Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 10 (1846)
- Issue
- Heft 11 (9.3.1846)
- Date
- 1846-03-09
- Page
- Seite 162 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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162 Das Durcheinander, wenn der Eine Ln der Gemeinde deutsch, der Nachbar hebräisch spräche, würde grotesk sein, und der ewige Wechsel, der uns bald au den Jordan, bald an die Ostsee versetzen würde, hätte kein Heil. Der Vers, will Jedem das Seine geben, das ist im Einzelnen sehr schon; ein Ganzes aber muß auf bestimmter Basis ruhen, in welche die individuelle Verschiedenheit aufgehen muß. Leipzig, 3. März. Von dem Philippson'scheu Bibelwerke wird so eben die 26ste Lieferung versandt; die 27ste ist bald fertig. Dieselbe reicht fast bis zum Ende der zweiten Abtheilung Jirmejah's (die geschichtlichen Weissagungen an Juda, vom 19, 14—K. 45), so daß die 28ste Lief, das Ende von Jirmejah bringen wird. Man sieht, daß das Werk, dessen Theilnehmerkreis immerfort im Erweitern begriffen ist, jetzt rasch fortschreitet. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1V4 Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Seile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Konkurs. Von Seite des gefertigten Vorstandes wird bekannt gemacht, daß die hiesige Rabbinalsstelle, vom 24. April l. I. angefangen, mit der, nebst freier Wohnung und üblichen Akzidenzien, ein jährlicher Gehalt von 3 bis 400 Fl. K. M. verbunden ist, zu besetzen sei. Darauf Reflektirende müssen nebst einem anerkannt moralischreligiösen Charakter, mit den nöthigen mnii versehen sein, die philosophischen Studien beendigt haben, ein gutes Rednectalent besitzen, der deutschen und ungarischen Sprache mächtig sein, und sich zugleich anheischig machen, das Direktorat der hier bestehenden Normalschule zu übernehmen. Es wollen sich daher diejenigen, welche diese Stelle zu erhalten wünschen, persönlich, mit glaubwürdigen Zeugnissen versehen, hieher verfügen. Ketskemet im Februar 1846. Der Vorstand der israel. Gemeinde. Gesuche. Ein nicht verheiratheter tüchtiger jüdischer Etementarlehrer, der die genügenden Kenntnisse im Hebräischen mit einer gründlichen wissenschaftlichen Bildung verbindet, zugleich einen Chorgesang zu leiten fähig ist, und hierüber, so wie über seine religiös-moralische Führung beglaubigte Zeugnisse beibringen kann, wird mit einem sixirten Gehalte von 200 Thlr. zum 1. April d. I. von unsrer Gemeinde gesucht. Meldungen dazu werden nur frankirt angenommen. Frankfurt a. d. O., den 2. Marz 1846. Der Vorstand der israel. Gemeinde. Pollack. Salzmann. Levy. Ein Jüngling, der eine Schultehrerbildungsanstalt besucht hat, gründliche musikalische Kenntnisse besitzt, auch als Schochet befähigt ist, wünscht als Lehrer, Vorsänger und Schochet eine Stelle zu erhalten. Gemeinden, welche hierauf reflektiren, wollen sich gefälligst in portofreien Briefen an mich wenden. Hechingen, im Februar 1846. Dr. S. Mayer, Rabbiner. Eine gebildete Dame, jüdischer Religion, in gesetztem Alter, welche schon seit längerer Zeit einem großen Haushalt vorgestanden, findet als Wirthschafrerin in einem angesehenen Hause in Breslau ein Engagement. Adressen erbittet man W. L. poste restante Breslau. Vakanzen. Bei der hiesigen israelitischen Gemeinde ist mit dem kommenden Vrhrt HS (am 27. April 1846) die Stelle eines Vorsängers, Schochats und Elementarlehrers vakant. Unverheirathere junge Männer, die zeitgemäßen Anforderungen entsprechen, wollen sich baldigst persönlich oder schriftlich bei dem Unterzeichneten Vorstande melden. Bemerkt wird noch, daß diese Stelle, außer freier Station, einen nicht unbedeutenden Jahrgehalt und ansehnliche Akzidenzien verbindet. Gr. Mühlingen in Anhalt-Bernburg. Der Vorstand. E. I. Fließ. Die vierte Lehrerstelle an der hiesigen jüdischen Schule, mit welcher ein fixirtes jährliches Gehalt von 150 Thlrn. verbunden ist, wird zum 4. Mai dieses Jahres vakant. Qualisizenten wollen sich in portofreien Briefen oder persönlich bei dem Unterzeichneten melden. Gnesen im Februar 1846. M. Russak.