Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 12 (1848)
- Issue
- Heft 53 (25.12.1848)
- Date
- 1848-12-25
- Page
- Seite 761 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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761 Ad. I e li n ek, Prediger: Leipzig, 1847. Gesang. Gebet der Konfirmandin. Einleitungsrede über ni* N2NK1 'fi einfach und herzlich, verständlich und ein-, dringlich. Anrede an die Konfirmandin. Prüfung, wo es freilich auffällt, daß der Konfirmandin gesagt wird: „Ahme nicht jene Modethorheit nach, welche den Talmud verdammt, ohne ihn zu kennÄr." Nun, als „Religkonsquelle" kann sie ihn auch nicht ehren, weil sie ihn doch nicht kennt.- Einige Sprüche, Parabeln rc. genügen dazu wol nicht. Auf beiden Seiten ist dann die Täuschung. Denn die Sprüche, Parabeln rc. machen das Wesen des Talmuds nicht. Die Konfirmandin hersagen zu lassen: „Oie 613 mosaischen Vorschriften werden eingetheilt in 365 Verbote gleich den Tagen eines Sonnenjahrs, und in 248 Gebote gleich der Zahl der menschlichen Glieder (???). Außer diesen mosaischen Vorschriften m»ö giebt es noch rabbinische Vorschriften mitta ■jm^n und Volksgebräuche — dies einer Konficmandin in den Mund zu legen, ist wol die Geschmacklosigkeit selbst. Glaubensbekenntniß. Gesang. Schlußgebet der Konfirmandin. Schlußrede, sehr angemessen und brav. — Sammlung von Gebeten und Psalmen für Israeliten. Frankfurt am Main, 1847. Wir lassen, um die Bestimmung dieser Sammlung deutlich zu machen, hier am Füglichsten die Herren Verfasser in dem Vorwort selbst sprechen: „Indem wir die vorliegende Sammlung herausgeben, glauben wir einem allgemein gefühlten Bedürfnisse entgegenzukommen. — Aus wichtigen Gründen haben wir jedoch uns für's Erste auf dasjenige beschränkt, was für die öffentliche Andacht unentbehrlich schien, und behalten uns vor, eine umfassendere Sammlung, welche insbesondere auch die häusliche Andacht berücksichtigt, nachfolgen zu lassen. - Ein bedeutender Theil der hier aufgenommenen Gebete ist den älteren liturgischen Stücken nachgebildet. (Sie sind mit * bezeichnet.) Unsere Aufgabe hierbei war es, nicht etwa jene wörtlich zu übertragen, sondern vielmehr deren Geist aufzufassen und den religiösen Inhalt, nach dem Standpunkte des heutigen Bewußtseins möglichst getreu wiederzugeben und allseitig zu entfalten; zugleich aber auch dem Ausdrucke diejenige liturgische Form zu ertheilen, welche den Anforderungen gottesdienstlicher Hebungen entsprechen dürfte. , Auch in der Anordnung des Ganzen sind wir der herkömmlichen Weise gefolgt, indem wir Psalmen und Bibelverse an geeigneten Stellen einlegten. Bei Uebersetzüng derselben erschien es für den Zweck nothwendig, unbeschadet der Treue, manche Gedanken zu umschreiben. Einen gewissen Rhythmus hat man übrigens dabei erstrebt, ohne ein bestimmtes Metrum zu befolgen. Einige Bibelstellen und Formeln wurden bereits bestehenden Kompositionen angepaßt. Die Gesänge (auch das Stück No. 19) sind meist der als Manuskript gedruckten berliner Sammlung entnommen, jedoch nicht ohne verschiedene Aenderungen, die wir nach genauer Erwägung für angemessen erachteten. Die von uns neu verfaßten Stücke haben ganz besonders die Bestimmung, die wesentlichen Momente der Religionslehre, sowie auch manche geschichtlicheAnklängie in's Bewußtsein zu rufen, und die höhere Bedeutung des Gottesdienstes darzustellen. Uns leitete hierin die Ueberzeugung, daß Gebete weder in flache Allgemeinheiten auslaufen, noch in seichte Sentimentalität sich verlieren dürfen, sondern überall einen kernhaften, historisch begründeten, durch Erkenntniß und Forschung gelauterten Glauben und eine darin wurzelnde thatkräftkge Gesinnung zu vertreten haben. Was die Anwendung dieses Buches betrifft-, so ist vorausgesetzt, daß bei jeder Andachtsübung nur eine Auswahl von Stücken vorgetragen wird. Choräle sind nicht hinzugefügt worden, weil Solche aus vorhandenen Gesangbüchern (hier ist dasJohlson'sche eingeführt) entlehnt werden können. Frankfurt am Main, April 1847. Jakob Auerbach, vr. I. M. Jost, vr." ' Der Inhalt dieser Sammlung ist: Einleitende Gesänge und Gebete; Psalmen (8. 19. 23. 24. 27. 92. 93. 96. 100. 101. 104. 131. 121. 123. 144. 146. 148.); Bekennlniß und Benediktionen; Schlußgebete; Festgebete und Psalmen; Gedächtniß der Hingeschiedenen; Gebete für die Jugend; Tischgebet. Notiz. Frankfurt am Main, 14. Dezember. (Eingesandt.) Gestern wurde auch hier von einem Verein von Tonkünstlern und Dilletanten eine Privatsoiree veranstaltet, deren Ertrag für 'die Hinterbliebenen R. Blums bestimmt war. Wir hatten auch in diesem Konzerte wieder Gelegenheit, uns von dem außerordentlichen Talente