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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-09-25 · Heft 40 (25.9.1848) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 40 (25.9.1848)
Date
1848-09-25
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XU. Jahrgang. Allgemeine No. 4V. Zeitung des Zudenthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Dr. Ludwig Philippson, Rabbiner^ zu Magdeburg. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung zu Leipzig. Leipzig, den 25. September 1848. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers ü. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22^- Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen" nehmen Bestellungen an; der Hauptspcdition für beide Letztere hat'sich die königl. sachs. wohlldbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. . Inhalt. Leitende Artikellr Aufforderung an Gemeinden und Private. — Die Abstimmung in der Paulskirche. Zeitungsnachricktenr Deutschland: Berlin, Berlin, Anklam, Anklam, Anklam, Münster, Hamm, Frankfurt a. M., Frankfurt a. M., Frankfurt a. M. Ungarn: Pesth. Belletristisches r Ohne Bewilligung. Von Leopold Kompert. (Schluß.) Korrespondenzen: Debatten über das jüdische Schulwesen. (Fortsetzung.) Leitende Artikel. Magdeburg, 17. September. Aufforderung an Gemeinden und Private. Die.großen Hoffnungen, welche nach der Märzrevolution für die Deutschen, die israelitischen Bekenntnisses sind, aufgingen, die Hoffnungen auf völlige bürgerliche Gleichstellung, auf völlige religiöse und kirchliche Freiheit; diese Hoffnungen gehen, was das Gesetz betrifft, immer mehr in Erfüllung. Schon hat das deutsche Parlament, wenigstens in der ersten Abstimmung über die Grundrechte — bekanntlich unterliegen diese einer doppelten — diese Gleichstellung und Freiheit zum.Grundsatz der neuen, deutschen Gesellschaft gemacht; schon haben die meisten deutschen Einzelstaaten denselben Grundsatz proklamirt. Mögen sich noch einzelne, kleinere Staaten dagegen sträuben, mag Baiern noch keinen Schritt vorwärts gethan haben — nicht lange mehr, und sie werden sich dem allgemeinen deutschen Gesetze nicht mehr entziehen können. Wir haben so viele Jahrhunderte Geduld gehabt, auf einige Monde mehr soll es uns nicht ankommen. Allein, das weiß ein Jeder, vom Gesetz bis zum Leben, vom tobten Buchstaben des -Gesetzes bis zur frischen That des Lebens, ist auch noch ein Schritt. Wie? wissen wir es nicht, haben wir es nicht erfahren, wie man das Gesetz umgehen kann? wie man in der Verwaltung das klarste Wort der Gesetzgebung illusorisch machen kann? Und doch ist das Gesetz Nichts, sofern es sich nicht verwirklicht! Und, können wir uns tauschen, giebt es im großen deutschen Vaterlande nicht noch Elemente genug, welche uns feindlich gesinnt sind? welche mit Haß und Neid schwanger gehen gegen die uns gewordene Freiheit? Lasset nur erst ruhigere Zeiten eintreten, lasset nur erst das Volk müde werden, die Wacht über die Büreaukraten zu führen, lasset sie nur erst ein Wenig wieder die Furcht verlieren vor der Oeffentlichkeit — dann werdet ihr es erleben. Oder glaubt ihr, solche Zeiten werden niemals wieder kommen? Mit Nichten. Der Sturm, der Wechsel ist zu schnell gekommen, der Baum der religiösen Freiheit will auch gepflegt sein, nachdem er gepflanzt worden. Wolan! Wir halten dies für unsre nächste Ausgabe, für die Ausgabe dieser „Allgemeinen Zeitung des Judenthums" in der nächsten Zeit, in dem nächsten Jahrzehend, über die Verwirklichung dieses Gesetzes der Freiheit zu wachen. Wir haben Großes, Unerwartetes erlebt. Wir haben einen Sieg auf unsere Kämpfe

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