Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 12 (1848)
- Issue
- Heft 33 (7.8.1848)
- Date
- 1848-08-07
- Page
- Seite 480 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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480 Endlich noch ein Wort des herzlichsten Dankes an Euch, meine lieben Amtsbrüdecl für die Bereitwilligkeit/ mit welcher Ihr stets meinen Vorschlägen und Wünschen im Interesse der Schule und Synagoge entgegen gekommen seid, also daß das, was noch vor wenigen Jahren ein frommer Wunsch, ein schöner Traum war, sich jetzt schon mehr und mehr der Verwirklichung naht. Ja es. ist der erhebendste Gedanke, das wohlthuendste Gefühl in den trüben Stunden eines vielfach bewegten Lebens, an der Spitze einer Versammlung junger strebsamer Männer zu stehen, welche trotz ihrer oft gedrückten Stellung, ihrem Berufe gern und freudig jegliches Opfer zu bringen bereit sind. Mit Gott werden auch wir einer bessern Zeit entgegen gehen. Doch wie sich die Zukunft für uns auch gestalten möge, — wir verlassen unsre Fahne, unser Motto nicht; unser Wahlspruch bleibe immer: rin «1« rpm ' w. Auz eiger. Zn demselben werden Annoncen aller Art gegen 1V4 Ngr. (1>gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petitschrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Da unser Lehrer Umstände halber zu Michaelis d. I. die hiesige Stelle verläßt, so wird für die hiesige aus drei Mitgliedern bestehende Gemeinde ein unverheiratheter Religionslehrer (kein Schächter, weil hierfür anderweitig gesorgt ist), der sowol in Religionsgegenständen, als in den deutschen Elementarwissenschaften Unterricht zu ertheilen hat, gesucht. Reflektant hat sich einer Prüfung beim hiesigen Landesrabbiner zu unterwerfen und wird ihm bei völlig freier Station ein Salär von 80 Thlr. Pr. Krt. versichert, und kann derselbe durch Ertheilung von Privatunterricht seine Einkünfte verwehren. Hierauf Reflektirende haben sich baldigst in portofreien Briefen mit Einsendung ihrer Fähigkeits- und Moralitätsatteste zu melden bei dem Vorstand Moses Wolf. Lübtheen in Mecklenburg, im August 1848. Die Unterzeichnete Gemeinde beabsichtigt zu den bevorstehenden einen fibsn zu engagiren und hat dafür ein Salar von 15—20 Thlr. nebst freier Beköstigung, ohne weitere Emolumente, bestimmt. Darauf Reflektirende belieben sich in portofreien Briefen, unter Beifügung ihrer Zeugnisse, an uns zu wenden. Individuen, welche mit der neuern Gesangweise unter Begleitung eines Chors vertraut sind, würden den Vorzug erhalten. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde zu Belgard. Lewy. Jaeoby. Vallentin. Ein von einer königl. preuß. Regierung examinirter Lehrer, der schon vier Jahre als Lehrer und Schächter fungirt, und darüber die besten Zeugnisse aufzuweisen hat, wünscht zu Michaelis a. c. eine Anstellung im preußischen Staate. Darauf Reflektirende wollen sich unter frankirten Adressen an die Postexpedition zu Schmiegel sub Fr. j. wenden. Lehrlingsgefuch. In meinem Tuch- und Modegeschaft, kann ein Lehrling, welcher Schulkenntnisse besitzt, jetzt gleich oder zu Michaelis placirt werden. Hierauf Reflektirende wollen gefälligst sich franko bei mir melden. Bleicherode bei Nordhausen, den 30. Juli 1848. K. Frankenheim. In Baumgärtner's Buchhandlung zu Leipzig ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: S 1 l o a h eine Auswahl von Predigten. Zur Erbauung, so wie insonders zum Vorlesen in Synagogen, die des Redners ermangeln. Von Dr. Ludw. Philippsott, Rabbiner in Magdeburg und Redakteur der Allgem. Zeitung des Judenthums. 2te Sammlung. 308 Seiten in gr. 8. broch. Preis 1 Thlr. 10 Ngr. (1 Thlr. 8 gGr.) Die erste Sammlung kostet ebenfalls 1 Thlr. 10 Ngr. Druck von I. B. Hirschfeld in Leipzig.