Sgr. Montesiore's Porträt. Preis 10 Sgr. H. Jaeobsohn's Antiquar-Buchhandlung in Dresden hat zu verkaufen und ist von Herrn Friese in Leipzig gegen baar zu beziehen: Salomon's Predigten. 3 Bde. Hamburg 1822. (Ladenpreis 4 Thlr.) für 25 Ngr. Kley s Predigten. 2 Bde. Hamburg. (Ladenpreis 2 Thlr.) für 15 Ngr. Getrennt werden beide Werke nicht zu diesem Preise ausgegeben. In Bauwgärtners Buchhandlung zu Leipzig ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Harfenlrlänge der heilige« Vorzeit. Ein Schul- und Haus-Lesebuch über alle Theile der heiligen Schrift alten Testaments. Aus den besten Bearbeitungen der deutschen Klassiker gesammelt von vr. H. Jolowicz. gr.8. broch. 15 Ngr. Im Borworte sagt der Verfasser von diesem Werke: Der leitende Gedanke vorliegenden Buches ist kein anderer, als der erwachsenen Jugend beiderlei Geschlechts eine gefällige und passende Anregung zur genauem Kenntnißnahme des lehrreichen Inhalts der Schriften alten Testaments an die Hand zu geben: ein Bedürfniß, welches sich seit der Herabwürdigung, welche die Bücher dieses religiösen Kanons durch Semmler erlitten, immer stärker geltend machte und dem weder durch die treffliche Sammlung der biblischen Geschichten in poetischer Bearbeitung von K. Bor mann (Leipzig, 1837), noch durch die von H. A. Nie meyer herausgegebenen „Heilige Dichtungen der biblischen Geschichte" (Bielefeld, 1844) genügend abgeholfen worden. Denn läßt, namenlich in Bezug auf das alte Testament, das vortreffliche Bormann'sche Buch einerseits schon die poetische Darstellung vieler geschichtlicher Hauptpersonen und Verhältnisse schmerzlich vermissen, so macht sich in demselben andererseits noch ganz besonders der Mangel all' und jeder dichterischen Bearbeitung der tiefen religiösen Wahrheiten, der Schatze von Erkenntniß und höherem Gottesglauben, die in überreicher Fülle im alten Testamente vorhanden sind, fühlbar, wodurch der Eindruck der Ganzheit gestört und den durch den Bibelunterricht in dem Herzen der Jugend erweckten erhabenen Empfindungen nur eine sehr schwache Stütze geboten wird. Diesen Mängeln hilft das Niemeyersche Büchlein um so weniger ab, als es überhaupt nur für die untersten Klassen gewisser Schulen berechnet ist. — Darum auch hofft der Herausgeber dieser Sammlung, in welcher nach Kraft und Einsicht die angedeuteten Mangel vermieden worden, allen denen, welche von der hohen Nothwendigkeit und Nützlichkeit einer, der erwachsenen Jugend zusagenden, poetischen Bearbeitung des Gesammtinhalts des alten Testaments überzeugt sind, durch vorliegendes Buch einen großen Theit ihrer Wünsche befriedigt zu haben, und gewiß wird der billigdenkende Sachkenner, dem die Schwierigkeiten des Sammelns bekannt sind, das etwaige Lücken- und Fehlerhafte meiner Arbeit nur mit Nachsicht und Schonung beurtheilen, wobei ich noch bemerken muß, daß die einzelnen in das Buch aufgenommenen prosaischen Stücke theils aus Mangel einer bessern poetischen Bearbeitung, theils gerade, um deren Einseitigkeit zu ergänzen, ihre Ausnahme fanden. Inhalts