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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1846-02-23 · Heft 9 (23.2.1846) · p. Seite 139

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
10 (1846)
Issue
Heft 9 (23.2.1846)
Date
1846-02-23
Page
Seite 139 (sequence 15)
Language
German
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139 neue Leibwäsche, und and) sonst zeigt sich verschiedenartig ihr wohlthuender Edelmuth. Die Gerichtspflege über die Israeliten wird von den Behörden der Dominien ausgeübt, auf welchen sie wohnen, an diese bezahlen sie außer dem Schutzgelde, wenn sie zugleich Unterthanen desselben Dominiums sind, die Gewerbe- und Gebäudesteuer; die von den Juden besonders zu entrichtende Vermögensteuer wird hingegen durch mehre jüdische llntereinnehmer an das für sie ergends bestehende jüdische Kreis-Steueramt zu Koniggrätz abgesührt. In Betreff der Matrikenführung wurden vermöge einer hohen Gnbernialverordnung vom 24. April 1838, Zahl 1818, sämmtliche Dominien in sechs Bezirke eingetheilt, und zwar: in den daudleber, dobrntschkaer, großbocker, nachoder, reichenauer und senstenberger Bezirk, und jedem Bezirke ein Israelit als beeideter Matrikenführer beigegeben, und dazu bestimmt, daß der zunächst wohnende denselben im nörhigen Falle auch zeitweilig zu substituiren habe. Schließlich muß auch Einiges vom Militär in Erwähnung gebracht werden. Unter dem in den beiden dieskreisigen Festungen Koniggrätz und Josephstadt garnisonirenden Militär befinden sich von Israeliten ein Lieutenant, mehre Unteroffiziere, einige Tambours und viele Gemeine. Auch unter dem feldärztlichen Personale befinden sich einige Israeliten, so wie sich auch zu Josephstadt ein israelitischer Oberfourier befindet. Anzeiger. Zn demselben werden Annoncen aller Art gegen llf* Ngr. (l gGr.) Gebühren für die gespaltene Ieile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Gesuche. Die zu unserm Rabbinate gehörige israelitische Gemeinde zu Immenrode beabsichtigt, sofort einen jungen Mann, er kann auch verheirathet sein, als Religions- und Elementarlehrer, Schächter und Kantor anzustellen. Einige musikalische Kenntnisse waren erwünscht. Das Einkommen belauft sich mit freier Wohnung auf circa 200 Thlr. jährlich. — Nach einem einjährigen befriedigenden Wirken erfolgt die definitive Anstellung. Die hierauf Reflektirenden wollen sich baldigst mit genügenden Zeugnissen portofrei an den Unterzeichneten wenden, bei dem sie sich auch einer Prüfung zu unterwerfen haben. Die Reisekosten werden nur bei der wirklicher Uebernahme des Amtes theilweis erstattet. Das Rabbiuat der Stadt Soridershauseri. PH. Heidenheim. Die israelitische Gemeinde in Anclam wünscht zu -p'tf lllNN einen Lehrer, der zugleich Schächter und Vorbeter sein soll. Hieraus Neflektirende wollen sich baldigst bei dem Vorstand melden, und bei der Meldung die besitzenden Zeugnisse mit einsenden, worauf alsdann das Nähere mitgetheilt werden wird. Anclam, den 1. Februar 1840. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde daselbst. Ein preußischer, über seine Leistungen als Lehrer und Prediger mit den vortheilhaftesten Zeugnissen von anerkannt großen Rabbinen und Predigern Deutschlands versehene Rabbinars-Kandidat wünscht eine seinen Fähigkeiten angemessene Stelle als Rabbiner oder Prediger, bei der er auch die Ertheilung des Religionsunterrichts mit zu übernehmen batte. Nur auf eine die Gründung eines Hauses in Aussicht stellende Anstellung wird Rücksicht genommen. — Hierauf ceflektirende Gemeinden wollen sich gefälligst mit portofreien Briefen an die Buchhandlung des Herrn B. S. Bereu dso hn in Hamburg unter Chiffre K. F. H. wenden. Ein junger Mann von gefälligem Aeußern, der das Geschäft in einer Leder-, Tuch- und Modewaarenhandlung gründlich erlernt, gegenwärtig in einer solchen Handlung servirt, der sowol über seine wissenschaftliche als merkantilische Bildung die besten Zeugnisse besitzt, und auch im Komptoirfache nicht unerfahren ist, sucht zu Ostern d. I. eine anderweitige Stelle. Eine Lederhandlung würde er jeder andern vorziehen. Hauptbedingung ist die Sabbathsfeier. Frankirte Briefe werden unter M. A. 8. zur poste restante Fislebeli sofort beantwortet und besagen das Nähere. Vakanzen. Bei der israelitischen Elementarschule in Exin im Großherzogthum Posen, Regierungsbezirk Vromberg, sind 2 Lehrerstellen vakant; die erste, mit einem Gehalte von 150 Thtr. nebst freier Wohnung, ist zum I.Maia. c., die zweite, mit 110 Thlr. nebst freier Wohnung, aber sogleich zu besetzen. Qualisi'zirte, mit Zeugnissen versehene

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