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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-11-13 · Heft 47 (13.11.1848) · p. Seite 683

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 47 (13.11.1848)
Date
1848-11-13
Page
Seite 683 (sequence 15)
Language
German
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den Jüngling erblickte. Dem' rief er mit weithin hallender Stimme zu, was sich begeben, und wies ihn an, eilends in die Nghr))Stadt zu reiten, ' und eine Sänfte zu holen. Mose bedachte sich nicht lange; er eilte zu der alten Dame, berichtete ihr schnell den Vorgang, und gallopirte zur Stadt. So waren sie alle Drei getrennt/ die jüngst so fröhlich zum Thore hinausgeritten, und die Duenna ritt am Ufer herum, um die Sänfte abzuwarten; Hulda aber hatte sich aufgerichtet, und war mit ihrem Retter allein. „Du hast meinen Namen genannt, Unbekannter, Du kennst mich ...." -/Wohl kenne ich Dich- Hulda, Tochter des ebenso weisen wie begüterten Juda Hallevi's, des Rathes unsres erlauchten Herrschers, Alphons des Achten von Kastilien. Wer sollte Dich nicht kennen in Cocdova?" „So sage mir auch, wer Du bist? unter welchem Namen ich in Zukunft den Retter meines jungen Lebens zu rufen, wie ich diesen bei meinem Water zu nennen habe?" „Es ist, das nicht nöthig, schöne Hulda. Ich bin unbekannt,^ und. will unbekannt bleiben. Ich bin arm, und 'will arm bteihen. Du sollst mich nicht' Wiedersehen, Hulda. Ich passe nicht in Deine Umgebung, wo der Glanz des königlichen Hofes hknrinleuchtet, und verdunkelt was) dav nicht hingehörtt"; „Ich bin zu bescheiden, um mehr scheinen zu wollen, als ich bin, und zu stolz auf das was ich mehr bin, als ich scheine." „Du hast so unendlichen Anspruch auf,Mch, auf meine und meines Vaters ewige Dankbarkeit Dir erworben,., daß. Du.) mir-nicht ausweichen darfst. .Um das, was Du mehr biß, beschwöre ich Dich, ^entziehe Dich uns nicht ...." „Mädchen/' brache der ,Mann^,mit)FeM vor,.,-ich . habe nichts für Dich gethan,, denn was ich that, müßte ich thün' ^ünd.für Jeden. Oder ich habe Alles für Dich, und nur für 'Dich gethan, und dann wäre mein Anspruch auf1 Dich ohne Grenze. 'Also"laß dies,‘ und dränge Dich nicht zur Wahl. Hörst Du, ich sage es Dir: laß mich, ' und Dü bist frei, oder Dulaßt mich nicht, und dann bist Du gefeffelt für immer Aus dem Auge des Fremden sprühteeine gewaltige Flayynjk-zMtzsi^ ßas^ gaD Anstitz^MzunehmeMschien. Ein so junger. Mann, .noch, wol nicht., viel.. .über, ein Viertel Jahrhundert, und so groß und mächtig schont . Hulda starrte - ihn^ M ,)^ndi sthwieg. < Kaum daß sie seinen Sinn faßte, wol aber fühlte sie ihn. „Huldahob er bald etwas weicher an, „ich kenne Dich schon längst; ich habe Dich schon oft gesehen, oft Dich sprechen hören. Wie? kann Dir gleich sein. Ich habe Dich gesehen, umgeben von Höflingen und edlen Herren, ich habe Dich gehört, wie Du ihre Gespräche theiltest und beherrschtest. Ich habe Dich wohl erkannt, und was ich nicht erkannt, habe ich errathen, denn Du bist Juda : Hallevk's einzige Tochter, des größten unsrer Glaubensgemeinde unter den' Zeitgenoffen. Ich sage Dir, es liegen zwei Wege vor Dir, aber Dü wirst einen zu wählen haben- Welche diese Wege, ich brauche sie Dir nicht zu bezeichnen. Auf welchen ich Dich wünsche, auch das wirst Du fühlen. Ich will Dir einen Spruch sagenden merke Dir, und jedes Mal, so Du ihn denkest oder hörest, wirst Du wissen, daß Du an einem Scheidewege stehst, wo Du zu wählen hast.. Höre: „Fliehe zu Deinem Gebirge, wie ein Vogel — Denn der Bogen ist gespannt, Und gerichtet der Pfeil auf der Sehne" *). Nun, lebe wohl,. dort kommen die Deinen durch eine Fuhrt." > Sprach's, und ging in den Wald hinein, und war verschwunden.; Hulda sank, als der letzte Ton seiner Stimme verhallt war, wie-in sich zusammen. Jetzt näheren sich -Mose, die Tante und die Diener mit einer Sänfte. Hulda stieg hinein, und zurück ging es in die Stadt. Sie antwortete kaum auf die tausend Fragen,, lehnte sich in die Kissen zurück, und träumte. ) Mose hatte sich nicht zu beklagen. (Fortsetzung folgt.) : 11, 12’; : Anzeiger. ' Sit; demselben werden Annoncen aller Art.gegen i1/* Ngr. (1 gGr.) Gebühren für;-die, gespaltene Zeile, aus Petitschrift pder deren Raum sowie literarische, merkantile u. ». Beilagen ausgenommen. -; ,? ' D ie Ve r l a g s h a n d l u n g. . Gemeinden und Privaten., welche gesonnen sind Mazoth-Maschinen anzuschaffen, e»npfehle ich" mich mit meinen recht vortheilhaft konstruirten Maschinen M» I« Landauer-"Mechaniküs inHessen-Kaffek Anfrage uttd Bestellungen erbitte franko.

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