Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 10 (1846)
- Issue
- Heft 28 (6.7.1846)
- Date
- 1846-07-06
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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No. »8. x. Jahrgang. Allgemeine Zeitung des Zudenthrrms. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Verlag von Dr. Ludwig Philippsoli, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg.. zu Leipzig. (Mit königl. sächsischer allergnadigster Konzession.) Leipzig, den 6. Juli 1846. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig; mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Tblr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22| Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitender Artikel: Aktenstücke zur dritten Versammlung deutscher Nabbinen. Nachtrag zu dem von Or. B. Frank in Wolfenbüttel gestellten Anträge, die Beschneidung betreffend. Zeitungsnachrichten: Frankreich: Paris, Paris. Großbritanien: London. Deutschland: aus Württemberg, Bamberg, Bamberg, Wolfenbüttel. Preußen: Berlin, Berlin, Berlin, Berlin, aus dem Großherzogthum Posen, Kreuznach. Oesterreich: Neustadt bei Ujhely. Literarische Nachrichten: Magdeburg, Magdeburg. Korrespondenz: Protokolle der Lehrerversammlung zu Krefeld am 4. und 5. Mai 1846. Leitender Artikel. Magdeburg, 30. Juni. Aktenstücke znr dritten Rabbinerversammlung. Nachtrag zu dem vom Unterzeichneten gestellten Anträge, die Beschneidung betreffend. Wenn es gleich sehr erfreulich für mich ist, aus der mir soeben zu Gesicht kommenden No. 26 d. Z. zu ersehen, daß Herr vr. Bergson in Berlin sich den von mir (No. 23 d. Z.) ausgesprochenen Ideen angeschlossen und die von mir vorgeschlagenen Abänderungen als richtig anerkannt hat, so finde ich mich doch im Interesse der guten Sache veranlaßt, hier noch Einiges in Betreff des von demselben (a. a. £>.) gemachten Vorschlages zu bemerken. Die Bildung einer aus Nabbinen und Aerzten bestehenden Kommission zur Prüfung der bisher laut gewordenen Klagen über Mißstände bei der Beschneidung scheint zwar auf den ersten Anblick Vieles für sich zu haben, stellt sich jedoch bei näherer Betrachtung nicht als unumgänglich nothwendig dar und würde sogar, wollte man einer solchen Kommission die Berathung über eine hebe vorzunehmende Veränderung überlassen, nur dazu dienen, die so höchst dringliche Reform der Beschneidungsoperation noch auf einige Jahre hinauszuschieben. vr. Bergson führt selbst an, daß die jüdischen Aerzte, welche bisher über die Beschneidung schrieben *), die von wir als dringend wünschenswerth bezeichneten Modifikationen gut heißen. Diese llebereinstimmung der Aerzte aber be- *) Beiläufig sei es erwähnt, daß meine in Ro. 23 gegebene „Zusammenstellung u. s. rv." einer von mir an die erste Rabbinerversammlung zu Braunschweig gerichteten Zuschrift entnommen ist. Dieser Umstand wird es einigermaßen rechtfertigen, daß in derselben neben den älteren Schriften von Wolfers, Collin und Terquem nicht auch die zur Feit noch nicht veröffentlichten gediegenen Arbeiten von Salomon, Bergson und Brecher genannt sind. — Weshalb indeß der Präsident jener Versammlung, Herr Kirchenrath vr. Meyer, dem ich die Zuschrift persönlich überreicht habe, dieselbe weder der verehrlichen Versammlung zu Braunschweig, noch der zu Frankfurt a. M. vorgelegt hat, weiß ich mir nicht zu denken.