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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-11-13 · Heft 47 (13.11.1848) · p. Seite 680

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 47 (13.11.1848)
Date
1848-11-13
Page
Seite 680 (sequence 12)
Language
German
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deM, .Werke wob Kiele von Euch schon vor sich geha.b-t> Wenigstens degp Einen gelang es , .seinen, Namen noch heute unter den Bedeutendsten, und stlbst in der christlichen Wissenschafterhalten zu haben, und mit Hochachtung , noch heute genannt zu sehen.. Aber auch der Andere bleibt niemals' dem. Weiterforschenden verborgen, und hat . sich den Ruhm eines tiefen Denkers und den Ruf eines zart und tief fühlenden Dichters bewahrt. . ffieilid)! über den Inhalt ihres persönlichen Lebens, über das, was sie erfahren und gelitten, was sie gekämpft und errungen, darüber ist die Zeit mit feuchtem Schwamm hinweggegangen, und hat nur wenige Andeutungen übrig gelassen. Das Herz zerstäubt, und nur was der Geist im Schweiße der Gedanken hervorgebracht, das bleibt, wenn das Geschick günstig ist, wie ein Opfer der aufgegebenen Persönlichkeit. Aber die leisen Klänge aus dem Leben dieser beiden Größen genügen dennoch,. um ein farbiges Bild aus der Wahrheit in die Dichtung hinüber zu zeichnen und zu tuschen. Waren sie dann nicht so, nun dann konnten sie doch so gewesen sein. Sicher werden wir nicht ohne Mitgefühl vvrübergehen — denn auch hier stellt sich dasselbe dar, was zu aller Zeit der einzige Inhalt des Menschenlebens ist: Kampf der Wirklichkeit mit dem Ideale, und Untergang des Strebenden — vor dem Ziele! Jetzt weißt Du genug, Leser, und ich erlöse Dich.... ■ L. PH. 1. ’■ ' ' Der unbekannte Retter. Wo C o rdova seine hohen Kuppeln und die Dächer seines Häusermeeres in den ewig blauen Himmel.hinaufstreckt, da rollt der Guadalquivir seine mächtigen Wellen durch das Land. Das Land ist gebirgig. Von Nordwest laufen die Reihen der Felsen und die Ketten der Berge her bis zu dem Ufer des Flusses; und jenseits hat wieder das Gebirge von Grenada seine Vorposten nahe herangerückt. Bergströme und Waldbäche stürzen reißend ^erab, und drängen sich durch die Felswände -und schmalen Thaler. Und überall die üppigste Pflanzenwelt; die Berge auf Höhen und Rücken waldgekrönt;- wo der rothe Fels nur einen Anhalt : bietet, streckt die: Zypresse ihre grünen Zweige in die Luft hinaus-, und: bernnkt den Steinmitihren lzähenü Wurzeln. Da hebt sich, unendlicher Duft hinauf, denn.aus den Rosengebüschen bet; tiefen Schluchten,^ verauscht, . er, sich mit dem starken Waldesdust und dem frischen Nebeldust der zerschellenden W.ellen. So war es um-.die Zeit, in welche.wir uns versetzt haben. Das. ganze Land: war mit Waldung,, mit dichten, oft, undurchdringlichem >Urwalde bedeckt, aus dem nur hie und da von einsamen Spitzen ein maurischer WactthUrm' oder eine christliche Burgzlnne hervorblickte. Nur nach. Südwest iehttte sich an Cordova ein ebnes, reiches,' fleißig bebautes Land; das in Ueberfluß hervorbrachte, was die, nicht allzustarke Bevölkerung des Landes bedurfte. ' Es gingen wol durch diesen Urwald hier und da Wege, die nach einzelnen, versteckten Flecken und Ortschaften, nach einsamen Burgen führten. Aber es mußte schon wacker des Landes kundig sein, wer sie finden, oderso et sie gefunden, den rechten wahren wollte. Nur' am Ufer'des Flusses lief ein breiter Pfad hin, der den Windungen dis Stromes folgte. Aber auch er war nicht künstlich geebnet und wohl erhaltensondern wie ihn die Wanderer'zu Roß und zu Fuß niedergetceten; bald erstieg er einen Hügelbald senkte er sich in ein tiefes Thal;' auch verschwand er wol einmal, um eine Krümmung des Flusses abzuschneiden, im Walde, aus dem er jedoch, wie um das leicht verrätherische Dunkel des Waldes so bald wie möglich zu vermeiden, alle Male schnell wieder heraustrat, sich dem silberblitzenden Wasserspiegel als' Geehrten zugesellend. ' ' ' : Es war ein reizender Frühlingstag im Jahre 1145, als aus dem offenen Thore von Cordova einige Rosse hervorkamen, schnelldie wenigen Hütten durchtrabten, welche eine Art Vorstadt bildeten,, und den Pfad 'am Ufer des Guadalquivir einschlugen. Zu einer' weiten Reise waren die Rosse nicht ausgerüstet, denN wkr^ bemerken kein Gepäck und keine 'Reisige, ohne welche man schwerlich damals, in der Zeit weniger Herbergen und vieler Wegelagerer, eine Tour unternommen hätte. /.Also 'galt es wol nur einen Spatzierritt, das herrliche Frühlingswetter zu genießen, uyd die Engniß der'stark befestigten, und darum um so finsterern und dichter bewohnten Stadt .mit der Weite der' Natur-auf einige Stunden zu vertauschen.; Und zu dieser. Annahme .ermächtigen uns auch; sowohl Rosse als Reiter.Von den drei schön .geschmückten Thieren waren..zwei zart.: und schlank gebaute Zelter, mit prächtigen andalüsi'schen Damensätteln und Läumm- -mit silbernen Buckeln-beschka-

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