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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-06-26 · Heft 27 (26.6.1848) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 27 (26.6.1848)
Date
1848-06-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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xd. Jahrgang. Allgemeine No. 27♦ Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Verlag von Nr. Ludwig Philr'ppsorr, Baumgartners Buchhandlung Rabbiner jit Magdeburg. ' Leipzig. Leipzig, den 26. Juni 1848. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Mtels, Registersu.s.w. umfassen. Zn Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig; mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22z. Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Ieitungs-Erpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspcdition für beide Letztere hat sich die königl. sächs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. In h a l t. Leitende« Artikel: Die freie Synagoge. Zeitungsnachrichtenr Deutschland: Berlichingen. Posen, Berlin, Berlin, Fulda, Hannover, Frankfurt a. M., Prag. Ungarn: Pesth. Polen: Warschau. Korrespondenz: Die Geschichte des jüdischen Schulwesens. Von Emanuel Hecht. (Schluß.) Leitender Artikel. Magdeburg, 20. Juni. Die freie Synagoge. Soeben kommt uns aus Karlsruhe folgender „Aufruf an Deutschlands Juden" zu, den wir hier mitzutheilen nicht verfehlen. „Deutsche Glaubensbrüder! Bekennlnißfreiheit, volle Gleichberechtigung aller Bekenner sammtlicher Religionen, freies Vereinigungsrecht und somit völlig freies, kirchliches Vereinigungsrecht sind die hehren Angebinde, ^welche das neu erwachte Deutschland allen seinen Söhnen, und somit auch den bedrücktesten, uns deutschen Juden, zugesagt, bereits zum größten Thekle verfassungsmäßig gewährt hat, und gewiß bei fortschreitender Entwickelung in kurzer Zeit noch vollständig gewährleisten wird. Trennung der Kirche und des Staates muß die nächste Folge dieses vollständigen Bruchs des längst unterhöhlten Prinzips vom christlichen Staate sein. — Ein gewaltiger Kampf, dem sich bisher so viele, regsame Kräfte zugewendet, ist selbst für die zuversichtlichsten und thätigsten Streiter unerwartet schnell ausgekämpft; aber noch, Brüder, ist die Zeit des Friedens und der Ruhe nicht gekommen. Noch auf dem Schlachtfelde müssen wir Euch zu einem neuen, gewaltigem Kampfe zusammenrufen, auf daß wir über das Ziel, daS wir erreicht haben, und das uns nur das Mittel zu einem gewichtigem Ziele werden muß, eben dieses Endziels nicht vergessen. — Welche Stellung wird das freie Iudenthum in den Gestaltungen der deutschen Neuzeit einnehmen? Diese den Geist und das Gemülh eines jeden religiös gesinnten, frei denkenden Juden bis in das Innerste ergreifende Frage richten wir an unsre gelammte deutsche Glaubensgenossenschafl; an unsre gesammre deutsche Glaubensgen ossenscha ft können wir uns nunmehr wenden, gewiß ein erhebendes Gefühl für uns, die wir bisher, beengt durch äußere, unüberwindliche Hindernisse die Idee für innern Fortschritt im Judenlhume, in einem nur für unser engeres badisches Vaterland bestimmten Vereine, dessen Wirksamkeit theilweise dem Gesammtvaterlande vorgelegt wurde, zu verwirklichen uns'bestreben mußten. Ja, die Schranken, welche die einzelnen deutschen Stamme und Provinzen geschieden, sind auch für die Juden gefallen, und was früher die Zeikverhaltnisse hemmten, dazu drangt jetzt die Zeit, sie fordert gebieterisch einen Verein der freigesinnten Huden durch das ganze große deutsche, einige Vaterland zur Gründung einer freien deutschen Nationalsynagoge. — Zwar

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