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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1846-09-07 · Heft 37 (7.9.1846) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
10 (1846)
Issue
Heft 37 (7.9.1846)
Date
1846-09-07
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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X.z-hrgang. Allgemeine No. SV. Zeitung des Zvdcnthnms. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Verlag von Dr. Ludwig Philipps»«, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. KU Leipzig. (Mit königl. sächsischer allergnädigster Konzession.) Leipzig, den 7. September 1846. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Tblr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22£ Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzr worden. Me Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Gedicht: Der Judenfriedhof. Von Ludwig Bechstein. Leitender Artikel: Vrentano's Kommissionsbericht in der badischen Kammer. iSchluß.) Zeitungsnachrichten: Australien: Sydney. Amerika: Coro, Richmond. A si en: Smyrna, Damaskus. Italien: Nom. Preußen: Breslau, aus Thüringen, Bleicherode. Deutschland: Mannheim, Karlsruhe, Hamburg. Für langen Schlummer ohne Traum, Ein Garten — ohne Blum' und Baum. Hellweiße Steine stehn in Reih'n Wie Geister nebelvoller Trift. Denkmäler ohne Schilderet'», Geliebter Tobten letzte Gift, Voll räthselhafter dunkler Schrift. Gedicht. Der Zudenfriedhof. Empor den steilen Felsengrat Steig' ich aufathmend ans dem Thal. Um Bergeszinne fließt noch matt Des Abends letzter, bleicher Strahl; Schon Spätherbst isi's, der Wald ist fahl. Die Höh' erreicht! der Fuß gewann Des Bergs Hochebeurücken, leer; Fliegender Sommer überspann Die Stoppelfelder kreuz und quer, Und Schatten lagern drüber her. Es blinkt durch den zerknickten Zaun Gleich einem Schädel, augenleer, Der Abenddämm'rung bleiches Graun. Drüben der Wald rauscht, wie ein Meer; Tief einsam ist es um mich her. Ein Schauer faßt mich! Alter Zeit Erina'rung taucht in mir empor. Wo dieses Friedhofs Einsamkeit Der ausgelassnen Jugend Chor Zum Spiel- und Tummelplatz erkor. Des Zaunes Planken brachen wir, Und spielten über Gräbern Ball. Das stille schaurige Revier Erfüllen wir mit Lärm und Schall, Za mit der Schlüsselbüchsen Knall. Dort an des Berges steilstem Hang Empfängt mich ein umzäunter Raum. Ein Garten ohne Vogelfangs Dagegen — uns gar schauerlich — Ein Garten an den Friedhof stieß, Rach dessen Früchten keiner sich

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