Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 12 (1848)
- Issue
- Heft 51 (11.12.1848)
- Date
- 1848-12-11
- Page
- Seite 739 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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739 1) Alsbach aus Unna, 2) Blumenau aus Hovestadt, 3) Cahn aus Oestinghausen, 4) Filehne aus Salzkotten, 5) Kaufmann aus Erwitte, 6) Lebenstein aus Lippstadt, 7) Meyerfon aus Westernkotten, 8) Spier aus Bergentreich, 9) Rothschild aus Geseke, 10) Wolff aus Lübbecke. Abends spät traf noch ein 11) Meyer aus Telgte. Ihr Nichterscheinen hatten entschuldigt: 1) Badt aus Petershagen, 2) Cosmann aus Dinslaken, 3) Heine aus Herford, 4) Leeser aus Dülmen, 5) Schneidachec aus Neukirchen, 6) Kronenberg aus Oldendorf. Da es nicht wahrscheinlich war, daß die Versammlung noch Zuwachs erhalten werde, so wurde der Vorschlag, an diesem Tage noch eine Sitzung zu halten, angenommen^ 1. Sitzung Donnerstag den 26. Oktbc. Nachmittags 3 Uhr. In dieser Sitzung wurden die zur Sprache gebrachten Angelegenheiten der Schule und Synagoge in folgender Ordnung diskutirt: 1) Es wurde ein Exemplar von Leesers hebr. Sprachbuche, welches nach Anzeige des Hm. Verfassers bereits auf dem Heidelberger Gymnasium und der Haindorfschen Schule eingeführt worden, zur Ansicht vorgelegt. Die Konferenz nahm hierdurch Veranlassung, sich zu überzeugen, daß das Werk auch hinsichtlich seiner typographischen Ausstattung und Korrektheit Nichts zu wünschen übrig laste, und hegte die Versammlung zur bewährten'Tüchtigkeit des Hrn. Verfassers das Vertrauen, daß der versprochene zweite Kursus sich dem ersten wür- . dig anreihen werde. Ueber den Gebrauch des Buches divergirte die Konferenz in Etwas. Man war nämlich der Ansicht, daß das Sprachbnch das Kind unvermerkt in die hebräische Bibel einführen müßte und zwar in der Weise, daß bei der Benutzung des Buches vor dem.Gebrauch der hebr. Bibel das materiale Prinzip, bei einer spätem Wiederholung aber, welche mit dem Gebrauche der Bibel zugleich beginnen müßte, das formale Prinzip vorherrschen sollte. Der Herr Verfasser meint dagegen, das Kind müßte vor dem Gebrauche des Sprachbuches bereits das 1. B. Mos. übersetzt haben. 2) Es kam die liturgische. Angelegenheit an die Reihe und die Versammlung sprach sich mit Bedauern darüber, aus, daß ein auf der 7. Konferenz gefaßter Beschluß die * Einführung eines gleichmäßigen Gottesdienstes betreffend, noch nicht überall im Konferenzbezirk die gehörige Würdigung und Unterstützung gefunden hatte. Man kam daher überein, einen anderweitigen Versuch zu machen, von dem wol ein besserer Erfolg zu erwarten wäre. Es sollte nämlich für den Fall, daß Herr Bamberger zu Gütersloh seine Wirkung zusagte*), zur nächsten Konferenz auch Gemeindevorsteher eingeladen und mit diesen vereint eine Kultusreform berathen werden. (Schluß folgt.) *) Herr Bamberger hat bereits zugefagt, wünscht jedoch, daß die Konferenz in seiner Nähe gehalten werde. Wir erlauben uns daher, dq Rheda abgelehnt hat, Neukirchen vorzuschlagen. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen l1/* Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Seile aus Petitschrift oder deren Raum sowie literarische, ^merkantile u. a. Beilagen aufgenommen. Die Verlagshandlung. Ein geprüfter Religionslehrer, der Schochet und Vorsänger ist und einen Ehor zu leiten versteht, findet von Ostern k. I. ab, in unserer Gemeinde eine Anstellung mit einem jährlichen Gehalt von 250 Thlrn. Hierauf Reflektirende belieben ihre Zeugnisse in frankirten Briefen an den Vorstand einzureichen. Schweidnitz in Schlesien, im November 1848. Der Borstand. Bei der hiesigen Gemeinde wird ein Schächter verlangt, der ein guter Vorbeter und tüchtiger Lehrer sein muß; derselbe kann sofort eintreten, und erhält vorläufig bis jzum Frühjahr ein monatliches Gehalt von 16 — 20 Thlrn., Mittagstifch und Wohnung. Ist die Gemeinde mit seinen Leistungen zufrieden, so kann er alsdann auf dauernde Anstellung rechnen. Reisekosten werden nicht vergütigt. Um-baldige Meldung ersucht der Vorstand. Potsdam, 28. November (Wilhelmsplatz No. 1.) Gegen ein sixkrtes jährliches Gehalt von 100 Thlr. baar, acht Klafter Holz und einer bequemen Wohnung so wie mindestens 120 Thlr. Nebeneinkünfte, wird ein Religionslehrer, Schächter und Kantor zum l.Jjar d. I. für die' hiesige Gemeinde gesucht. Adressen und Zeugnisse übernimmt franko der Vorsteher S. Meister in Oranienburg. . O* Ein Kaufmann israelitischer Konfession, Wittwer mit einem einzigen Knäbchen von 5 Jahren, welcher noch im schönsten Mannesalter steht, ein solides Vermögen besitzt und in einer ansehnlichen Handelsstadt Süddeutschlands ein sehr frequentes Wollenwaarengeschäft