Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 10 (1846)
- Issue
- Heft 25 (15.6.1846)
- Date
- 1846-06-15
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3224737-3225443-3225469--07815-3238595- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Einbeck 1× ep/1044488
- Jever 1× ep/1047966
OCR text
lehren, und wird ihrer gediegenen sittlichen Bildung wegen wie als Lehrerin so als Gesellschafterin die besten Erwartungen erfüllen. Es wird für die hiesige israelitische Gemeinde ein Lehrer gesucht, welcher zugleich den Gottesdienst nach dem neuen Ritus leiten und das Schächteramt versehen kann. Diese Stelle soll spätestens Anfangs September wieder besetzt sein. Hierauf Reflektirende wollen sich in portofreien Briefen an den Unterzeichneten wenden. Einbeck, den 21. Mai 1846. Meyerstein, Vorsteher der israelitischen Gemeinde. Vakanzen. Bei der Synagogen-Gemeinde Bremke bei Göttingen wird zum 1. September d. I. die Stelle des Lehrers, Schächters und Vorbeters vakant. Befähigte Bewerber um solche, die auch den Elementar-Unterricht zu ertheilen haben, wollen sich baldthunlichst in frankirten Briefen bei dem Unterzeichneten Vorstande melden, und wird bemerkt, daß die Stelle circa 200 Thlr. eintragt, und dabei noch die Aussicht auf Nebenverdienste darbietet. S. Oppenheim. Die Stelle eines Lehrers und Kantors bei der Gemeinde der Stadt Jever ist erledigt. Das Schächten ist mit dieser Stelle nicht verbunden. Gelegenheit zu Privatunterricht und zur eignen Fortbildung ist gegeben. Gehalt 90 Thater nebst völlig freier Station. Der Unterricht erstreckt sich auf alle Elementar- und Religionsgegenstände. Ebenso die Stelle eines Religionslehrers, Kantors und Schächters bei der Gemeinde der Stadt Varel. Die Kinder besuchen die Ortsschulen. Gehalt und Sonstiges wie oben. Beide Stellen können sogleich oder spätestens im Herbste angetreten werden.— Frankirte Anmeldungen bei Landrabbiner Wechsler in Oldenburg. Ein lediger israelitischer Lehrer, der einen biedern Charakter und Dienstjahre im Schreibleseunterricht von R. I. Wurst an einer öffentlichen Schule unzweideutig Nachweisen kann, kann eine öffentliche Lehrerstelle erhalten, und sich dieierwegen mittelst frankirten, eigenhändig geschriebenen Briefes wenden an TL. R., Direktor und Oberlehrer in der spanischhebräisch-deutschen Schule in Wien, Negrle- Gaffe No. 712. Wien, 24. Mai 1846. Erklärung. Im Anzeiger der Allgemeinen Zeitung des Juden- Ihums No. 23 war von einem Herrn Abraham Wechsler, Rabbiner in Schwabach, behauptet, daß der hiesige Gemeindevorstand an einen Herrn Wolfs Hamburger in Fürth die Frage gestellt habe, „ob Herr Lr. Einhorn, Landrabbiner zu Birkenfeld, würdig sei, bei einer friedseligen religiösen Gemeinde als Rabbiner angestellt zu werden." Im Interesse der Wahrheit erklären wir hierdurch, daß der Rabbiner, Herr Dr. Einhorn bei uns in zu großer Achtung steht, und wir von dessen Würdigkeit zu vollkommen überzeugt sind, als daß es uns jemals in den Sinn hätte kommen können, über Denselben überhaupt Erkundigungen einzuholen, zumal bei einem Manne, der uns nicht einmal dem Namen nach bekannt war. Schwerin a. W., den 6. Juni 1846. a Die Verwaltungsbeamten der israes. Korporation. Hermann. Stargardt. Eohn. Levy. Teplitz, den 2. Juni 1846. Erfreuliche Nachricht für Israels Religionsfreunde. Unter der Aegide unsrer hohen gnädigsten Regierung gelang es unserer Gemeinde, durch ihr eifriges Streben, an ihrer Religion unverbrüchlich treu fest zu halten, den zweiten Feiertag des diesjährigen Wochenfestes mit demselben Gottesdienste und dem Ruhen aller Geschäfte unter den Segnungen der göttlichen Vorsehung wie bisher zu feiern, denn Dank sei dem Ewigen, es fehlte von der ganzen Gemeinde bei diesem feierlichen Gottesdienste nur der neuerungssüchtige Rabbiner und seine vier Anhänger. Literarische Anzeige. Bei Stern & Comp, in Berlin erschien so eben und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Israels ErbauuttHsstunden, ein Buch der häuslichen Andacht für die Bekenner des Judenthums, herausgegeben von den DD. und Rabbinern Auerbach in Berlin, Auerbach in Frankfurt a. M., Frankfurter, Geiger, Hirsch, Holdheim, Jost, Kley, Philippson, Rebenstein, Saalschütz, Salomon, Stern u. A. 1. Lieferung, gr. 8. Preis 7'/r Sgr. Vollständig in 25 monatlichen Lieferungen oder 3 Bänden. Dies Werk, weit entfernt einer einseitigen religiösen Richtung sich hinzugeben, ist vielmehr bestimmt allen gebildeten Israeliten m den Stunden ernster Lebensbetrachtung nahe zu treten, und bei dem bisherigen Mangel eines ähnlichen Buches, im wahren Sinne des Wortes, ein tiefempfundenes Bedürfniß zu befriedigen. Durch einen Hinweis auf die rühmlichst bekannten Namen der Mitarbeiter, halt sich die Verlagshandlung jeder weitern Anempfehlung für überhoben. Druck von I. B. Hirfchfeld.