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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1846-06-15 · Heft 25 (15.6.1846) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
10 (1846)
Issue
Heft 25 (15.6.1846)
Date
1846-06-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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N-. SS X. Jahrgang. A l 1 g k M k l N L Zeitung des Zudenthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Verlag von Dr. Ludwig Philippson, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. zu Leipzig. (Mit königl. sächsischer allergnadigster Konzession.) Leipzig, dm 15. Juni 1846. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Tblr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22£ Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und .Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Harfenklänge: Gedichte von Ludwig Wihl. 1. Jerusalem. 2. Jüdisch mittelalterliche Elegie. Leitender Artikel: Aktenstücke zur dritten Versammlung deutscher Rabbinen. Entwurf zu einem Berichte über den zweiten Festtag. Zeitungsnachrichten: Preußen: Berlin, Aachen, Magdeburg. Deutschland- Hannover, Kassel, aus Baiern. Oesterreich: Teplitz,' Pesth. Personal- und Lokalnachrichten: Magdeburg, Nachod. Harfenklänge. Gedichte von Ludwig Wihl. 1. Jerusalem. Jerusalem, du stolze Stadt, Wie liegst du jetzt in Staub gebückt, Am Weltenbaum ein dürres Blatt, bin Reis vom grünen Stamm geknickt. Wo einst Jehova's Tempel stand, Hält jetzt der wilde Räuber Rast, Begraben hat der Wüstensand Der alten Fürsten Goldpalast. Statt Harfenspiel und Saitenklang Erschallt des Geiers rauher Schrei, Und auf den Straßen ruhet bang Ein ewigstilles Einerlei. Und deine Söhne, die sich kühn Ein Volk von Priestern laut genannt, Wie müssen sie in Elend zieh'n, Gebannt aus ihrem Heimathland. Jehova hält ein schwer Gericht, Wer kann vor seinem Spruch bestehn! — O furchtbar schickliches Gesicht, Wie es Jesajas hat gesehn. 2. Jüdisch mittelalterliche Elegie. Ohne Land und ohne Thron Irren seit zweitausend Jahren Wir weit ab vom Libanon Unter Leiden und Gefahren. Keine Palme wehet hier Duft'ge Kühlung, wenn wir beten, Kein Altar, kein Opferthier, Priester fehlen und Propheten! Wo der Väter Haus einst stand, Lagern jetzt nur wilde Horden, Und der Väter theures Land Ist den Söhnen fremd geworden. Selbst der Sprache Heilder Laut, Ach, er ist uns längst verklungen,

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