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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1846-03-16 · Heft 12 (16.3.1846) · p. Seite 180

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
10 (1846)
Issue
Heft 12 (16.3.1846)
Date
1846-03-16
Page
Seite 180 (sequence 16)
Language
German
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180 Stelle eines Vorsängers, Schochats und Elementarlehrcrs vakant. Unverheirathete junge Männer, die zeitgemäßen Anforderungen entsprechen, wollen sich baldigst persönlich oder schriftlich bei dem Unterzeichneten Vorstande melden. Bemerkt wird noch, daß diese Stelle, außer freier Station, einen nicht unbedeutenden Jahrgehalt und ansehnliche Akzidenzien verbindet. Gr. Mühlingen in Anhalt-Bernburg. Der Vorstand. E. I. Fließ. Lehrlingsgesuch. Lehrlinge mosaischer Religion, welche in eine Spezerei- und Manufakturwaaren-Handlung ausgenommen zu werden wünschen, wollen sich deshalb mit frankirten Briefen anfragen in der Handlung des AtzrUr hum Hirsch Sohn aus Auscha in Böhmen. Literarische Anzeigen. In dem neuen hebräische» Verlage von Gottlieb Haase Söhne i« Prag find erschienen und erscheinen: Drei neue Ausgaben des MACHSOR (i n t n b) sämmtliche Festgebete und gottesdienstliche Wichtungen der Israeliten in 8 5 und T Bänden. Die Ausgabe in 9 Bänden, hebräischer Text mit einer neuen deutschen Uebersetzung und einem ausführlichen neuen hebräischen Kommentar von »t\ M Letteris. Die Ausgabe in 5 Bänden, hebräischer Text mit einer neuen deutschen Uebersetzung von demselben Gelehrten und die Ausgabe in 2 Bänden, hebräischer Text mit einer neuen deutschen Uebersetzung von eben demselben Gelehrten. Jede der drei Ausgaben des Machsor ist wieder auf drei verschiedene Papiergattungen gedruckt, um so auch das Bedürfniß der Unbemittelten befriedigen zu können. Wir haben, um vielfach an uns ergangenen Anforderungen zu genügen, den Subskriptions- und Pranumerationsweg eröffnet und können die Bande der drei Ausgaben demnach einzeln bezogen werden. Ein ausführlicher Prospektus besagt das Weitere darüber. Von der Sbändigen Ausgabe des Machsor sind bis jetzt die drei ersten Baude, und von der Sbandigea ist der Iste Band erschienen. Im Betreff der Gediegenheit der Uebersetzungen zu alten 3 Ausgaben und des Kommentars zur 9lhetligen Ausgabe kennen wir uns um so mehr aller Anpreisungen enthalten, da die Befähigung ves Herrn Dr. M. LetteriS zu solchen Arbeiten außer allem Zweifel steht. Die glanzenden Verdienste dieses Gelehrten um die jüdische Literatur sind nicht neu, sie find in einer 20jährigen thätigen Wirksamkeit begründet und auch so vielfach rühmlichst anerkannt, daß man mit Sicherheit annehmen kann, diese seine neuesten Leistungen werden seine seltene, gelehrte Sachkenntnis und die besondere Vorliebe für Herstellung einer in mehrfacher Hinsicht wün-schenswerthen, neuen Ausgabe des ganzen Machsor zurGenüge beurkunden. Durch eigene, sorgfältige Ueberwachung des Satzes und selbst des Druckes hat der Herr Verfasser diesen Ausgaben noch einen weiteren Vorzug, den der möglichsten Korrektheit, gegeben. Auch eine ausführliche Ankündigung unserer bereits erschienenen israelitischen Gebetbücher ist durch alle Buchhandlungen auf gefätllges Verlangen gratis zu erhalten. Prag im Februar 1846. Gottlieb Haase Söhne Verlags-Expedition. In Baumgartners Buchhandlung in Leipzig sind erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Kleiner Katechismus der israelitischen Religion. Von Dr. Ludwig Philippson, Rabbiner. Preis 2^ Ngr. (2gGr.). Gebunden 3Ngr. 8 Pf. (3gGr.). Verspätet. Auch in unserm kleinen Städtchen Proskau O.S. ist der Funke zum Fortschritte im Judenthume angefacht. Meine älteste Tochter ist, als sie vor einigen Wochen den 13. Geburtstag erreicht, konsirmirt worden. Sie legte in der Synagoge vor der heiligen Lade ihr Glaubensbekenntniß feierlichst ab; und als dieses in der besten Ordnung geschehen, hielt unser Jugend- und Religionslehrer, HercSalomon Weißler, eine würdevolle, der Wichtigkeit dieses Aktes und dem Zeitgeiste sehr angemesse, höchst inhaltreiche Rede, so daß diese zuallererst hier stattgefundene Konfirmation eine hohe Weihe erlangt und alle Anwesenden jung und alt, nicht allein erbaut, sondern sogar zu Thranen gerührt wurden. Indem ich dieses allen meinen Freunden und Gönnern anzuzeigen nicht verfehle, kann ich nicht unterlassen, dem Herrn Lehrer Weißler für seine gehörte Bemühung den innigsten Dank und verdienstvollsHelobigung hiermit zu zollen. Proskau im Februar 1846. Moritz Proskauer. Druck von I. B. Hirschfeld.

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