Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 12 (1848)
- Issue
- Heft 43 (16.10.1848)
- Date
- 1848-10-16
- Page
- Seite 628 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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8) die Schullehrer ohne Unterschied zwischen Religions- und Elementarlehrern, so sie nur die gesetzmäßige Prüfung für cille Unterrkchtsgegenstände der Volksschule bestanden, unter das Staatsdienstgesetz zu stellen. In Betreff der Lehrerbildung enthalten wir uns aller weiteren Wünsche, indem, wie zu hoffen steht, dem Seminarwesen überhaupt eine Heilsame Reorganisation bevorstehen dürfte, was dann wahrscheinlich auch auf die jüdische Schule nicht ohne Einfluß bleiben wird. Wird so unsere seither so ttaurige Lage huldvolle Berücksichtigung werden, unsere bescheidenen aber gerechten Wünsche hochgeneigte Erhörung finden, so ist das Loos des jüdischen Schullehrers kein trauriges mehr, wie vordem. Nicht mehr wird er weinend den Samen ausstreuen, sondern jubeln, gleich dem garbentragenden Schnitter. Mit ungetrübter Freude, mit immer gleicher Lust können wir alsdann thätig sein in unserm so schönen Berufe, edle Menschen, tugendhafte Bürger zu erziehen und zu bilden. In größter Ehrfurcht u. s. tt>; Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1V« Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Seile auß Petitschrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Vakanz. Durch den Tod unsers bisherigen Lehrers Herrn Höchstädter ist die hiesige Schul- und Religionslehrerstelle erledigt. Dieselbe gewahrt einen fixen Gehalt von 300 fl., 25 fl. für die Wohnung des Lehrers, 25 fl. für die Beheizung des Schulzimmers. Hierauf Reflektirende, welche ein Seminar absolvirt haben, musikalische Bildung besitzen und namentlich auch im Hebräischen tüchtig sind, belieben sich innerhalb 6 Wochen in portofreien Briefen, unter Beilegung ihrer Zeugnisse, an die Unterzeichnete israelitische Kultusverwaltung zu wenden. ■ . Die Kenntniß von neuen Sprachen würde gern gesehen werden. Mönchs-Degtzingen bei Nörblingen, den 16. Oktober 1848. Die israelitische Knltusverwaltung. Lazarus Marx. Nathan Hhchstädter. tSfo wissenschaftlich gebildeter Lehrer Israel. Glaubens, der im Hebräischen wohlerfahren und der französischen Sprache vollkommen mächtig ist. wünscht recht bald' einen seinen 'Fähigkeiten angemessenen Wirkungskreis^ Hierauf Reflektirende belieben ihre Offerten portofrei, unter spezieller Angabe der Bedingungen an den Herrn Geh. Rath Dr. Celli nt in Gräfenhagen (in Pommern) gelangen zu lassen. Literarische Anzeigen. Soeben hat die Presse verlassen, in Kommission bei B. Wittneven Vater in Koesfeld (bei Münster) so wie durch alle Bnchhandlungen Deutschlands zn beziehen: «Hebräisches Lehr- «nd Uebungsbuch für Schulen. Mit besonderer Beziehung auf Becker's grammatische Grundsätze. Von - HL tiefet. Erster Kursus. 9*/2 Bog. gr. 8. — geh. 12 7^ Sgr. In Baumgartners Buchhandlung in Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Sarfenklänge de« heiIige« Borzeit. Ein Schul- und Haus-Lesebuch über alle Theile der heiligen Schrift alten Testaments. ÄuS den besten Bearbeitungen der deutschen Classiker, gesammelt von vr. H. Jolowicz. 15 Bogen gr. 8. broch. 15 Ngr. Kleiner Katechismus der israelitischen Religion. Von 0r. Ludwig Philippson, Rabbiner. Preis 2^2 Ngr. (2 gGr.). Gebunden 4 Ngr. (3 gGr.). Kleiner Katechismus der Geschichte Israels, (bis zu unsrer Zeit), der Bibekkunde, der Landeskunde des alten Palästina und der jüdischen Liturgik. Von Dr. Ludwig Philipp so n, Rabbiner. In' 8. roh 4 Ngr. (3 gGr.) geb. 572 Ngr. (472 gGr.) Druck von I. B. Hirfchfeld in Leipzig.