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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-05-22 · Heft 22 (22.5.1848) · p. Seite 319

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 22 (22.5.1848)
Date
1848-05-22
Page
Seite 319 (sequence 7)
Language
German
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319 terlandsfreunde trennte, erlauben auch wir unterfertigte Mitglieder der Lehrerkonferenz zu Krefeld uns, deren prekäre Stellung im Staate nur höchst .nachtheilig auf das ganze Erziehungs- und Schulwesen influirt, einem hohen Kultusministerio folgende Wünsche, von deren Erfüllung dasmaterielle und intellektuelle Wohl der heranzubildenden Generation abhangt, ehrerbietigst zu unterbreiten. Hochdasselbe wolle hochgeneigrest : o) die israelitischen Lehrer der Monarchie als Staatsdiener anerkennen; ,b) deren Besoldung aus der Staatskasse Zenehmigen; . c) die definitive Anstellung derselben nach einer kurzen, noch näher zu bestimmenden Probezeit anordnen; 6) über, Einrichtung von konfessionellen Schulen und Beibehaltung der schon bestehenden die erforderlichen Bestimmungen erlassen, und . e) hochgefälligst verfügen, daß den betreffenden königl. .Prüfungskommissionenein jüdischer Geistlicher adjungirt werde, der die Sch.ulaspiranten in den Religionswissenschaften und sonstigen hebräischen Elementarfächern prüfe.--. , - Ueber Deutschlands Gauen,, das•; jetzterstseinen alten ruhmgekröntey Namen Germanien eine Wahrheit werden laßt, ist eine- .schöye Frühlingssonne aufgegangen; auch wir möchten uns, und nur im herzlichsten Interesse der fortschreitenden Menschheit an ihren Strahlen laben. Der -Geist der neuen Gesetzgebung verleiht uns den Müth, ja die Berechtigung zu diesem gehorsamen Vortrage, die anerkannt liberale Gesinnung eines hohen Kultusministern erweckt -in uns die Hoffnung auf-dessen baldige Erfüllung. Die Mitglieder der israel. Lehrerkonferenz. (Folgen, die Unterschriften.) Breslau, 9. Mai. Es bereitet sich ein Unternehmen in der hiesigen jüdischen Gemeinde vor, welches jeder Freund des Vaterlandes mit Freuden begrüßen-muß^- Die Idee ist nämlich angeregt worden, alle silbernen-, und goldenen Geräthschaften, welche zum heiligen Dienst inden Synagogen verwendet werden,, dem Staate für die freiwillige Anleihe - zu. überweisen. Der Gegenstand ist von Bedeutung; in Breslau sind allein 19 bis 29 Bethaufer, .die alle mehr oder minder - mit dergleichen Kostbarkeit dotirt sind und daher schon eine beträchtliche Summe ergeben werden. <£$ ist übrigens nicht zu zweifeln, daß , die jüdischem Gemeinden der Provinz dem Beispiele der Hauptstadt folgen werden, und somit mag ein Luxus fallen, der nie eine ernstere Bedeutung hatte und nun auf dem Altäre des Vaterlandes als wohlgefälliges Opfer aufgeht,) (Brest. Z.) . Berlin, & Mai. Auf . ein dem Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten eingereichtes Gesuch, daß von Preußen die Aufhebung der in Wien, bestehenden Aufenhaltssteuer für Bekenner-des mosaischen Glau?, bens bewirkt werden moge>:hat dasselbe vor einigen Tagen folgende Antwort ertheilt: „Nach der soeben eingegangenen Anzeige des königl, Gesandten in Wien eröffnet' Ihnen das Unterzeichnete- Ministerium, haß die Aufhebung der gedachten Steuer von der kaiserl. österreichischen Regierung beschlossen und angeordnet worden sei, und daß, um den Ausfall für die Staatskasse nichts allzu fühlbar zu machen, die einzelnen Pro-, vinzen der Monarchie nacheinander von der mehrgedachten Abgabe befreit werdenffollen. (gez.) v. Parow. . . . Magdeburg, 12. Mai. So viel uns bis jetzt bekannt geworden, sind bei denjüngsten Wahlen nur drei Juden aus den Wahlurnen hervorgegangen: der Buchhändler Dr. Veit in Berlin wurde zu einem der Abgeordneten Berlins für Frankfurt-am .Main, und auch-zum - Abgeordneten-Stellvertreter für Berlin gewählt,- Der- Dr. P hi lipps o n wurde zum, Abgeordneten-Stellvertreter für Frankfurt am Main mif 81 gegen 27 Stimmen vom neuhaldensleben-wolmirftedter Kreise gewählt. /Auch in Magdeburg stand er auf. der Wahl, konnte aber außerordentlichen .Machinationen gegenübernur 46 gegen- 66 Stimmen erlangen. Endlich unser Rieß er für Lauenburg nach Frankfurt. Somit haben doch schonaugenblicklich zwei Juden Sitz im Reichstage Deutschlands, in der berliner Versammlungsoviel wir wissen, Keiner..; Wien, Anfangs Mai. Folgende Ad resse wurde hier zur Unterzeichnung .an vielen Orten ausgelegt: ,,Ew. Maj.! In einem Augenblicke, wo der Iubelruf-allerhöchst ihrer getreuen. Unterthanen von einem Ende der Monarchie zum andern widerhallt, sind wir, Ew. Maj., israelitische Unterthanen, die Einzigen, die bis jetzt nicht ohne Wehmuth an -.der/allgemeinen Begeisterung Theil nehmen können.. Wir bilden den 5Ü. Theil der Bevölkerung.allerhöchstihrer Reiche. Unser

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